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Den 3. August. Gustav Adolph Theodor, des Bürgers und Schreinermeisters Adolph Philipp Zwicker, S-

Den 9. August. Sabine Johanne, des Beisitzers und Maurers Kaspar Trabert, T.

In der katholischen Gemeinde.

Den 11. August. Jean Louis, unehel. S-

Den 14. August- (Eine todtgeb. T.) und Helene Luise, des Bürgers zu Großsteinheim und Kunst« sormers Peter Wagner, Zwillings-T.

Gestorbene.

In der evangel. Gemeinde der Marienkirche.

Den 10. August- Eva Margarethe, unehel. T-, alt 2 M. 17 T.

Den 17. August. Marie Petronelle, des Bürgers und Schreinermeisters Friedrich Wilhelm Günther, T-, alt 6 M. 15 T-

In der evangel. Gemeinde der Jvbanneskircke.

Den 14. August. Friedrich, des Bürgers und Metzgermeisters Friedrich Wiedersum, S., alt 16 I. 7 M. 8 T-

Den 15. August. Frau Elisabeths Henriette, des Feldwebels im zweiten Kurhessischen Infanteriere­giment Friedrich Joseph Walch, nachgelassene Witiwe, geb. Weitzel, alt 67 J. 5 M- 3 T.

In der katholischen Gemeinde.

Den 14. August. Des Bürgers zu Großsteinheim und Kunstformers Peter Wagner (todtgeb.) T.

Den 14. August. Adam Röder aus Leibolz, Ber- waltungsamts Hünfeld, alt 56 J.

Gemeinnützige Nachrichten.

Was für Kartoffeln soll man pflanzen, rothe oder blaue, schwarze oder weiße?

(Aus der landw. Zeitung füc Kurheffen 1. Qtl.-Hefc 1848).

Ueber Kartoffelkrankheit ist so viel geschrieben wor­den, wie zu seiner Zeit über die Cholera. Wer da­mals alle gegen diese Krankheit angepriesenen Mittel aus seine anwandte, war sicher — zu sterben. Mit der Karroffeikrankheit scheint es eben so gehen zu wollen.

Ein Arkanum (Geheimmittel) *) gegen die Kar- rcffelkrairkheit wird wohl nicht entdeckt werden, so wenig als. gegen die Eholera, Schwindsucht, Wasser- luchr und ähnliche Krankheiten. Jedem Landwirthe abzurathen, für solche Arkana Geld auszugeben.

*) Soll wohl Specificum heißen.

DaS Heilen schlechter Fruchtarten und Biehgattun- gen muß der Landwirth zu vermeiden suchen und sich am Anbau gesunder Fruchtarten und an der Zucht gesunder Biehgattungen halten. Wer gesunde Kartoffeln ziehen will, pflanze gesunde Kar- t o s f e l n, die d e n K e i in d e r K r a n k h e i t nicht in sich tragen. Solche Kartoffeln sind nicht schwer zu erkennen; jedoch nicht an der Farbe; das Kleid gibt keinen richtigen Schluß aus das Herz. Ob die Kartoffeln roth, blau, schwarz oder weiß aussehen, rund oder länglich sind, kann gleichgültig sein, wenn das Innere nur gut ist.

Unz dieses zu ermitteln, reibe man 100 Loth ge­schälter Kartoffeln recht fein auf einer Reibe und ziehe in Wasser auf gewöhnliche Weise das Stärke­mehl aus dem Geriebenen, Nachdem dieses nieder­geschlagen, gereinigt und getrocknet ist, wäge man dasselbe. Beträgt das Stärkemehl nicht 20 Loth, d. h. zwanzig vom Hundert, so ist die Kartoffel nicht besonders gut. Kartoffeln, welche unter achtzehn vom Hundert an Stärkemehl enthalten, sollten billig nickt gepflanzt werden.

Die Kanoffelkrankheit besteht darin, daß sich das Stärkemehl in der Kartoffel nicht gehörig a u s- bildet, daß sich dafür vieler P fl a n z e n sch leim in derselben erzeugt. Dieser Pflanzenschleim gibt eine schleckte Nahrung ab und kann der Fäulniß nicht widerstehen, während das Stärkemehl die Feuch­tigkeit in der Kartoffel gegen Fäulniß schützt. Je mehr Stärkemehl die Kartoffel enthält, desto besser hält sie sich.

Jeder Landwirth hüte sich, Kartoffeln zu pflanzen, welcke geneigt sind, wenig Stärkemehl und vielen Pflanzenschleim anzusetzen, die daher sämmtlich, wenn sie auch noch so gesund aussehen, dennoch den Keim der Krankheit in sich tragen.

Man hat viel zu viel auf dicke Kartoffeln bei uns Rücksicht genommen, sich aber um den Mehlgehalt derselben viel zu wenig bekümmert, obgleich in diesem allein die Nahrungskraft der Kartoffeln besteht, in­dem der Pflanzenschleim nur unbedeutende Nahrungs- stoffe enthält.

Bei» der Untersuchung der Kartoffeln auf Starke- mehlgehalt nehme man aber nur solche Kartoffeln, die in einer ähnlichen Lage, in ähnlichem Boden gewachsen sind, ai6 wo man zu pflanzen beabsichtigt. Hier amHellwege heißt es häufig: „Im Sauerlande, da hat man sehr schmackhafte Kartoffeln; wir wollen uns die Sorte kommen lassen." Im ersten Jahre bringen die von dort berogene Pflauzkarroffeln zwm- lich wohlschmeckende Früchte; in den folgenden Jah­ren liefern diese wiedergepflanzt meist grobe, un- schmackhafte Kartoffeln. Nun heißt es: „die Kartof­feln sind ausgeartet." Dieses ist aber keineswegs der Fall. — Die Kartoffeln, welche durch den Kalk­oder Grandboden und das Gebirgsklima verbessert waren, feisten in der fruchtbaren Gegend zu ihrer ursprünglichen Beschaffenheit zurück, denn in Am<-