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brand, Ehefrau, geb. Dietrich, alt 58 I. 9 M. 18 T-

In der evangel. Gemeinde der Johanneskirche.

"Den 4. Juni. Karl Wilhelm Röder, Kurfürstlich Hessischer Botenmeister dahier, alt 77 J. 7 M. 5 T.

Den 6. Juni. Frau Katharine, des Beisitzers und Tabacksarbeiters Johann Nepomuk Hauk, Ehe­frau, geb. Stückerath, alt 30 I- 2 M. 4 T.

In der katholischen Gemeinde.

Den 3. Juni. Frau Charlotte, des Beisitzers und Teppichwebers Georg Sudhof, Ehefrau, geb.Assian, alt 44 I. 10 M. 3 T.

Gestorbene.

In der evangel. Gemeinde der Marienkirche.

Den 3b Mai. Peter, unehel. S-, alt 1 M. 20 T- Den 4. Juni. Jungfrau Maria Sophie Theresia, des verlebten Hauptsteueramtökontroleur» Johann Konrad Friedrich Kohlepp, T-, alt 17 I. 11 M- 1 T.

Den 5, Juni- Anton Ihm, Bürger und Tabacks­arbeiter, alt 47 I. 7 M. 26 T.

Den 5. Juni. Albert Blum, Weißbinder, von Elm, alt 34 I-

Den 5. Juni. Katharine Elisabeth, unehel. T., alt 4 M. 14 T-

Den 6. Juni. Frau Martha Elisabeth, des Bür­gers und Handelsmanns Johann Konrad Hilde-

Gemeinnützige Nachrichten.

In Gemäßheit der im §. 14 des die Weiterung der Hunde und die Verminderung der 'Gefahren der Hundswuth betreffenden Gesetzes vom 31. Oktober 1833 enthaltenen Vorschrift wird folgende

Belehrung über die Wasserscheu bei Menschen und Thieren bekanyt gemacht.

Fortsetzung aus Nr. 23 dieses Blattes.)

Kennzeichen der Wuth oder Tollheit der Hunde.

Gewöhnlich durchläuft diese Krankheit drei hervorste­chende Abstufungen ihrer Stärke. Nach diesen drei Gra­den sind die Kennzeichen, Merkmale und Zufälle des Uebels verschieden.

Erster Grad der Wuth. Er begreift die Vor­boten oder die Zufälle, welche der wirklichen Wuth vorangehen.

Höchst vorsichtig und aufmerksam muß man schon sein, wenn man wahrnimmt, daß ein Hund fein Na­turell , sein gewöhnliches Benehmen auf einmal ver­ändert. Meist zeigt er, bevor das Uebel ausbricht, etwas Eigenes im Auge, nämlich einen mehr erweiterten Au­genstern , und einen schüchternen abschreckenden Blick. Er wird der eintreienden Wuth verdächtig, im Falle er noch nachstehende Erscheinungen — selbst wenn sie auch gerade nicht alle da wären — beobachten läßt.

Er trauert. Seine gewohnte Freundlichkeit, Lebhaf­tigkeit und Gefälligkeit nehmen ab oder verlieren sich. Er sucht die Einsamkeit, versäumt das Fressen , oder beriecht nur das ihm Vorgesetzte, und läßt es stehen.

Hat er lange nicht gesoffen, so folgt er zwar dem Rufe seines Herrn, der ihn dazu ermuntert, aber mit Widerwillen und Abscheu. Erkennt letzteren, und ge­horcht ihm noch, wedelt gegen ihn mit dem Schwanz, läßt sich von ihm berühren und streicheln, auch zur Jagd und zu andern Beschäftigungen gebrauchen, aber er thut dies nur gezwungen, ist bei Allem verdrossen, trä­ge und mürrisch. Wird er gereizt, so beißt er um sich. Er wird still und lichtscheu, verkriecht sich an dunkle

Orte, ohne dort zu schlafen. Will ihn jemand her- vorlocken, so knurrt er, ohne zu bellen. Er schnappt in die Luft, als wolle er Fliegen fangen. Seine Au­gen werden trüb, feucht und triefend, Ohren und Schweif läßt er hängen. Bisweilen zittert und tau­melt er. Auf alles ihm Aufstoßende oder Angebotene wirft er sich hin. Unbekannte fällt er an.

Diesen ersten Zeitraum, der bald nur 12 bis 24 Stunden, bald länger dauert, nennt man gemeinnig- lich die stille Wuth. Der Biß und schon das Lecken mit derZunge an manchen Hautstellen von einem Hun- dc in diesem Zeitraume bereits ist gefährlich, und sehr zu meiden, denn es kann eine tödtliche Wasserscheu dadurch entstehen.

Ob nun gleich andere Hundekrankheiten ähnliche Zu­fälle erregen, die vorstehenden also noch keine Gewißheit geben, daß die Wuth ausbrechen werde, so wird doch ein Hund, bei welchem sich diese zeigen, der heranna­henden Tollheit höchst verdächtig, wenn gerade die Witterung sehr heiß oder strenge Kälte herrschend ist, wenn der Hund schlechte verdorbene Nahrung erhalten, oder es ihm an Wasser gefehlt hat, oder wenn er von einem tollen oder erboßten Hunde wahrschcinlichcrwcise verletzt worden.

- Zweiter Grad. Die erwähnten Zufälle steigen schnell. Der Hund wird trauriger, zornig, bissig, knirscht mit den Zähnen; seine Augen sind trüber, das Weiße im Auge geröthet, er hört auf kein Rufen, auch nicht auf seinen Herrn, den er nicht mehr kennt; er flieht Jedermann, keuchend schnappt er nach Luft. Sein Aeußeres beweist seinen heftigen Durst, lechzend streckt

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