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109. W iesb a d e n. Der unten so genau als mög­lich signalisirte HandlungSgehülfe Joseph Anhalt von hier hat sich am 2. d. M. heimlich entfernt und ist der Entwendung von zwei Stück K- K. Oesterreichischen 5 $ Metalliques ä 1000 fl., Nr. 193655 und Nr. 193656, und drei Dividende- Koupons von drei Wiener Bankaktien, zahlbar im Februar d. I., dringend verdächtig.

Die eine bezeichnete Schuldverschreibung, Nr. 195656, ist bereits wieder beigebracht worden, die übrigen Werthpapiere fehlen jedoch noch.

Alle Justiz- und Polizeibehörden werden dienst- ergebenst ersucht, nach dem Joseph Anhalt von hier fahnden, ihn im Betretungsfalle arretiren und wohlverwahrt anher vorführen zu lassen, auch wenn sich von den oben als gestohlen bezeichneten Werthpapieren erwas versinken sollte, solches in Beschlag zu nehmen und gefällige Nachricht davon zu geben.

Wiesbaden am 19. Februar 1851.

Herzoglich NassauischeS Justizamt.

Signalement

des Joseph Anhalt von Wiesbaden:

Alter circa 22 Jahre, Größe 5| Fuß, Statur schlank, Haare blond, Augen bläulich, Nase und Mund gewöhnlich, Bart blond; derselbe trug, als er sich von hier entfernte, einen dunkeln Tuch­oberrock, braune Tuchhosen, einen neuen Selden- hut und einen blauen getragenen Paletot.

Die Veröffentlichung wird verfügt. Hanau am 24. Februar 1851.

Der Staatsprokurator. Schüler.

Abhanden gekommene Reiselegitimatlonen.

110- Hanau. In einem hiesigen Wirthschafts­lokale sind die Legitimationspapiere des Heinrich Merz von Dirlaune:

1) ein Heimathschein, ausgestellt im Monat März 1843;

2) ein Dienstbuch, ausgestellt von der vorhinnigcn hiesigen Kurfürstlichen Polizeidirektion vom 7. März 1848, sub Nr. 126, abhanden gekommen, was hierdurch zur Ver­hütung eines etwaigen MißbraucheS bekannt ge­macht wird.

Hanau am 25. Februar 1851.

Städtische Polizeiverwaltung. Der Polizeikommissär ic.

K unz, k. A.

Erledigungen.

111. Marburg. Der unter dem 24. Januar d.J. gegen die Handarbeitenn Lisette Zecher von

Kirchhain erlassene Steckbrief wird hiermit zurück­gezogen.

Marburg am 20. Februar 1851.

Der Jnstruktionsrichter. Wilhelmi, k. A.

Gesehen w. o.

Der Staatsprokurator. Weber.

112. Weisungen. Die unterm 12. Dezember 1848 wider den ungehorsamen Militairpflichtigen Abraham Grünklee von hier erlassene Edik- talladung wird als erledigt hiermit zurückgezogen- Melsungen am 15. Februar 1851.

Kurfürstliches Verwaltungsamt. Heller.

Gefundene Gegenstände.

1. Ein Pudelhund (zugelaufen).

2. Ein Halstuch..

3. Ein Paar Handschuhe.

4. Ein Taschentuch.

5. Ein kleiner Hund (zugelaufen).

6. Zwei Hemden.

7. Eine Brille.

8. Ein Strumpf.

9. Eine Tasche mit Taschentuch.

10. Ein Regenschirm.

11. Ein Strickzeug.

12. Ein Buch.

13. Ein Jagdhund (zugelaufen).

Die rechtmäßigen Eigenthümer werden aufgefor­dert, sich baldigst dahier zu melden.

Hanau am 26. Februar 1851.

Städtische Polizeiverwaltung.

14. Hanau- Am 12. d. M. ist auf dem Wege von Niederdorfelden nach Wachenbuchen ein etwa 4 Ohm haltendes Fäßchen, dem Anscheine nach gefüllt mit Kupferwasser, gefunden worden.

-Der sich legitimirende Eigenthümer kann solches bei dem Ortövorstande von Oberdorfelden in Empsaitg nehmen.

Hanau am 22. Februar 1851.

Kurfürstliches Verwaltungsamt. Rauh.

Verlorne Gegenstände.

Ein schwarzer Tüllschleier. (Dem Finder eine Be­lohnung.)

Der redliche Finder wird um dessen Ablieferung anher ersucht.

Hanau am 26. Februar 1851.

Städtische Polizeiverwaltung-