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aus Bockenheim, Kr. Hanau. S. v. — Musk. Hermann Weber aus Haitz, Kr. Gelnhausen. S. v.
7. Compagnie.
Musk. Philipp Beelert aus Hochstadt, Kr. Hanan. V. unb. — Gcfr. Wilhelm Haupt aus Niederrodenbach, Kr. Hanau. S. v. — Musk. Karl Störkel aus Erbstadt, Kr. Hanau. V. unb. — Musk. Karl Ott I. aus Meerholz, Kr. Gelnhausen. L. v. S. d. d. r. Arm. — Gefr. Friedrich Groß aus Dörnigheim, Kr. Hanau. V. unb. — Musk. Wilhelm Ihm aus Hanau. V. unb.
8. Compagnie.
Lieut. Hohensee. V. S. d. d. Arm. — Unteroff. Philipp Weber aus Bruchköbel, Kr. Hanau. T. — Musk. Wilhelm Köhler aus Bieber, Kr. Gelnhausen. T. — Gefr. Johann Deubert aus Wächtersbach. Kr. Gelnhausen. V. S. i. d. Schulter. — Musk. Balthasar Odenwäller aus Butterstädtcr Höfe, Kreis Hanau. V. S. i. d. Arm. — Musk. Friedrich Schneider aus Eichen, Kr. Hanau. V. unb. — Musk. Heinrich Sauer aus Groß-Auheim, Kr. Hanau. V. S. d. d. Fuß. — Gefr. August Mayer aus Groß-Auheim, Kr. Hanau. V. S. i. b. Brust. — Musk. Jean Neidig aus Hanau. V. S. i. d. Hand. — Musk. Georg Schneider aus Nieder-Jssigheim, Kr. Hanau. V. unb. — Musk. Karl Baumann aus Bruchköbel, Kr. Hanau. V. unb. —
9. Compagnie.
Füs. Isaak Heß aus Bockenheim, Kr. Hanau. T.
11. Compagnie.
Füs. Jakob Sterleper aus Bischofsheim, Kr. Hanau. T. S.
d. d. Brust. — Füs. Johannes Heil aus Hinter-Steinau, Kr. Schlüchtern. S. v. S. i. d. r. Oberschenkel. — Füs. Ludwig Engel aus Hailer, Kr. Gelnhausen. S. v. S. i. d. Kopf.
12. Compagnie.
Füs. Anselm Schrempf aus Neudorf, Kr. Gelnhausen. L. v.
S. d. d. Arm.
Aus der amtlichen Verlust-Liste Nr. 36.
iS. August Schlacht bei Gravelotte.
7. Rheinisches Infanterie-Regiment Nr. 69.
3. Compagnie.
Sec.-Lt. Felix Karl Friedrich v. Löwenstein aus Rinteln, Kur
fürstenthum Hessen. L. v. Bajonetstich a. Bein.
Rheinisches Jäger-Bataillon Nr. 8.
Hauptm. Alexis May aus Cassel. T. S. i. d. Brust. Starb am 24. August in Gravelotte. — Pr.-Lt. Otto Weber I. aus
Cassel. L. v. Bajonetstich ins Bein.
1. Compagnie.
Jäg. Adam Hartmann aus Ramholz, Kr. Schlüchtern. L. v.
S. i. d. r. Oberarm.
Aus der amtlichen Verlust-Liste Nr. 38.
Gefecht bei St. Marie aux ChvneS und St. Privat la Montague am iS. August iSW. Kaiser Alexander Garde-Grenadier-Regiment Nr. 1.
7. Compagnie.
Gefr. Fried. Huf aus Lieblos, Kr. Gelnhausen. L. v. S. i.
d. l. Oberschenkel.
Aus der amtlichen Verlust-Liste Nr. 39.
Füsilier-Bataillon. 12. Compagnie.
Füs. Wilh. Herget aus Kempfenbrunn, Kr. Gelnhausen. L. v.
Die Cernirung von Paris ist nach officiellen Nachrichten beendet, d. h. die Truppen sind derart aufmarschirt, daß sie jeden Ausfall verhindern, jeden Zuzug auffangen könne». Von einem hermetischen Verschluß aller. Zugänge von Paris kann natürlich nicht die Rede sein, aber die Cernirung in dieser Weise genügt, eine so große Stadt in die Lage einer völlig umschlossenen Festung zu bringen, da kleine Zuzüge für dieselbe von gar keiner Bedeutung sind. Wenn man 2 Millionen Menschen die Zufuhr von Proviant abschneiden will, ist es gleichgültig ob ein Wagen mit Proviant in die Stadt kommt oder nicht, und auch dies dürfte unsere aufmerksame Kavallerie sehr schwierig machen.
Die „Leipziger Nachrichten" schreiben unterm 19. September: „Folgender Zug echten Mannes muthes und unerschütterlicher Tapferkeit, der uns von glaubwürdiger Seite mitgetheilt wurde, verdient allgemein bekannt zu werden. Als in der Schlacht bei Rezonville bei dem Sturme auf das feste Dorf St. Privat der Fahnenträger eines Bataillons 107. Regiments gefallen war, ergriff ein Hauptmann die Fahne und fiel; ein zweiter trat an seine Stelle, aber auch seiner Hand entsank nach kurzem Vorwärtsgehen das Banner. Nun trug ein Feldweael den im furchtbarsten Kugelregen Stürmenden die Fahne voran, um bald, ebenfalls von einer Kugel getroffen, zusammenzubrechen. Da raffte ein Einjährig-Frer- williger, der Sohn des Oberlehrers Dr. Gelbe Hierselbst (in Leipzig) bie Fahne auf und eilte, sie hoch haltend, auf der entsetzlichen Bahn vorwärts, und ihm endlich gelang es, sie in dem gewonnenen Platze aufzupflanzen.
Ein von dem Militair-Wochenbl. mitgetheilter Brief eines verwundeten französischen Offiziers, den derselbe nach der Schlacht bei Vionville geschrieben, lautet in der Uebersetzung: Wir sind durch die Franzosen wie Hunde behandelt worden, und ohne die Preußen, welche für uns wie Brüder sorgen, wären wir Alle todt. Die Franzosen haben uns 7 Tage lang, ohne irgend eine Fürsorge, auf Mist liegen lassen — doch ich verzeihe ihnen. (Cöln. Ztg.)
Vor Pfalzburg, 15. Sept. Die Belagerung der Feste geht ruhig ihren Gang weiter, solche ist ganz eingeschlosien, an einen Sturm gegen das „hoch in Lüften" thronende Nest ist indessen vor der Hand nicht zu denken. Das aus nord- und süddeutschen Truppen zusammengesetzte Belagerungscorps hat unter den Ersteren vorzugsweise aus Nordhausen und Umgebung recrutirte Mannschaften, und wer den Geist dieser, des lustigsten Völkchens auf der Erde, kennt, kann sich denken, daß der Humor im Belagerungsrayon nicht ausgeht. Ihre einzige Sorge ist nur die, daß der „echte Nordhäuser Korn", dieses Lebenselixir gegen die kalte Witterung, nicht ausgehe. Das Leben in dem Cernirungsgebicte ist seit einigen Tagen etwas gemüthlicher geworden, seit der französische Commandant von Pfalzbnrg, ein ganz charmanter Kamerad, mit dem unsrigen übereingekommen ist, daß die beiderseitigen Vorposten nicht mehr aufeinander schießen, aber genau die vorschriftsmäßige Entfernung einhalten. Vorher war cs nur nöthig, einen Kopf sichtbar werden zu lassen, um ein gegenseitiges Zündnadel- und Chassepolfeuer in Scene zu setzen. Das Geschützfeuer nimmt ununterbrochen seinen Fortgang, indeß genirt das unsere Soldaten nicht mehr und erregt höchstens Aufmerksamkeit, wenn eine Kanonenkugel durch einen Apfelbaum fährt und die Aepfcl, ede man sie grade braucht, schüttelt. Da wird sogleich Lese gehalten, aber gleich ist der Offizier hinterdrein und ruft: „Einen Schnaps darauf, daß Ihr keenen Durchfall nich kriegt!" Unsere Nordhäuser Jungens sind um die Mühen eines Spasses nicht verlegen, wenn es gilt, den Franzmännern eine kleine Nase zu drehen. Ein paar derselben fanden eine große eiserne Ackerwalze. Schnell ward aus dem Vordergestell eines Bauernwagens eine Laffette construirt, die Walze darauf gesetzt und das „Geschütz" in die Brüstung geschoben. Auf der Festung ward es sogleich lebendig, die Feldstecher am Auge recognoscirten Commandant und Offiziere das „mächtige" Rohr. Ein Dutzend Schüsse fielen darauf, wovon indeß nicht einer traf. Aber kaum tritt einer unserer Leute, die brennende Lunte in der Hand, in die Stellung hinter die Ackerwalzkanone, als sämmtliche Herren Franzosen von dem Beobachtungsposten verschwanden. Auf die Kugel aus unserem „Riesengeschoß" haben sie aber bis zur Stunde noch zu warten.
(Cèln. Ztg.)
(Depeschen des Hanauer Kreisblattes.)
Ferrieres, 25. September. Außer unbedeutenden Patrouil- liengefechten vor Paris nichts Neues. von Podbielsky.
Ein Telegramm aus Versailles vom 25. September gibt die Aufstellung der dritten Armee vor Paris und fügt hinzu: der Feind unternimmt nichts ernstliches, es zeigten sich 3 Kanonenboote auf der Seine und überall sind Verschanzungen und Barrikaden bemerkbar. Karn atz.
Gedruckt und verlegt in der Buchdruckerei des vereinigten evangel. Waisenhauses.