309
stimmt. Dieselben werden den im Felde stehenden Truppen durch Vermittelung der betreffenden Militärbehörden unentgeltlich verabfolgt.
Berlin, den 30. Juli 1870.
General-Postamt.
Stephan.
Bâruutmaâung wegen Beschränkung der Packetbesörde- an die im Felde stehenden Militairs und Milüairbeamten.
Um den zur Fahne einberufenen Truppen thunlichst die Gelegenheit zu geben, durch Zusendungen aus der Heimath ihre Ausrüstung für den Feldzug nach Wunsch vervollständigen zu lassen, hat die Postverwaltung während eines Zeitraums von 14 Tagen nach eingetretener Mobilmachung noch ununterbrochen, wenn auch in letzterer Zeit unter gewiffen, unabweislich nothwendigen Beschränkungen, Privatpäckereien für die Truppen annehmen und befördern lassen.
Durch die unterm 24. Juli erlassene Bekanntmachung ist jedoch zugleich darauf hingewiesen worden, wie jene als Ausnahme von den Bestimmungen der allgemeinen Feldpostdicnstordnung nachgegebene Vergünstigung mit dem 1. August aufhören müsse, weil die mobilen Feld-Postanstalten auf die Beförderung von Privat-Päckereien nicht berechnet sind, und weil bei größeren Marschbewegungen der Truppen eine gere
gelte Zuführung von Packereien an die letzteren erfahrungsmäßig nicht zu ermöglichen und für die Armee selbst nur lästig sein würde; überdies aber auch die pünktliche Zuführung der Dienstsachen, der Geldbriefe und sonstigen Correspondenzen, auf welche cs hauptsächlich ankommt, durch die massenhaften Packtransporte beeinträchtigt werden würde. Mit Bezug hierauf wird nochmals in Erinnerung gebracht, daß
vom 1. August ab eine Annahme von Privat-Päckereien an die im Felde stehenden Truppen bis auf Weiteres nicht mehr stattfinden kann,
den alleinigen Fall ausgenommen, wo der Absender bestimmt versichern kann, daß der Adressat zu einem Truppentheil mit festem Standquartier gehört, wonächst der Standort von dem Absender auf der Sendung angegeben sein muß.
Sobald die Umstände es späterhin irgend gestatten sollten, wird die Postverwaltung gern darauf Bedacht nehmen, Privat-Packete an die Militairs und Militairbeamten zur Postbeförderung wieder zuzulassen, und solche der Armee extraordinair bis zu gewissen Punkten entgegenzuführen, wofern militai- rischer Seits Bedenken dagegen nicht erhoben werden.
Berlin, den 30. Juli 1870.
General-Postamt.
Stephan.
Bekanntmachung.
Vom 7. d. M. an wird mit Rücksicht auf die dermaligen Zeitumstände
an Sonntagen
das Brief-Annahme- und Ausgabe-Schalter sowie das Zeitungs-Ausgabe-Schalter auch in den Stunden von 11 bis 12 Uhr Vormittags und von 4 bis 5 Uhr Nachmittags, überhaupt also von 7 bis 9 Uhr und von 11 bis 12 Uhr Vormittags und von 4 bis 8 Uhr Nachmittags für den Verkehr mit dem Publikum geöffnet, dagegen werden beide gedachte Schalter auch
an Wochentagen in den Stunden von 1 bis 2 Uhr Nachmittags geschlossen sein.
Von demselben Zeitpunkte an werden an Sonntagen auch die bis 5 Uhr Nachmittags vorliegenden Briefe und Zeitungen durch die Briefträger noch ausgetragen werden.
Hanau am 7. August 1870.
Post-Amt.
Lins.
Die Stelle eines ersten Expedienten mit einem jährlichen Gehalt von 420 fl. ist dahier vakant. Bewerber werden aufgefordert, unter Vorlage ihrer Zepgnifse, ihre Gesuche portofrei hierher einzusenden.
Schlüchtern am 5. August 1870.
Königliches Landrathèamt.
Wolff.
Privat-Anzeigen.
Möbel-Magazin von Jo/;. Conrad .Seiner,
(977) Kirchgasse Nr. 24.
M^evolver, 6schüsstg, und Doppel- Pistolen, sämmtlich Hinterlader, empfiehlt unter Garantie zu mäßigen Preisen (1177) J. A. Coster, Büchsenmacher, «jllei Unterzeichnetem wird jedes beliebige Quantum Heu, Stroh u. Spelze- spreu abgegeben.
(1179)____________M. Sichel.
Schäleichne Holzkohlen, für Goldwaarenfabrikanten und zum Bügeln geeignet, liefere ich den einzelnen Ctr. zu ft. 2 12 kr. frei vor da« Haus. Bei Abnahme größerer Quantums nach dem Marktpreis. Hs wird bis zu y* Ctr. geliefert, ' kleinere Quantums beliebe man abholen zu lassen.
(1180) J. Bausclier, Vorstadt 1.
âämerstraße Nr. 6 sind zwei freundlich o V möblirte Zimmer u. eine Mansardenstube, wobei auch die Kost, sogleich zu verm. (1115) /Kiy Zimmer mit Möbeln ist sogleich zu w vermiethen,
(1149) Fr. Weid ert, Ballplatz Nr. 3. ^)ebengafse Nr. 12, Neustadt, eine Woh- nung, vis-ä-vis der Akademie. (1156)
Oothringerstraße 17 sind mehrere Wohnungen für Arbeiter sogleich zu verm. (1157)
/Kin Stübchen, Kammer und Küche, sogleich zu vermiethen. (1160)
®ârtnerstraße Nr. 9 ist eine Wohnung von
3 Zimmern nebst Zubehör vom 1. Scptb. an zu vcrm., bei Karl Haas. (1161) 3u vermiethen eine freundliche Wohnung.
Näheres in d. Exped. (1162)
^Würnbergerstr. Nr. 33 ist eine möblirte
Stube sogleich zu vermiethen. (1163) (^Kranzösische Allee Nr. 2 ist ein möblirtes O Zimmer zu vermiethen. (1164) Oeimengasse Nr, 22 ist eine Mansarden-
Wohnung zu vermiethen. (1166) Oothringerstraße Nr. 12 ist eine Wohnung ■v zu vermiethen. (1167)
errnstraße Nr. 20 ist eine freundliche
Wohnung aus 3 größeren und 1 kleineren Zimmer, Küche, Keller und Bodenkammer bestehend, zu vermiethen. (1169)
/D^lockengafse Nr. 23 ist der erste Stock bis w zum 1. September zu beziehen. (1170)
(^âterngasse Nr. 7 ist die obere Wohnung vom ersten September a« zu vermiethen. (1171)
granzösische Allee Nr. 16 ist ein möblirtes
Zimmer zu vermiethen. (1175)
(^terngaffe Nr. 38 ist eine Wohnung so- fort zu vermiethen. ___(1184)
(^lchützengasie Nr. 30 ist eine kleine Woh- nung zu vermiethen. (1186)
3u einem hiesigen Bäcker wird ein ordentlicher Junge in die Lehre gesucht. (1168)
Geschäfts-Empfehlung
Einem geehrten Publikum die ergebene Anzeige, daß ich an hiesigem Platze ein Mehl-, Kleien- und Landesprodukten-Geschäst eröffnet habe und bitte um zahlreichen Zuspruch. Auch nehme ich Bestellungen entgegen, um dieselben ins Haus zu liefern und werde stets reelle und gute Waare halten.
August Schneider.
Varstadt Nr. 14. (1158)
d/lle Diejenigen, welche Forderungen an meinen verstorbenen Vater, den Goldarbeiter Georg Wilh. Bernh. Steinmachcr von hier zü machen haben, ersuche ich, solche binnen 8 Tagen bei mir anzumelden, indem spätere Anmeldungen keine Berücksichtigung mehr finden können.
1178) Wilhelm Steinmacher.
Gesucht wird
bis Anfangs Oktober eine aus 5 Zimmern re. bestehende Wohnung, wo möglich mit Lagerräumlichkeiten. Näheres in der Exped. (1176)
Jeden Bandwurm entfernt binnen 2 bis 4 Stunden vollständig, schmerz- und gefahrlos; ebenso sicher beseitigt auch Bleichsucht und Flechten und zwar brieflich Voigt; Arzt zu Groppen- stedt (Preußen). (1181)