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Verehelichte, Geborne und Gestorbene in hiesiger Stadt.

>7 t r e h kl i rl) 1 c.

In der evangel. Gemeinde der Marienkirche.

Den 2. Januar- Johann Heinrich Zwernemann, Konsistorialpedell, mit Jungfrau Elisabeth Brod von Niederrodenbach.

G e v o r N e.

In der evangel. Gemeinde der Marienkirche.

Den 12. Dezember 1849. Marie Dorothee Luise, des Beisitzers und Seidenstrumpswebers Christian Bernhard Köhler, T- Den 28. Dezember 1849. Elisabeth Rebekka, unehcl-T. Den 1. Januar. Anne Katharine, deS Beisitzers und Kutschers Johann Heinrich Stang. Zwillings- T. und Zwillings-S-, Letzterer tobtyeb.

In der französischen Gemeinde.

Den 21. Oktober 1849. Louis Eduard, des Bürgers und Mustklehrers Bernhard Reich, S-

Gestorbene.

In der evangel. Gemeinde der Marienkirche.

Den 1. Januar. Des Beisitzers und Kutschers Jo­hann Heinrich Stang, Zwillings-S- (todtgeb.) Den 3. Januar. Anne Katharine, des Bürgers und Schreiners Heinrich Karl Buhr, T-, alt 1J.

In der evangel. Gemeinde der Johanneskirche.

Den 2. Januar. Frau Esther Friederike, deS Mu­sikus Christian Reuter, nachgelassene Wittwe, geb. Kaiser, von hier, alt 52 J. 8 M- 16 T.

Gemeinnützige Nachrichten.

Ueber die Mästung des Rindviehs in Ver­schlügen mit Leinsamenmehl-Mischungen.

(Aus d. landw. Zeit- für Kurhessen, 1. Quartalheft 1849.)

(Fortsetzung aus Nr. 1 d. Bl.)

Der Kontrast zwischen diesen Thieren und einer Anzahl Rindvieh, die ich auf einem großen an Herrn Warn es Landgut grenzenden Felde füttern sah, war grell hervortretend. Das Wetter war heiß, die Bremse lästig, und die armen gequälten und erhitzten Thiere liefen im Zustande großer Aufregung und Un- behaglichkeit wie wüthend umher, um dem Feinde zu entgehen. In den Verschlagen waren die Thiere

gegen Sonne und Fliegen geschützt und genossen vollkommene Ruhe, die so wesentlich bei der Mästung ist; wahrend das Rindvieh auf dem Felde in fort­währender Anstrengung und Aufregung war, was dem Ansatz von Fleisch und Fett so hinderlich ist. In den Verschlagen werden sämmtliche Ercremente und der Urin, mit der Streu gemischt, aufgesam» melt und geben einen kostbaren Dünger; auf dem Felde dagegen geht der Mist und Urin zum größten Theil verloren, die feinern Theile werden vom Re­gen fortgespült oder in die Atmosphäre geführt. Wie himmelweit verschieden müssen in diesen beiden Fällen die Resultate für den Landwirth sein, na­mentlich wenn sie in großem Umfange zur Aus­übung kommen!

Aehnliche, wenn nicht gleiche Vortheile besitzt die Verschlagfütterung über die Hürdenfütterung, wo die stärkeren Thiere die schwächeren unterdrücken, sie zurücktreiben und am Fressen verhindern. Beim Mästen des eingepferchten Rindviehes bemerkt man so häufig Ungleichheit; auch sieht man so oft, wenn einige Thiere herausgenommen werden, daß andere, welche gar nicht zunehmen, schnell fett werden, nach­dem sie von ihren Unterdrückern befreit worden.

Alle diese Uebelstände werden bei der Verschlag­fütterung vermieden. Die Thiere sind vor Beun­ruhigung geschützt und können ungestört ihr Futter verzehren; jedes Thier kann folglich Fortschritte ma­chen. Das Futter wird in den Verschlügen nicht verschleudert, in der Hürde dagegen wird es unter die Füße getreten und geht verloren. Es ist allge­mein bekannt, daß eine Menge geschnittenen Gra­ses, welche hinreichend ist, um 3 Thiere im Stalle zu füttern, nur für eins auf dem Felde ausreicht, und man kann sagen, daß mit dem Futter eines Thieres im Stalle zwei in den Verschlägen gefüttert werden können; außerdem wird, wie schon erwähnt, eine größere Menge Dung gewonnen.

Die Landwirthe behaupten gewöhnlich, daß sie bei der Rindviehmästung keinen Gewinn haben; bei dem hierbei allgemein herrschenden Verfahren haben sie wohl Recht: ist dies Ausbleiben eines Gewinnes aber unvermeidlich? möchte das Resultat nicht ein anderes sein, wenn eine andere Fütterungsme- thode eingeführt würde? Dies ist eine wichtige Frage für den englischen Landwirth, auf welche die zu Trimingham emgeführte Verschlagfütterung eine genügende Antwort ju geben scheint-

Aber nicht allein der Rindviehmastung wegen ist dies System zu empfehlen, sondern der Landwirth kann dadurch auch die größte Menge Produkte von seinem Acker gewinnen, in der That zwei Punkte, die sich sehr nahe berühren. Bei einem regelmäßi­gen System der Verschlagfütterung, Winter und Sommer hindurch, kann dreimal so viel Vieh, und nutzenbringend gehalten werden; je mehr Rindvieh, desto mehr Dünger, und je mehr Dünger, desto