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SS

Sobald Militairpflichtige an Epilepsie, Taubheit oder Stottern zu leiden behaupten, müssen bevor solchen Angaben Seitens des Ersatz-Behörden Folge gegeben werden darf, mindestens drei glaubhafte Zeugen an Eides statt, vor einem M tgliede der KreiS- Ersatz-Commission oder einer anderen Behörde, protokollarisch erklären, daß und in welcher Weise sie selbst dergleichen Zufälle an dem betreffenden Militairpflichtigen wahrgenommen haben.

Die Herren Bürgermeister der Städte und der Landgemeinden des Kreises ersuche ich in vorkommenden Fällen hiernach zu verfahren. Auf einseitige Angaben der Militairpflichtigen bei Gelegenheit des Kreis-Ersatz-Geschäfts darf keine Rücksicht genommen werden.

Hanau am 10. Februar 1870.

Der Eivil-Dersitzende der Kreis-Ersatz-Commissisn: Landrath Schrötter. >

Die Herren Bürgermeister und Landwirthe des Kreises setze ich hierdurch in Kenntniß, daß für das Jahr 1870 wieder eine Beschälstation am Wilhelmsbad errichtet worden ist.

Die für diese Station bestimmte Hengste Mog ue und Favorit werden am 26. d. Mts. von Cassel am Wilhelmsbad eintreffen.

Hanau am 11. Februar 1870.

(Gefundene Gegenstände.) Ein Ucberzieher. Ein Plüschtasche. Ein Paar Kinderhandschuhe. Ein ABC-Buch. Zwei Pelz-BoaS. Ein Taschentuch. Eine Lorgnette.

(Verlorene Gegenstände.) Eine goldene Broche. 6 fl. 45 kr., in einem Papier eingewickelt.

Die Eigenthümer der Ersteren können sich zur Empfangnahme der Gegenstände dahier melden. Die Finder der Letzteren wer« en aufgefordert solche anher abzuliefern.

Hanau am 11. Februar 1870.

Der Landrath: Schrötter. .

Ocffentliche Bekanntmachungen.

Bebra-

Für die Bebra-Hanauer Eiseubahn sollen zwei Handwagen zum Transport von Gütern im Submissionöwege beschafft werden. Offerten sind in dem hierzu anberaum- ten Termine

Freitag den 18. d. Mts., Vormittags II Uhr, portofrei unb verschlossen mit der Aufschrift : .Submission auf Handwagen" bei unter­zeichneter Stelle einzureichen, bei welcher auch die Bedingungen einzusehen sind. Ein Probewagen befindet sich bei der Güterexeeditio» zu Fulda zur Ansicht.

Fulda am 9. Februar 1870. (198)

Königliche Betriebs Inspektion

Hol^verstkigerung.

Mittwoch den 16. Febrnar, von Morgens 1J Uhr ab.

Werden im Ruppert'schen Gasthofe zu

Wirtheim etwa

300 Stück Buchen- und 50 Stück Birken Stammholz, sowie über 1000 Klafter Eichen- und Buchen - Brenn­holz versteigert werden.

Cassel am 7. Februar 1870.

Der Oberförster Brick. (188)

Holzverkattf.

Mittw o ch den 23. d. Mts. kommen im Ulmbacher Reoicrtheile, Di­strikt Diclenrain, folgende Holzquantitäten zur öffentlichen Versteigerung:

a. 292 Abschnitte Nadelholz von 12 bi« 36 Fuß Länge und 712 Zoll mitt­leren Durchmesser, 2483 Kubikfuß, b. 1s Schock doppelte Oachlatten, c. 70 Stück Gerüst reitet, d. 6 Leiterbäume,

e. 3 Klafter Kiefern-Scheitholz,

f. 16 Astprügel,

8. 20s Schock Astreis,

h. 8s Klafter Erdstöcke.

Die Zusammenkunft ist Morgens 10 Uhr im Wirlhshause zu Uerzell.

Steinau am 6. Februar 1870.

Der Oberförster

Vult^e. (181)

Hanau. Nachdem sich ergeben hat, daß das Vermögen des Schneidermeisters Georg Büchh zu Hanau überschuldet ist, wird zur summarischen Anmeldung der Forderungen, zum Güteversuch, eventuell zur Wahl eines definitiven Curators, Ter­min aus

den 7. März b. I.,

Vormittag- 9 Uhr, (Contumazirzeit) bestimmt, zu welchem alle Gläubiger de» Büchy mit bèm Bemerken vorgeladen w rden, daß die nicht erschei- nenden Chirographargläubiger al» de«

Mehrheitsbeschlüssen der erschienenen bei­tretend werden angesehen werden.

Hanau 4. Februar 1870.

Königliches Amtsgericht, Abthl. III. Malkmus.

(183) Tt. Bauer.

Meerholz. ErkeUNtNtß

in Sachen

die Nachlaffenschaft des per» storbenen Lehrers Johannes Eichenauer zu Meerholz betreffend.

Nachdem in dem Schulden-Liquidatiou«- termine den 13. v M. eine Ueberschuldung des Nachlasses sich ergeben und bei dem nach Maßgabe der EoiktaUaduug vom 13. Dezember v. I. alsbald vorgenommenen Güteversuch die Mehrheit der aufgetretenen Chhrographar-Gläubiger mit der Wittwe des Johannes Eichenauer, Katharine Elisabeth, geb. Gunkel, dahier, sich dahin geeinigt hat, daß dieselbe die llachlaßmasse übernimmt, die Forderungen der Hypothek- gläubiger der Kinder erster Ehe des rc. Eichenauer und der sonstigen Privilegirten Gläubiger ganz, die der Chyrographar- Gläubiger aber nur unter 20 Prozent Nachlaß binnen 6 Monaten bezahlt, die Wittwe auch in der Persou ihres Vaters, des Ackermanns Johannes Gunkel, zu Sterbfritz, bezüglich der übernommenen Verpflichtungen den von den Gläubigern verlangten Bürgen noch gestellt hat; wirb diese Uebereinkunft nunmehr gerichlsseitig bestätigt und auch für alle übrigen Chyro- graphar-Gläubiger verbindlich erklärt.

Meerholz am 5. Februar 1870.

Königliches Amtsgericht. Freseniu«.

(195) vt. Nolde.