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eine Aenderung in den angenommenen Unterstützungssätzen nicht eintritt. Es gebührt hiernach jeder vom Kreise pfiaffi^ vom 1. k. M. an eine Zutage von 20 Sgr. monatlich. v

Die Herren Bürgermeister werden aufgefordert, für Auszahlung dieser Zulage in der seitherigen Weise zu Hanau, den 25. Oktober 1870.

Der Landrath. I. V. Mcrnß.

Essaaesslsjs»

Oeffentliche Bekanntmachungen.

Auszüge aus dem Oeffentlichen Anzeiger zum Amtsblatt der Königl. Regierung zu Cassel.

Vollmerz. Auf Antrag eines Pfandgläubigers ist der Zwangsverkauf des auf den Namen des Friedrich Müller (Heinrichs Sohn) zu Vollmerz belegenen Grund­vermögens erkannt und zu dessen Vollziehung erster VerkausStermin auf den 29. N o- vember d. I., eventuell zweiter auf den 30. Dezember d. J. und eventuell dritter auf den 29. Januar k. I., jedesmal Vormittags 10 bis 12 Uhr, in das Königliche Amtsgerichtslokal zu Schlüchtern anberaumt.

Leisenwald. In Sachen eines Pfandgläubigers gegen Georg Gröll und dessen unter väterlicher Gewalt stehenden Kinder, als: 1) Regine, 2) Johann, 3) Wilhelm, 4) Heinrich und 5) Luise Gröll, sämmtlich zu Hellstein, Verklagten For­derung betreffend, ist durch Erkenntniß vom heutigen Tage der Verkauf der in der Ge­markung von Leisenwald gelegenen Gründstücke verfügt und erster Berkaufstermin auf den 29. November d. I., für den Fall aber, daß der Zuschlag in diesem Termine nicht zu ertheilen steht, zweiter Versteigerungstermin aus den 27. Dezember d.I., sowie nöthigenfalls dritter Versteigeruugstermin auf den 24. Januar t. I., Vor­mittags 11 bis 12 Uhr in das Königliche Amtsgerichtslokal zu Wächtersbach augesetzt worden.

Somoorn. Auf den Antrag eines Pfandgläubigers ist der Zwangsverkauf der auf den Namen des Konrad Grimm 2r (Johann Georgs Sohn) zu Somborn fa- tastrirten, in Somborn gelegenen Hofraithe erkannt und zu dessen Vollziehung erster Termin aus den 6. Dezember d. I., eventuell zweiter auf den 3. Januar k. J. und dritter auf den 31. Januar k. I., jedesmal 10 bis 11 Uhr Vormittags (Con- tumacirzeit), in das Königliche Amtsgerichtslokal zu Meerholz anberaumt worden.

Wittgenborn. Auf Antrag eines Pfandgläubigers gegen den Ludwig Knoth 7r in Wiltgenborn, Verklagten, pto. âeb , ist durch Erkenntniß vom heutigen Tage der Verkauf der in der Gemarkung von Wittgenborn gelegenen Grundstücke verzügt und erster Bersteigerungsterm-n auf den 29. November d. I., für den Fall aber, daß der Zuschlag in diesem Termine nicht zu ertheilen steht, zweiter Versteigerungstermin auf den 27. Dezember d. I., sowie nöthigenfalls dritter Versteigerungstermin auf den 24. Januar k. I., Vormittags 11 bis 12 Uhr, in das Königliche Amtsgerichtslokal zu Wächtersbach angesetzt worden.

Bockenheim Zum zwangsweisen Verkaufe der dem Johann Heinrich Ludwig (Phil. Sohn) dahier in hiesiger Stadt zugehörigen Immobilien sind Steigerungs­termine am 1. Dezember, am 29. Dezember d. J. und am 26. Januar k.

I., je Vormittags 11 Uhr (Contumacirzeit),

Bekanntmachung.

Beförderung der Feldpostcorrespondenz.

Am 14. und 17. Oktober hat der plan­mäßig um 5 Uhr 15 Minuten Früh aus Nan- teuil abgehende Eisenbahnpostzug in Ranzig den Anschluß an den Schnellzug nach Frank­furt a. M. nicht erreicht. Gründe: Hemmung des Eisenbahnverkehrs wegen starker Mili­tärzüge; bezw. verspätete Abfahrt aus Nanteuil und langsames Fahren wegen der vor Kurzem geschehenen böswilligen Aus­hebung von Schienen zwischen Dormans und Epernay.

Ferner hat am 9. Oktober der Schnell­zug aus Berlin in Frankfurt a. M. den Anschluß an den Zug nach Saarbrücken- Courcelles bezw. nach Ranzig verfehlt.

In den bezeichneten Fällen ist durch die verfehlten Anschlüsse eine Verzögerung von 24 Stunden in der Beförderung der Feld- post-Correspondenz herbeigeführt worden. Berlin, den 18. Oktober 1870.

General-Postamt.

Stephan.

Bekanntmachung.

Deutsche Postanstalten im Elsaß.

Im Ober-Postdirectionsbezirk Elsaß sind folgende deutsche Postanstalten eröffnet: Barr, Bennfeld, Bischweiler, Brumat,

an Amtsstelle zu Bockenheim anberaumt.

Buxweiler, Erstein, Geispolsheim, Hagenau, Hatten, Hochfelden, Jllkirch - Grafenstaken, Ingweiler, Lauterburg, Mauermünster (Marmoutier), Molsheim, Mutzig, Nieder­bronn, Ober Ehnheim (Obernah), Pfaffen­hofen, Reichshofen, Rheinau, Röschwoog, Saarwerden (Saar-Union), Salmbach, Schiltigheim, Seltz, Straßburg, Suffelu- Heim, Sultz a. Wald, Walburg, Wanzenau, Waßelnheim, Weißenburg, Wendenheim, Wörth und Zabern. In den nächsten Tagen treten Colmar und Mühlhausen hinzu.

Bei sämmtlichen in Betrieb gesetzten Postanstalten ist zugleich die regelmäßige Landbriefbestellung hergestellt.

Berlin, den 19. Oktober 1870.

General-Postamt.

Stephan_____

Bekanntmachung.

Eröffnung von Postanstalten in Deutsch- Lothringen.

Im Ober-Postdirectionsbezirk Deutsch- Lothringen sind folgende Postanstalten er­öffnet worden:

' Ars a. d. Mosel, Lolchen (Boulay), Corny, Delme, Dieuze, Falkenberg, Finst- ringen (Fenästrange), Forbach, Götzenbrück, Gorze, Gr. Tännchen (Gr. Tenquin), Hellimer, Heming, Marsal, Mars la Tour,

Püttlingen (Puttelange), Reichshofen (Rechi- court), Remilly, Rohrbach, «saarburg, Saarelb, Saargemünd, Salzburg (Chateau- Salins), Solgne, St. Avold und Vic a d. Seille. Außerdem Lützelburg für Pfalzburg und Lemberg für Bitsch.

Berlin, den 20. Oktober 1870.

General-Postamt.

__Stephan.__________

Wie aus der Bekanntmachung des General-Postamts über die Einrichtung der Privatpäckerei-Beförderung an unsere Sol­daten hervorgeht, werden von dem hiesigen Hoflieferanten Karl Kühne und Söhne, Breitestraße Nr. 25, Behältnisse angefertigt, welche allen Anforderungen, die von der Post hinsichtlich der Verpackung und Sig- nirung der Päckereien an das Publikum gestellt werden, entsprechen. Solche Behält­nisse stehen bei allen hiesigen Postanstalten zur Ansicht aus. Der Preis für dieselben beträgt bei kleinerem Format 3 Sgr., bei größerem Format 5 Sgr. Dieser Preis erscheint mäßig; die mit Leinwand über­zogenen Kästchen empfehlen sich durch Dauer­haftigkeit, bei verhältntßmäßig nur ge­ringer Schwere. Da von einer guten Ver­packung und Signirung in vielen Fällen die richtige Ueberkunft der Sendung abhängt, besonders wo es sich um so kolossaler Massen von Versendungen handelt, wie sie unzweifelhaft jetzt werden bewirkt werden so wollen wir nicht unterlassen, auf diese Behältnisse noch besonders aufmerksam zu machen. *

Uehrigeus zst, wie wir hören, an sämmt­liche Ober-Postdirectionen die Aufforderung ergangen, auch in den Provinzen geeignete Lieferanten zur Herstellung solcher Behält­nisse zu veranlassen; sonach wird auch an den kleineren Orten dem Publikum binnen Kurzem Gelegenheit geboten sein, derartige probenmäßige Behältnisse zu erlangen. Den unbemittelten Angehörigen der Land­wehrmänner können die Wohlthätigkeits­Vereine vielleicht solche Behältnisse gratis liefern.

Berlin, den 12. Oktober 1870.________

Aufforderung.

In Ausführung der gesetzlichen Bestim­mung, wonach die Reservisten für die Zeit, während welcher sie zur Fahne einberufen, von der Klaffensteuer befreit sind, ergeht hiermit an alle diejenigen Einwohner hie­siger Stadt, deren Männer, Söhne, Brüder rc. als Reservisten zu den Fahnen einbe­rufen sind und seither Klassensteuer entrich­tet haben, die Aufforderung: die betreffen­den Steuerzettel von dem laufenden Jahre zur weiteren Veranlassung in dem Bureau des Steuer-Commissars Baring, Lang­straße Nr. 60, binnen 8 Tagen bei Mel­dung sonst später unvermeidlich entstehender Weitläufigkeiten, abzugeben.

Hanau, den 24. Oktober 1870.

Der Oberbürgermeister

Cassian. vt. Baring.