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In der katholischen Gemeinde.

Den 18. August. Johann Joseph, des Ortsbürgers zuHemöbach, im Bayerischen Landgerichte Alzenau, und Kutschers dahier Paul Wissel, S- Den 20. August. AmbrosiuS, unehel. S.^

Den 26. August. Antonie, des OrtSbürgers zu Herolz, VerwaltunaöamtS Schlüchtern, und Zim­mermanns dahier Michael Müller, T.

G e 01 c r b c n r.

In der evangel. Gemeinde der Johanneskirche.

Den 27. August. Jakob Weilinger, Landkranken- Haussetrerar, alt 62 I. 3 M. 13 T-

Den 29. August. Jungfrau Eva, des Bürgers und Taglöhners Johann Ernst Dicfenbach, T-, alt 20

I. 1 M. 10 T.'

In der katholischen Gemeinde.

Den 27. August. Katharine, unehel. T., alt 7 M. 15 T-

Den 2 September. Frau Eva, des GastwirthS und Metzgermeisters Johannes Ernst Kaiser 2r. zu Steinheim, nachgelassene Wittwe, geb. Lippert, alt 62 J.

Gemeinnützige Nachrichten.

Ueber Wicsenbewässerung.

(Aus d. landw. Zeit, für Kurhessen, 4. Quartalheft 4848.)

(Fortsetzung aus Nr. 35 d. Bl.) der Verein zu Königsbrück: Man wässere, bis die Wiese mit dem durch das Wasser mitgeführten Schlamm sich überzogen hat, dann frische man nur von Zeit zu Zeit an.

Der Verein zu Göda:

Bei vielem Gefäll und durchlaffendem Boden kann man mehr als unter entgegengesetzten Verhältnissen wässern.

Am Schwarzwa sser:

Im Herbst und Frühjahr ist die Wasserung am wirk­samsten; im Winter setze man sie aus; man wässere überhaupt nicht zu oft, oder wenigstens nicht oft bei schwachem Gefälle.

Zu Cammenz:

Man hält im Frühjahr das Wassern für am räth- lichsten, wenn Schneewasser und Regen viele erdige Theile führen; dann bringe man aber das Wasser reichlich auf und stelle dasselbe öfters ab. Im Herbst kann nur starkes Regenwetter das Wassern bedingen, jedenfalls ist aber die Wiese in trocknem Zustande in den Winter zu bringen. Im Sommer kann bei stehendem Gras nur große Trockenheit daS Bewässern veranlassen; nach dem Abbringen des Heues wirkt dasselbe sehr wohlthätig, man wähle aber die Nacht hierzu. Klares Wasser soll nur zum Erfrischen

dienen, anhaltendes Wassern mit solchem erzeugt dünnes, schilfiges, zuletzt saures Futter.

Zu Neu - P u rsch w i tz :

Im Herbst und Frühjahr kann man anhaltend, im Sommer nur abwechselnd das Wasser auf die Wiesen stellen.

Nicht allein dessen Qualität, sondern auch die Mischung des Bodens und der Untergrund sind zu berücksichtigen.

Zu Neu-Oppach:

Je ruhiger das Wasser über das Gras rinnt, desto wirksamer ist der Erfolg; in warmer Lage, bei durch­lässigem Boden, bei größerem Gefall kann man dasselbe öfter benutzen, als bei umgekehrten Verhält­nissen. Im Herbst und Frühjahr sei man besonders thätig, stelle aber das Wasser öfters um.

3 u Klir:

Bestimmte Normen und Regeln lassen sich, wo so viele Verhältnisse konkurriren und zu beobachten sind, nicht angeben.

Zu Stolpen:

Vieles Wassern erzeugt saure Gräser; man lasse die Wiesen nie bis auf den Grund naß werden.

Zu SahliS:

Im Herbst, nach eingebrachtem Grummet, wässere man möglichst lange und viel, bei Frost nie, im Frühjahr weniger stark, während des Graswuchses nur zur Anfeuchtung, nach abgebrachtem Heu nicht, bevor das Grummet wieder angesetzt hat.

Zu Borna:

Die Herbstwässerung ist die beste, nur darf man sie nicht biS zum Frost dauern lassen; bei diesem muß die Wiese trocken sein.

Zu Neugepülzig:

Die Beendigung der Grummeternte im Herbste, die beginnende Vegetation im Frühjahr geben den Zeit­punkt der vorzunehmenden Wässerung an; bei schwe­rem Boden stelle man täglich das Wasser um, im Sommer wende man es nur zur Erfrischung bei Trockenheit an.

Zu Chemnitz:

Man vermeide das Wässern nach dem Hieb des Heu- graseS und bei eintretender Kälte.

Andere Vereine haben erklärt, Erfahrungen nicht mittheilen zu können, andere endlich sind mit ihren Antworten zurückgeblieben.

AuS diesen Aeußerungen ist nun ersichtlich, daß sich große Verschiedenheiten in den Ansichten kund geben, die, wenigstens zum großen Theil, in der Verschiedenheit der Verhältnisse begründet sind.

In Nachstehendem soll versucht werden, die Regeln zusammenzustellen, welche die Erfahrung mitgetheilt hat.

Es sind hier sehr verschiedene Momente zu be­rücksichtigen.

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