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seiner Militairpflichtigkeit, bei Meidunz der durch den §. 69 des angezogenen Gesetzes für das Aus­treten angedrohten Nachtheile, zu stellen.

Zugleich werden alle Polizeibehörden ersucht, den rc. Stopp ach im Betretungsfalle verhaften und anher schieben zu lassen. Schlüchtern am 13. April 1849.

Kurfürstliche» VerwaltungSamt.

S ch l o t t.

Verehelichte, Geborne und Gestorbene in hiesiger Stadt.

>7 e r e v cl i rh t t.

In der evangel. Gemeinde der Marienkirche.

Den 22- April. August Seidler, Sergeant im dritten Infanterieregiment, mit Jungfrau Karharine Mar­garethe Bierling von hier.

In der evangel. Gemeinde der Johanneskirche.

Den 18 April. Johann Jakob Fir, Beisitzer und Goldarbeuer, mit Jungfrau Susanne Elisabeth Labours von hier.

G e b o r n c

In der evangel. Gemeinde der Marienkirche.

Den 27. März. Marie Margarethe, unehel. T- Den 5. April. Johann Friedrich Wilhelm, des Ser­geanten im dritten Infanterieregiment Karl Schol- ling, S- Den 7. April. Friedrich Karl August, des Bürgers und GoldarbeiterS Philipp Hildebrand, S- Den 12. April. Anne Marie Jakobine, des Bei, sitzerS und Holzmachers Friedrich Karl Seeger, T.

In der evangel. Gemeinde der Johanneskirche.

Den 17. März. Franz Moritz Georg, desBeisiyerö bahier und Portiers am Starionshause bei Wil­helmsbad Georg Euler, S- Den 24. März. Karoline Emilie Bertha, des Bür­gers und Goldarbeiters Johann Heinrich Will,

Gestorbene.

In der evangel. Gemeinde der Johanneskirche.

~rl' ^pril. Christine Schäfer, aus Steinau, alt 23

Den 16. April- Frau Katharine Elisabeth, des Beisitzers und Flößers Heinrich Dauer Ehefrau, geb. Kolb, alt 41 J. 8 M. 1 T.

Den 17. April. Peter Lohfint, aus Fischborn, Amts Birstein, alt 39 J.

Den 2t. April. Johannes Ihm, Bürger und Feld­schütz, alt 69 I- 7 M.

In der israelitischen Gemeinde.

Den 16. April. Frau Gothchen, des Sensals Hirsch Benjamin Ehefrau, geb. Bacherach, alt 73 J.

Gemeinnützige Nachrichten.

Ueber die Benutzung des Traubenkernöls.

(Bon G. Reinhard, aus der Zeitschrift des landw. Bercins für Rheinpreußen. 1848).

In Nachstehendem erlaube ich mir, über die Ge­winnung des TraubenkernölS mein Verfahren dem landwirthschaftlichen Publikum mitzutheilen.

Nachdem der Wein vollständig ausgepreßt war, habe ich die Kuchen durch ein Drathsieb gerader; den Trester, welcher im Siebe bleibt, habe ich wie sonst zum Branntweinbrennen verwendet und hieraus eben so viel guten, ja noch feineren Branntwein erhalten, als sonst mit den Kernen- Die durch das Sieb ge­fallene Kerne schüttete ich in B-ürten, goß so viel Wasser darauf, daß es über den Kernen stand, und ließ es den ganzen Winter zugedeckt stehen; mit einaetretenem Frühjahr habe ich das Wasser abge- lassen. Dieses Wasser giebt, beiläufig gesagt, einen vortrefflichen Essig; er wird ganz stark, wenn man zu 2 Jini*) 1 Schoppen Weingeist mischt; sollte er jedoch nicht sauer genug sein, so kann man etwas frischgebackenes, noch warmes Brod dazu thun, wo­rauf man sich verlassen kann, daß er reinen sauren Geschmack bekommt. Bon dem verwendeten Quan­tum habe ich 4 Eimer **) Essig erhalten. Die vom Wasser befreiten Traubenkerne habe ich auf einen luftigen Boden gebracht, woselbst sie jeden Tag mit einem Rechen gewendet wurden; baid waren sie trocken und nun reinigte ich sie auf einer gewöhn­lichen Gerreidepu^mühle. In derOelmühle habe ich auf je ein (Simri ***) Kerne 4 bis 5 Schoppen Heißes Wasser unter die Steine auf das Mehl gegossen, hierauf gepreßt,, noch einmal geschlagen und wieder gepreßt. Ein Eimer Wein gab l Simri Kerne, jedes Simri Kerne 2H Pfd- Oel; der Schlaglohn betrug per Simri 10 kr. Auf diese Weise habe ich

*) Ein 5mi = 16 Quart pr.

**) Ein würtemb. Eimer 256 Quart pr.

**) Ein Simri 0,403 Bert. Scheffel.