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In der christkatholischen Gc>nei'nde.
Den 29. Juli. Johann Georg Meisinger, Maurer, mit Jungfrau Johanne Katharine Elisabeth Dörr von hier-
Den 29- Juli Karl Müller, Cigarrenmacher, mit Jungfrau Elisabeths Auguste Handke von hier.
G e v o r n e
In der evangel. Gemeinde der Marienkirche.
Den 3. Juli. Johannette Marie Elisabeth, deS Bürgers und Kaufmanns Karl Friedrich Herbold, T-
In der evangel. Gemeinde der Johanneskirche.
Den 1. Juli. Anne Marie Elisabeth, des Bürgers und OrgelbäuerS Friedrich Christian Theodor Hel- big, T.
Den 6. Juli. Anne Susanne Marie Charlotte, des Bürgers und Graveurs Johann Martin Krug, T-
Gestorbenr.
In der evangel. Gemeinde der Marienkirche.
Den 23. Juli. Heinrich Münch, Taglöhner, aus Langendiebach, alt 47 I.
Den 24. Jiili. Nikolaus Müller, Bürger und Bäckermeister, nir 63 I. 9 M. N T. -
Den 27. Juli. Christian, des Beisitzers und Fa- britschremers Heinrich Wettlaufer, 'S., alt 6 I. 8 M- 12 T-
In der evangel. Gemeinde der Johanneskirche.
Den 23. Juli. Frau Katharine, des Bürgers und Fuhrmanns Philipp Freudenberger, nachgelassene Wittwe, geb. Ruß, alt 47 J.
Gemeinnützige Nachrichten.
Ueber die vielbesprochene—den jetzigen Zeit- und Ernteverhältnissen angemessene — Anlegung örtlicher Saatfrncht- und Brodkornmagazine, in Verbindung mir bereits vorhandenen oder neu zu gründenden Sparkassen.
(Aus d. lündw. Zeit. für Kurhessen, 3 Quartalheft 1848.)
(V°m VM. Hrn. Rentmeister Fricke zu Wolfhagen.)
»Spare in der Zeit, so hast du in der Noth." (Altes deutsches Sprichwort.)
(Fortsetzung aus Nr. 30 b. Bl.)
^"^^^" Lebensart, Ordnungsliebe und Thä- thigreit ter Einwohner, sowie der musterhaften Verwaltung des dasigen Gememdemagazins, ist eS vhn- streitig beizumessen, daß - obgleich Letzteres im siebenjährigen Kriege vom Feinde rein ausgeplündert
und zerstört, bald darauf aber wieder neugegründet wurde, — es daselbst keine Armen giebt, man nur reinlich gekleideten, lebensfrohen Menschen begegnet, und bisher wiederholt eingetretene Kriegslasten, Mißernten und sonstige allgemeine Calamicätrn, ohne nachtheilige Folgen für die Zukunft, vorübergingen, ja selbst in neuerer Zeit das beschriebene Fruchima- gazin, sowie eine neue Pfarrscheuer auf Kosten der Gememdekasse erbauet werden konnten, ohne die Gemeinde mit Schulden zu belasten.
In hiesiger Kreishauptstatt, — trenn seit Jahren, auf Betreiben des Herrn Bürgermeisters Ritter, eine viel benagte. und auch sämmtlichen auswärtigen Bewohnern des Kreises zugänglich erklärte Sparkasse errichtet wurde, — bestehet seit dem Jahre 1818, auf Veranlassung der in den beiden vorhergehenden Jahren Statt gefundenen Theurung und Seltenheit guter Saalfrüchre, ein städtisches Saat- fruchrmagazin von beiläufig 25 Viertel Gerste und 125 Viertel Hafer, wozu damals durch einen Theil der jährlichen städtischen FruchtzinserHebung der erste Grund gelegt, jedoch nur eine sehr billige Bestimmung, wegen des jährlichen Ausmaßes und des Messe- geldes , getroffen wurde, da Ersteres nur eine Metze von jedem verborgten Viertel betragt, und Letzteres bei verborgten Früchten ganz wegfällt.
Der jedesmalige Stadtkammerer, welcher auch die städtische 'Lacht- und Zinsfruchterhebung zu besorgen hat, verwaltet gedachtes Saalfruchtmagazm alsRech- nungSführer, gegen 3 Prozent Vergütung von der jährlichen Einnahme, und das Umstellten nebst dem Messen der Magazinfrücbte geschieht durch den angestellten städtischen Fruchtmesser, unter Aufsicht des Erstern. Die jährlichen Anmeldungen zur Erbor- gung von Magazinfrüchten geschehen aus vorgängige öffentliche Bekanntmachung im Anfänge Februar beim Stadcrach, und erstrecken sich, nach Befriedigung der einheimischen Bedürfnisse, auch auf die Einwohner der benachbarten Landgemeinden, unter der Bürgschaft, welche die betreffenden OrtSvorstände schriftlich angeloben, und unter die von den Empfängern auSzustellenden Reverse setzen. Auf den Wunsch einzelner Debenren, gegen weiteres Ausmaß die erborgten Magazinfrüchte bei geringen Ernten bis zum folgenden Herbst zurückbehalten, oder dieselben nach den laufenden greifen, mir Gelde bezahlen zu können, wird von Seiten der Stadt gewöhnlich eingegangen, daß einkommende Ausmaß aber stets dem Bestände hinzugefügt.
Ein Ucberschuß wegen nicht verlangterSaatsruchte kommt, bei der jedesmaligen starken Nachfrage nach solchen, fast niemals vor.
Säumige Schuldner werden durch den Stadtdiener angemahnt, und wenn es nöthig und befohlen wird, auf die Rückstände gepfändet.
In der Hoffnung, daß die vorstehend geäußerten Ansichten und thatsächlichen Bemerkungen das land-