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Polizeiliche Nachrichten.

9tr. 35 Hasram am 30. August 1S4S9.

Vergehen und Verbrechen.

500. Bieber. In der Nacht zum 5. d. M- ist dem Wegewärter Matthäus Brand zu Röhrig aus seiner unverschlossenen Scheune eine Bohle von Eichenholz, im Werthe von 17 Sgr. 2 Hlr., entwendet worden-

Bieder am 22. August 1849.

Der untergerichtliche Ankläger.

H a r b o r d t.

501. Birstein. Dem Bürgermeister Wahn zu Un­terreichenbach sind am 23. d. M. auf dessen Acker an der s. g. Jgelsbrücke drei junge Aepfelbäume vier Fuß oberhalb der Erde abgeschnitten worden.

Dieser boshafte Frevel wird mit der Aufforde­rung hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, etwaige zur Ermittelung des Thäters führende Spuren alsbald dahier anzuzeigen.

Birstein am 25. August 1849.

Der öffentliche Ankläger.

Schmincke.

502- Bergen. In der Nacht vom 24. auf den 25- l- M. ist dem Schmied Friedrich Wagner zu Ber­gen aus dessen unverschlossener Scheune ein fast noch nicht gebrauchter eisenbeschlagener Schiebkarren, an welchem die sogenannte Brille fehlt, entwendet worden.

Etwaige zur Entdeckung des Thäters oder des entwendeten SchiebkarrenS führende Spuren sind alsbald zur Anzeige zu bringen.

Bergen am 25- August 1849.

Der öffentliche Ankläger.

Michael.

503. Bergen. In der Nacht vom 24. auf den 25. d. M. ist dem Gastwirth Justian Petermann zur Mainkur aus der Waschküche ein cingemau- erter kupferner Waschkessel von 33^ Zoll Weite und 19| Zoll Liefe entwendet worden.

Spuren des Thäters sind alsdald zur Anzeige zu bringen.

Bergen am 15. August 1849.

Kurfürstliches Justizamt.

Klinckerfues.

Fahndungsschreiben und Steckbriefe.

504. Salmünster. Nachdem der Maurer Johan­nes Kaib von Marborn, 28 Jahre alt, sich auf die am 29. Juli I. I. erlassene öffentliche Auffor­derung nicht sistirt hat, werden alle Behörden der

öffentlichen Gewalt ersucht, denselben im Betre- tungsfalle verhaften und anher abliefern zu lassen.

Salmünster am 24. August 1849-

Der öffentliche Ankläger.

Schneider.

Verlorne Reiselegitimation.

505- Hanau. Der Schneidergeselle Anton Theys auö Vilmar, im Herzoglich Nassauischen Amte Nunkel, hat sein im März d. I. vom genannten Amte ausgestelltes, und am 21. d. M zuletzt in Frankfurt nach Fulda vistrtes Wanderbuch gestern Nachmittag auf dem Wege von Dörnigheim hier­her verloren, welches hierdurch zur Verhütung von Mißbrauch bekannt gemacht wird.

Hanau am 22. August 1849.

Kurfürstliches Verwaltungsamt. Rauh.

Gefundene Gegenstände.

1. Eine Kinderschürze.

2. Eine Schürze.

3. Ein Kinderregenschirm.

4. Ein Armband-

5- Eine Scheere.

6. Eine Häkelnadel.

Die rechtmäßigen Eigenthümer werden anfgefor- dert, sich baldigst dahier zu melden.

Hanau am 29. August 1849.

Städtische Polizeiver waltun g.

7. Wächtersbach. Dem Salomon Rosenthal von Wenings ist heute auf der Leipziger Straße diesseits Wirthheim in der Gegend, wo der Wald anfängt, eine alte rothe Kuh zugelaufen. Der Eigenthümer wird aufgefordert, sich binnen 3Wochen dahier zu melden, widrigenfalls über diese Kuh anderweit verfügt werden wird.

WächterSbach am 27. August 1849.

Kurfürstl. Gräfl. Jsenburg. Verwaltungsamt.

Wolfram.

vt. Kühles.

Verlorne Gegenstände.

1. Ein Schlüssel (am Wilhelmsbad).

2. Ein weißes Taschentuch von schottischem Battist mit Spitze (auf der Kesselstädter Straße).

Die redlichen Finder tverven um deren Abliefe­rung anher ersucht.

Hanau am 29. August 1849.

Städtische Polizeiverwaltung.