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Sig realem ent:
Augen: blau. Nase: gewöhnlich. Mund: mittel. Haare: blonv. Gesichtsfarbe: gesund. Besondere. Kennzeichen: an dem rechten Backen eine Brandnarbe, ebenso an der rechten Hand, geht mit etwas gebeugtem Kopfe. Bekleidet ist derselbe: 1) mit Militairmantel mit der Nr. 32; 2) mit Waffenrock mit der Nr. 32; 3) mit Tuchhose; 4) mit Militair-Mütze; 5) mi Militair-Halsbinde; 6) mit Stiefeln.
Hanau, den 14. Dezember 1870.
Der Landrath : Sckrötter.
1 . Brod-Taxe zu Hanau
vom 16. Dezember 1870 durch Selbstbestimmung der Bäcker daselbst bis auf Weiteres.
2 Pfund gemischtes Brod, erste Sorte (sog. Pfaffenbrod, f seines Roggen- und ^ Weckmehl) . . 14 kr. — hlr.
1 Pfund dito . . 7 „ — „
6 Pfund gemischtes Brod, zweite Sorte ([ Roggen- und f Waizenmehl).........28 , — „
4 Pfund dito ......... 19 „ — „
2 Pfund dito .........9 „ 2 „
4 Pfund altgebackenes, vorgewogen......................19 „ 2 „
s Brod-Preise der Backwaarenhändler zu Hanau, welche Niederlagen aus dasiger Brodfabrik haben.
1 Laib, 4 Pfund erste Sorte .... 20 kr.
1 „ 4 „ gemischtes Brod . . 18 ,
1 „ 4 „ Roggenbrod .... 18 ,
Vorgewogen, pro Laib j kr. höher.
Wird veröffentlicht.
Hanau, den 16. Dezember 1870.
Der Landrath : Schrötter.
Die Herren Gemeindevorsteher deS Kreises ersuche ich, die Einsendung der Klaffenfteuer-Zu- und Abgangslisten pro II. Semester d. J. nebst sämmtlichen Belägen an die Königl. Steuerkassen so zu bewirken, daß Letztere in der Lage sind, mir dieselben bis spätestens den 24. d. MtS. einzusendcn.
Hanau am 19. Dezember 1870.
Der Landrath. J. V. Manß.
Oeffentliche Bekanntmachungen
Bebra-Hanauer
Eisenbahn.
Bekanntmachung.
Die Lieferung der für das Locomotiv- und Zugpersonal der Bebra-Hanauer Eisenbahn in dem Zeitraum vom 1. April 1871 bis dahin 1874 erforderlich werdenden Winterbekleidungsstücke, als: neue Pelziiberzüge, neue Pelzsutter, neue Pelzmützen, neue Stiefeln zu Haarstrümpseu und neue Haarstrümpfe, sowie die Ausführung der an dergleichen Gegenständen in dem bezeichneten Zeitraum nöthig werdenden Reparaturen, soll im Wege der Submission vergeben werden.
Die Offerten sind portofrei, verschlossen und, soweit sich dieselben auf die Pelz- übrrzüge erstrecken, unter Beifügung von Tuch- und Futterproben, welche mit dem Siegel und Namen des Einsenders zu versehen sind, mit der Aufschrift:
„Submission aus Lieferung von Winterbekleidungsstücken pro 1. April 1871 bis dahin 1874*
bis zum Submissionstermin, den 5. Januar 1874, Vormittags 10 Uhr, bei dem Unterzeichneten abzugeben, woselbst sie in Gegenwart der etwa persönlich erschienenen (Submittenten geöffnet werden. Später eingehende, oder den Lieferungsbedingungen nicht entiprechende Offerten, werden nicht berücksichtigt. Exemplare der Lieferungsbedingungen können gegen Erstattung der Copialien (4 Sgr.) dahier bezogen werden.
Fulda, den 12. Dezember 1870.
Der Betriebs-Jnspector (1907) Rintèten.
BeEazrutmaGung
Adressirung der Feldpostbriefe
1. Die Angaben auf den Adressen der Feldpostbriese über Armeekorps, Division, Regiment u. s. w. sind recht klar und übersichtlich binzuschreiben, in der Form wie bei den Feldpost-Corre- spondenzkarten; vor Allem an einer bestimmten Stelle, am besten unten links, denn das Umherirren
der Augen der expedirenden Beamten bei der so großen Zahl unübersichtlicher Adressen, raubt eine bèi der so nothwendigen Beschleunigung der Brief- massen-Abfertigung sehr kostbare, mitunter gar nicht wieder einzubringende Zeit.
2. Die Ziffern in den Nummern der Regimenter, Divisionen u. s. W. müssen recht deutlich, scharf und genügend groß
sein; ebenso die Angabe des Namens des Avveffaten. Nachlässige Ziffern und Schriftzüge, oder auch solche, die zwar dem an seine Schrift gewöhnten Absender sehr deutlich vorkommen mögen, es aber in der That nicht sind, zumal wo es sich unter Hunderttausenden von Adressen um sofortige Entzifferung im Moment handelt, sind nur zu oft die Ursache der Verzögerung oder Unan- bringlichkeit der Briefe.
8. Hierhin gehören auch die blasse Tinte und die feine Schrift, zumal bei den jetzigen kurzen Tagen und der mangelhaften Beleuchtung in den wechselnden Quartieren der Feldpostanstalten und bei der Expedition während des Fahrens im Wagen.
Das Publikum wird ersucht, im eigenen Interesse auf die obigen Punkte gefälligst Rücksicht zu nehmen.
Berlin am 15. Dezember 1850.
General-Postamt. Stephan.
Alle Diejenigen, welche Forderungen aus dem Jahre 1870 an das vereinigte evangel. Waisenhaus dahier zu machen haben, werden ersucht, ihre Rechnungen spätestens bis Ende dieses Monats anher einzureichen.
Hanau, den 9. Dezember 1870,
Der Waisenhaus-Buchhalter
Hleuter.