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weniger sa streich und halten den Wintersrost leichter ohne Nachtheil aus. Da die Wasserrübe nur ein Vierteljahr zur Vollendung ihres Wachsthums be­darf, so ist sie hauptsächlich zur Zwischen- oderNach- frucht geeignet. Sie erfordert einen leichten Boden in etwas feuchter Lage, tiefe Bearbeitung und gute Düngung. Der Same darf nur mit einem einfachen Eggenstrich untergebracht werden, da vieles Eggen der Saat nicht zuträglich ist; zweckmäßig ist aber das Ueberegaen der Rüben, wenn die Pflanzen das vierte oder fünfte Blair getrieben haben; es ersetzt das mühsame Jäten, und wenn auch einige Pflanzen dabei aus dem Boden gerissen werden, so bleibt Loch die wohlthätige Wirkung durch den dünneren Stand nicht aus. Gerathen ist es ferner zur Saar halb frischen und halb alten Samen zu nehmen; der äl­tere Samen geht später als der frische auf und kann daher die Pflanzen von dem letzteren ersetzen, wenn sie von den Erdflöhen vernichtet worden sein sollten. Die Saat darf aber jedenfalls nur schwach erfolgen, und wenn ein Platzregen kurz nach der Saat den Boden festschlagen sollte, muß der letztere scharf über« eggt werden. Sollte bei der Ernte im Herbst der Winter überraschen, so sind nur die größeren Rüben aus dem Boden zu nehmen, die kleineren aber darin zu lassen, wo sie sich ohne besonders ungünstige Um­stände bis zum Frühjahr völlig gesund erhalten.

Die Wasserrüben wirken weniger auf den Fleisch- und Fettansatz als auf die Milchabsonderung, und sind daher vorzüglich an die Melkkühe zu verfüttern.

Sie haben hauptsächlich von zwei Feinden, dem Erdfloh und der Raupe, zu leiden. Der Erdfloh sucht meistentheils in den Monaten Mai und IümuS die Brachrüben beim, während die Raupe später die Sroppelrüben befällt. Gegen beide ist die An­wendung einer schweren Walze von Nutzen, und gegen die Raupen ist es außerdem noch zweckmäßig, die Rübenstücke mit den Schafen zu betreiben. Die Raupen fallen dabei herab und werden von den Schafen zertreten. Im Allgemeinen wird der Wasser­rübe der Vorwurf einer geringen Sicherheit gemacht und eS verdient in dieser Beziehung ihr Anbau als Brachrübe mit einer Aussaat Ende April oder An­fangs Mai den Borzug vor ihrem Anbau als Stop­pelrübe.

zurückgegangen. Auf letztere Weise macht ein Auf­satz in der ZeitschriftGeorgine" die Vortheilhastig« kett der schnellen Mästung anschaulich. Ein gewisser Theil der Fütterung wird lediglich zur Erhaltung des Lebens verwendet. Wenn man also diese Quan« rudt und nicht mehr täglich gibt, so wird das Vieh in demselben Zustande bleiben, worin es war und folglich durch seine Zunahme das Futter nicht be­zahlen. Was es Hingegen mehr erhalt, setzt sich zu Fleisch und Fett an und bezahlt sich dadurch ohne Abzug. Hieraus folgt also: je mehr Futter das Vieh üher die ßZcthburfr frißt und verdaut, um de­sto schneller muß es fett werden und um desto mehr wird von dem zur Lebenserhaltung nöthigem Futter erspart. Wenn z. B. zur Erhaltung des Lebens täg­lich 10 Pfund erforderlich sind, so verzehrt ein Kopf in einem Jahre 3650 Pfund, die zum Vortheil der Mästung nichts beitragen. Frißt es täglich 1 Pfund mehr und verbessert sich dadurch in Jahresfrist nach einem bestimmten Verhältniß, so verzehrt es zur Le­benserhaltung in 365 Tagen . . . 3650 Pfd. und zur Mästung....... 365

4015 Pfk.

Wenn ein Thier täglich 2 Pfund mehr frißt und dadurch in der Hälfte der Zeit sich um ebensoviel verbessert, als das erste, so verzehrt es zur Lebens­erhaltung in 182 Tagen - . . . . 1X20 Pfd. und zur Mästung ....... 365

21 d5 Pfd.

Geben wir täglich 4 Pfund mehr und das Vieh ver­bessert sich in drei Monaten um ebensoviel, so kostet es zur Lebensunterhaltung in 92 Tagen 920 Pfd- und zur Mästung........ 365

1285 Pfd.

Können wir es dahin bringen, daß es täglich 8 Pfund mehr frißt und in 6 Wochen oder 46 Tagen ebenso stark zuniunnt, so braucht eS in 46 Tagen zur Lebenserhaltung......l 460 Pfd. und zur Mästung........ 365

825 Pfd.

Im letzten Falle braucht eS folglich nur etwa« über den fünften Theil des Futters, wie im ersten, um gleich stark anzusetzen. Es erhellt also hieraus, wie groß dieErsparung bei der schnellen Mästung*)

Ueber die Vortheile der schnellen Mästung der Hanschiere.

(Aus MusselPs praktischem Wochenblatt. 1847).

Man hört oft über die Frage diSputiren:Was ist vortheilhafter, ein Mastthier schnell oder lang­sam zu maßen2" Gewöhnlich wird hierbei auf s g. Erfahrungen, doch nicht auf einfache Rechnungen

*) Die Vortheile der Schnellmastung sind auf diese Weise allerdings sehr anschaulich, allein doch nur hyp o- rhetisch dargethan. Es bleibt sehr ut wünsche» übrig, daß die Berechnungen nun auch thetisch bestätiget wurden, und daher von rationellen, mit Thiermästung sich beschäf­tigenden kandwirthen die Berechnung in vorstehender Weise wiederholt und zu weiterer Verbreitung die Ergebniffe mitgetheitt werden mögen. d. R.

Gedruckt und »erlegt in der Buchdrucker« des vereinigten iMngel. Waisenhauses-