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Polizeiliche Nachrichten.

Nr. T. Hanau am 10. Januar 185V

Vergehen und Verbrechen.

18. Hanau. In der Nacht vom 11 auf den 12. d. M. sind der Wirthin, Wittwe Susanne Schling- loff, geb. Pannot, zum schwarzen Baren dahier: 1) ein kattunener Bettüberzug, hellblau und schwarz gestreift, D. 8. gez., 2) 2 Kopfzügen, die eine weiß, die andere schwarz, jede D. 8. gez-, 3) 2 leinene Betttücher, jedes D. 8. gez., aus einem unverschlossenen Zimmer entwendet worden.

Hanau am 3L Dezember 1849.

Der Staatsprokurator.

Schüler.

19. Hanau. In der Nacht vom 20. auf den 21. d. M- ist der Wittwe des Konrad Loos zu Wal- denSbcrg ein weißes vierjähriges Mutterschaaf, ohne besondere Abzeichen, aus dem verschlossenen Schaaf« stalle mittelst Erbrechung der Thüre entwendet worden.

Hanau am 31. Dezember 1849-

Der Jnstruktionsrichter.

Zinck.

20. Hanau. In der Zeit vom Monat September bis zum 1. November v- I. sind von dem ver­schlossenen Boden eines hiesigen Gasthauses circa 40 Malter Hafer mittelst Erbrechung einer mit Riegeln verschlossenen und zugenagelten Schalter, welche sich nach dem fraglichen Boden hin geöff­net, entwendet worden.

Hanau am 4. Januar 1850-

Der Jnstruktionsrichter.

Zinck.

21. Hanau. Am 4. d. M., Abends zwischen {8 und |9 Uhr, ist dem Schweizer Johannes Eich- holz von Weichersbach, bei Pachter Schmidt auf dem Neuhof, aus feiner unverschlossenen Schlaf­kammer eine große tombackcne Taschenuhr, mit porzellanenem Zifferblatt, woran daö Schlüsselloch zersplittert, arabischen Ziffern und messingenen Zeigern, entwendet worden.

Etwaige Spuren des Thäters sind alsbald an- zuzeigen.

Hanau am 5. Januar 1850.

Der untergerichtliche Ankläger. Hengsberger, k. A.

22- H a n a u. Entwendet wurden:

aus der auf dem PWU ®°*n^S" befindlichen verschlos- no e Bauhutte, in der Nacht vom 27. aus den v- M. ein Brecheisen von circa 32 g Gewicht.

2) der Anna Elisabeth Stenger auö Unterwie- derSheim, dermal in Bvckenheim dienend, aus einer unverschlossenen Kammer am 31. v. M. fol- gende Gegenstände:

a) ein schwarzer wollener (gerippter) Mantel, mit schwarzen Frangen und rothlichem leinenen Futter; b) ein braunes Thibetkleid; c) eine schwarze AtlaSschürze; d) eine neue Jacke von gedrucktem Zeug, hellblau mit weißen Punkten; e) eine alte Jacke von gleichem Zeug; f) ein Paar ausgeschnittene kalblederne Schuhe, fast,noch neu gefleckt und gefohlt; g) eine grüngestreifte baumwollene Schürze.

Verdacht dieser Entwendung fällt auf die Agathe Becker von.Marbach.

3) dem Nachtwächter Philipp Bichel von Bocken- Heim in der Nacht vom 2. auf den 3. d. M- aus einer verschossenen Stube im dortigen Hirtenhause 6 Gulden, bestehend in:

34 Guldenstücken, 5 Dreibätznern, und der Rest in 6- und 3- Kreuzerstücken.

4) dem Bauer Konrad Böhm von Oberzell in der Nacht vom 5. auf den 6- d. M- mittelst Ein­bruchs 2 Töpfe mit Schweineschmalz, ungefähr 30 Pfund haltend.

5) dem Lehrer Johann Michael Engelhard von hier, mittelst Erbrechung eines Kleiderschranks am 6- d. M., Nachmittags 4 Uhr, folgende Gegen­stände:

a) eine noch ganz neue schwarze Tuchhose mit grauem Sarscnctfutter; b) ein blaukarrirter Ueberrock von Sommertuch, mit einer Reihe blanker Stahlknöpse, auf welchen sich gelbe Jagdstücke befinden; c) ein schwarzer Tuchober­rock mit 2 Reihen übersponnencr Knöpfe, mit faeonnirtem Orleans gefüttert, welcher besonders daran kenntlich ist, daß er an einem Schoße eine gesengte und daselbst von der Wolle ent­blößte Stelle hat.

Hanau am 8. Januar 1850.

Der Staatsprokurater. Schüler.

23. Bockenheim. In der Zeit vom 24. v. M. Abends, bis zum 25. v- M. Morgens 11 Uhr, sind dem Schullehrer Johannes Webert in Praun- Heim auS einem Sekretär 65 bis 70 fl., bestehend aus Sechskreuzerstücken, Dreibapnern, Sechsbätz- nern, Halbguldenstücken, Einguldenstücken, einem Zweiguldenstück und einem halben Kronenthaler, nebst dem mit Perlen gestickten Tabacköbeutel, in welchem sich das Geld befunden hat, entwendet