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336. Hanau. Jm Mai d. I- sind auf dem israelitischen Friedhofe dahier mehre Grabsteine gewaltsam umgestürzt und verschiedene Gradbretter ausgerissen worden. Dem Anzeiger des Thäters ist eine Belohnung von 10 fl. zugesichert-
Hanau am 7. Juli 18öL
Die untergerichtliche Staatsbehörde. HengSberger, k. A.
FahndunDschreiben und Steckbriefe.
337. H a n a u. Der Musketier Philipp Kopp von Marburg, welcher nach Bockenheim beurlaubt war, hat sich von dort am 15. v. M. heimlich entsergt und ist dessen dermaliger Aufenthaltsort unbekannt.
An alle Behörden des In- und AuslandeS wird deshalb das Ersuchen gerichtet, auf den Kopp ^ dessen Signalement beigefugt ist, zu fahnden und ihn im Betretungöfalle anher abzuliefern.
Hanau am 5. Juli 1851.
Kurfürst!. Hess. Gericht des 3. Infanterieregiments.
v- S ch in i d, Oberstlieutenant, mit dem Negimentskom- mando beauftragt.
Signalement:
Alter 23 Jahre, Größe 5' 4", Haare dunkelblond, Stirn niedrig, Augenbraunen dunkelblond, Augen grau, Nase und Mund gewöhnlich, Ge- ■ sieht rund, Gesichtsfarbe gesund. Besondere Kennzeichen: an der linken Seite des Halses eine Narbe; Religion lutherisch ; Profession Drechsler. 338. Hanau. Der dahier wegen Betrugs in Un« suchung befindliche Schauspielunternebmer Johann Karl Worret in Bockenheim hat sich der gegen ihn erkannten Untersuchungshaft durch die Flucht entzogen. Es werden daher alle Gerichts- und Polizeibehörden ersucht, denselben im Betretungöfalle'zu verhaften und anher abliesern zu lassen-
Hanau am 3- Juli 185 f.
Der Jnstruktionsrichter- Schmidt. Wird veröffentlicht.
Hanau am 5. Juli 1851.
Der StaatSprokurator. Schule r.
339. Fulda. Wsiane (Melania) Schmitt von Schmalnau, Kögniglich Bayerischen Landgerichts Weyhers, ist durch Erkenntniß der Kriminalkammer des hiesigen Obergerichts vom 25. b. M-, wegen dreier kleiner Diebstahle im 3. Betretungöfalle , zu elfmonatlicher Zuchthausstrafe mit dem Anhänge verurtheilt worden, daß dieselbe nach Verbüßter Strafe über die Grenze zu bringen und derselben die Rückkehr in die Kurhessischen Lande bei Zuchthausstrafe zu untersagen sei, was hierdurch veröstentlicht wird.
Fulda am 29. Juni 1851.
Der Staatsprokurator. Mvrchutt-
340. Roteuburg. Alle betreffende Behörden werden hierdurch ersucht, den hierunter stznalisir- ten, in verflossener Nacht aus dem Gefangenhause H dahier entwichenen Essenstrafling Balthasar Lande seid aus Weißenhasel im Betretuugöfalle verhaften und anher abliefern zu lassen.
Rotenburg am 3. Juli 1851.
Der Staatsprokurator.
M e r ß.
vt. Goeßmann.
Signalement:
Alter 26 Jahre, Größe 5' 3", Haare blond, Stirn platt, Augen grau, Augenbraunen blond, 9idfe und Mund Mittel, Zahne gut, Kinn rund, Bart blond, Gesicht länglich, Farbe gesund, Statur schmal. Besondere Kennzeichen: derselbe trug bei seiner Entweichung ein weißes leinenes Hemd, weiße leinene Hosen und ein.Paar alte wollene Strümpfe.
341. Gelnha u se u. Alle Polizeibehörden werden ersucht, auf 1) den Johannes M e u b, Müller auf der Erienmühle, 2) Wilhelm N ü hl 's Ehefrau, Katharine, geb. Stephan von hier, fahnden, und dieselben im Lecretungsfalle anher abliefern zu lassen. Gelnhausen am 5. Juli 1851.
Der öffentliche Ankläger. Bode, k. A-
342. Frankfurt. Am 29. d. M. (wahrscheinlich NachiNlttagS zwischen 5 bis 6 Uhr) sind die unten verzeichneten Gegenstände dem Handelsmann Ferdinand Gr oß m an n in der Nochenhosstraße 7 dahier mittelst Nachschlüssel allem Vermuthen nach durch die hierunter näher bezeichneten zwei Burschen entwendet worden. Man ersucht, gefal-- lige Nachforschungen deshalb eintreten zu lassen- Frankfurt a. M. am 30. Juni 185J.
Pol izeia mt.
1) eine goldne, mit Perlen besetzte Taschenuhr mit weißem Zifferblatt, römischen Ziffern und goldnen Zeigern. Die Rückseite war früher emaillirt und gleichfalls mit Perlen besetzt, von welchen letzteren noch die Vertiefungen zurückgeblieben 'sind. Die Uhr war von mittlerer Größe; auf ihrem Zifferblatt stand geschrieben: „Greyson a Paris“; sie war in ein Papier eingesiegelt, welches die Aufschrif «0. Schmidt, Thierarzt" führte; 2) ein Päckchen mit 8 neuen Oesterreichischen Dukaten von einem und demselben Gepyage und mit der Aufschrift »an Herrn Dr. Textur« ; 3) 9 silberne Eßlöffel, F. 6. "gez.; 4) ein silberner Eßlöffel, K. G. gez.; 5) neun silberne Theelöffel, wovon 6 F. G. gez., die übrigen wahrscheinlich ohne Zeichen sind; 6) eine silberne Zuckerzange, mit dem Stempel „Schutt & Söhne“ ; 7) ein englische» Necessaire für ein Frauenzimmer, in Form einer kleinen Bibel, mit der Aufschrift: „ForGady“; 8) eine schwarze sei. dene Weste mit königsblauen Blumen.