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stimmt. Dieselben werden den im Felde stehenden Truppen durch Vermittelung der betreffenden Militärbehörden unentgeltlich verabfolgt.

Berlin, den 30. Juli 1870.

General-Postamt.

Stephan.

Bâruutmaâung wegen Beschränkung der Packetbesörde- an die im Felde stehenden Militairs und Milüairbeamten.

Um den zur Fahne einberufenen Trup­pen thunlichst die Gelegenheit zu geben, durch Zusendungen aus der Heimath ihre Ausrüstung für den Feldzug nach Wunsch vervollständigen zu lassen, hat die Postver­waltung während eines Zeitraums von 14 Tagen nach eingetretener Mobilmachung noch ununterbrochen, wenn auch in letzterer Zeit unter gewiffen, unabweislich nothwen­digen Beschränkungen, Privatpäckereien für die Truppen annehmen und befördern lassen.

Durch die unterm 24. Juli erlassene Bekanntmachung ist jedoch zugleich darauf hingewiesen worden, wie jene als Ausnah­me von den Bestimmungen der allgemeinen Feldpostdicnstordnung nachgegebene Ver­günstigung mit dem 1. August aufhören müsse, weil die mobilen Feld-Postanstalten auf die Beförderung von Privat-Päckereien nicht berechnet sind, und weil bei größeren Marschbewegungen der Truppen eine gere­

gelte Zuführung von Packereien an die letz­teren erfahrungsmäßig nicht zu ermöglichen und für die Armee selbst nur lästig sein würde; überdies aber auch die pünktliche Zuführung der Dienstsachen, der Geldbriefe und sonstigen Correspondenzen, auf welche cs hauptsächlich ankommt, durch die mas­senhaften Packtransporte beeinträchtigt wer­den würde. Mit Bezug hierauf wird noch­mals in Erinnerung gebracht, daß

vom 1. August ab eine Annahme von Privat-Päckereien an die im Felde stehenden Truppen bis auf Weiteres nicht mehr stattfinden kann,

den alleinigen Fall ausgenommen, wo der Absender bestimmt versichern kann, daß der Adressat zu einem Truppentheil mit fe­stem Standquartier gehört, wonächst der Standort von dem Absender auf der Sen­dung angegeben sein muß.

Sobald die Umstände es späterhin irgend gestatten sollten, wird die Postverwaltung gern darauf Bedacht nehmen, Privat-Packete an die Militairs und Militairbeamten zur Postbeförderung wieder zuzulassen, und sol­che der Armee extraordinair bis zu gewissen Punkten entgegenzuführen, wofern militai- rischer Seits Bedenken dagegen nicht erho­ben werden.

Berlin, den 30. Juli 1870.

General-Postamt.

Stephan.

Bekanntmachung.

Vom 7. d. M. an wird mit Rücksicht auf die dermaligen Zeitumstände

an Sonntagen

das Brief-Annahme- und Ausgabe-Schalter sowie das Zeitungs-Ausgabe-Schalter auch in den Stunden von 11 bis 12 Uhr Vor­mittags und von 4 bis 5 Uhr Nachmittags, überhaupt also von 7 bis 9 Uhr und von 11 bis 12 Uhr Vormittags und von 4 bis 8 Uhr Nachmittags für den Verkehr mit dem Publikum geöffnet, dagegen werden beide gedachte Schalter auch

an Wochentagen in den Stunden von 1 bis 2 Uhr Nach­mittags geschlossen sein.

Von demselben Zeitpunkte an werden an Sonntagen auch die bis 5 Uhr Nach­mittags vorliegenden Briefe und Zeitungen durch die Briefträger noch ausgetragen werden.

Hanau am 7. August 1870.

Post-Amt.

Lins.

Die Stelle eines ersten Expedienten mit einem jährlichen Gehalt von 420 fl. ist dahier vakant. Bewerber werden aufge­fordert, unter Vorlage ihrer Zepgnifse, ihre Gesuche portofrei hierher einzusenden.

Schlüchtern am 5. August 1870.

Königliches Landrathèamt.

Wolff.

Privat-Anzeigen.

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Näheres in d. Exped. (1162)

^Würnbergerstr. Nr. 33 ist eine möblirte

Stube sogleich zu vermiethen. (1163) (^Kranzösische Allee Nr. 2 ist ein möblirtes O Zimmer zu vermiethen. (1164) Oeimengasse Nr, 22 ist eine Mansarden-

Wohnung zu vermiethen. (1166) Oothringerstraße Nr. 12 ist eine Wohnung v zu vermiethen. (1167)

errnstraße Nr. 20 ist eine freundliche

Wohnung aus 3 größeren und 1 klei­neren Zimmer, Küche, Keller und Boden­kammer bestehend, zu vermiethen. (1169)

/D^lockengafse Nr. 23 ist der erste Stock bis w zum 1. September zu beziehen. (1170)

(^âterngasse Nr. 7 ist die obere Wohnung vom ersten September a« zu ver­miethen. (1171)

granzösische Allee Nr. 16 ist ein möblirtes

Zimmer zu vermiethen. (1175)

(^terngaffe Nr. 38 ist eine Wohnung so- fort zu vermiethen. ___(1184)

(^lchützengasie Nr. 30 ist eine kleine Woh- nung zu vermiethen. (1186)

3u einem hiesigen Bäcker wird ein ordentlicher Junge in die Lehre gesucht. (1168)

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Einem geehrten Publikum die ergebene Anzeige, daß ich an hiesigem Platze ein Mehl-, Kleien- und Landesprodukten-Geschäst eröff­net habe und bitte um zahlreichen Zuspruch. Auch nehme ich Bestellungen entgegen, um dieselben ins Haus zu liefern und werde stets reelle und gute Waare halten.

August Schneider.

Varstadt Nr. 14. (1158)

d/lle Diejenigen, welche Forderungen an meinen verstorbenen Vater, den Gold­arbeiter Georg Wilh. Bernh. Steinmachcr von hier machen haben, ersuche ich, solche binnen 8 Tagen bei mir anzumelden, indem spätere Anmeldungen keine Berücksichtigung mehr finden können.

1178) Wilhelm Steinmacher.

Gesucht wird

bis Anfangs Oktober eine aus 5 Zimmern re. bestehende Wohnung, wo möglich mit Lager­räumlichkeiten. Näheres in der Exped. (1176)

Jeden Bandwurm entfernt binnen 2 bis 4 Stunden vollständig, schmerz- und gefahrlos; ebenso sicher beseitigt auch Bleichsucht und Flechten und zwar brieflich Voigt; Arzt zu Groppen- stedt (Preußen). (1181)