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Abonnementspreis

Jährlicher (incl. Stempel! 1 Thlr. 12 Sgr. 10 Hlr.

Halbjährl. - 21 , s

Bierteljiihrl. 10 9

Das einzelne Blatt , 1

Jnsertionsprets:

Für die Ispaltigc Garmondzeile oder deren Raum das erste Mal 3A, die folgenden Male V« Sgr.

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3spaltige 2Vr, , 1

Hanauer Kreisblatt.

Erscheint Mittwochs und Samstags.

Inserate für dieses Blatt werden außer bei der Expedition dieses Blattes auch bei der Jäger'schen Buch-, Papier- u. Landkarten-Handlung Frankfurt a. M. entgegengenommen,

M SV.

Samstag, den 2. April.

1870.

Abonnements-Einladung.

|^= Zu dem mit dem 1. April er. beginnenden neuen Abonnement auf das hiesige Kreisblatt, welches wöchentlich zweimal Mittwochs und Samstags, erscheint, erlauben wir uns freundlichst einzuladen.

Der Abonnementspreis beträgt hierorts pro Quartal nur 1O Sgr. 9 Pfge., für auswärtige Abonnenten mit dem betref­fenden Postausschlag 18 Sgr. Bestellungen für hier werden bei der Expedition dieses Blattes, für auswärts von allen Postan­

stalten de« In- und Auslandes entgegengenommen.

Die Expedition.

Amtlicher Theil.

Die gegen die diesjährige Klassensteuerveranlagung eingegangenen Reklamationen des diesseitigen Kreises werden in diesen Tagen den Stadt- resp. Gemeindevorständen Behufs deren Prüfung und Begutachtung in Gemeinschaft mit den in den einzelnen Ortschaf­ten bestehenden bei der letzten Veranlagung thätig gewesenen Klassensteuereinschätzungs-Commissionen per Couvert zugehen und zwar: Bockenheim 43, Eschersheim 8, Roßdorf 1, Neuwiedermuß 2, Wachenbuchen 1, Gronau 1, Ravolzhausen 2, Preungesheim 1, Ber­kersheim 1, Erbstadt 1, Marköbel 2, Eckenheim 1. Fechenheim 5, Kilianstädten 2, Kesselstadt 1, Niederrodenbach 1, Eichen 2, Dör­nigheim 1, Langendiebach 6, Windecken 11, Hüttengesäß 2, Bergen 4 und Großkrotzenburg 8 Reklamationen. Die Herren Stadt- resp. Gemeindevorsteher ersuche ich, sobald die Reklamationen eingehen, die Feststellungen der thatsächlichen Verhältnisse der Cen- fiten, welche der Commission bei Begutachtung und bei Beurtheilung der Steuersätze zum Anhalte dienen, zu bewirken, und die hier­über' etwa gepflogenen Verhandlungen dem Gutachten beizufügen. Nachdem in dieser Weise die Reklamationen zur Begutachtung vorbereitet sind, ist die Klassenfteuereinschätzungs-Commission zusammen zu berufen und das Geschäft nach Maßgabe der nachstehen­den Anleitung und unter Beachtung der zur Veranlagung der Klassensteuer gegebenen in den Amtsblättern publicirten gesetzlichen Bestimmungen zu bewirken.

Die Nummern der Veranlagungsrolle pro 1870, unter welchen die Reklamanten aufgeführt stehen, sind auf die Vorderseite des Gesuchs mit deutlichen Zahlen niederzuschreiben, gleichzeitig ist auch neben denselben anzugeben, wie stark die Familie des Bittstellers ist, also wie viel Personen sich über, und wie viel sich unter 16 Jahre im Haushalte befinden. Etwa in dieser Weise:

Nr. ...der R o l l e; . . . . P er s o n e n über und.... Personen unter 16 Jahre.

In dem Gutachten ist anzugeben, wie viel Land Reklamant besitzt, in welchem Culturzustanoe sich dasselbe befindet, wie stark der Viehstand ist, ob der Besitzer nachgewiesene over verzinsliche Schulden oder ausstehende Forderungen resp. Kapital­vermögen hat, wie viel Abgaben als Grund- und Gebäudesteuer rc. gezahlt werden, sowie, falls Reklamant Gewerbetreibender ist, oder sich als Handwerker ernährt, in welchem Umfange das Gewerbe resp. Handwerk betrieben wird, und welchen muthmaßlichen Ertrag dasselbe liefert. In dem Gutachten sind aller Umstände, die auf die Vermögens- und Einkommensverhältnisse des Petenten und die darauf begründete Besteuerung Bezug haben, zu erwähnen, namentlich ist anzugeben, ob in den in der Rolle angegebenen der Veranlagung zu G'unde gelegenen Besteuerungsmerkmalen Veränderungen und eventl. welche eingetreten sind.

Das Gutachten ist auf der Reklamation niederzuschreiben und von sämmlichen zur Commission gehörigen Mitgliedern zu vollziehen.

Ich ersuche, dieses Geschäft nach Möglichkeit zu fördern und mir die begutachteten Reklamationen begleitet von den etwa gepflo­genen Verhandlungen so schleunig als möglich wieder einzureichen.

Hanau am 31. März 1870.

Der Landrath Schrötter.

Die Stelle eines Wasenmeisters für den Stadtbezirk Hanau ist erledigt, und werden deshalb geeignete Bewerber aufgefordert, sich dahier zu melden.

Hanau am 31. März 1870.

Der Schmied Georg Finzel zu Seckbach ist als Fleischbeschauer für die Gemeinde Seckbach heute verpflichtet worden. Hanau am 1. April 1870.

Der Landrath : Schrötter.