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Diese Maßregel wurde veranlaßt wegen Dieb- stahls von circa 15 Brbtr. Ellen schwarzen säch­sischen Tuches.

Frankfurt a. M am 22. März 1849.

Polizeiamt. Keßler.

Signalement

1) d e r beiden Ma n n S p e r so n en:

Alter 40 Jahre circa, Größe 5' 7" Mein. circa, mithin sehr groß, Haare und Augen dunkel, Nase stark, dunkle Backenbärte, Gesichtsfarbe gebräunt, Statur stark, breitschulterig; Kleidung: weite dunk­le, wahrscheinlich graueMäntel mit großen Krägen- 2; der einen Weibsperson:

Alter circa 40 Jahre, Größe 4' 9" Rhein, circa, mithin klein, Gesicht schmal, Gesichtsfarbe gelblich, Statur schmächtig; Kleidung: dunkles Kleid, ein Häubchen.

3) der zweiten Weibsperson:

Alter circa 30 Jahre, Größe 5' 1" Rhein-, Haare hellbraun, Augen lebhaft, Kinn rund, Gesicht rund, sehr hübsch, Gesichtsfarbe blühend, Statur kräftig; Kleidung: baumwollene bunte Shawl, bloßer Kopf.

Die Veröffentlichung dieses Steckbriefs wird verfügt. Hanau am 24. März 1849.

Der Staatsprokurator- Schüler.

Zur Beglaubigung: Wetzell.

232. Wiesbad e n. Der unten signalisirte Bäcker­geselle Christian Schäfer aus Hettenhain, Her- zogl. Amts Langenschwalbach, welcher sich mit einer von diesem Amte ausgefertigten Sicherheits­karte vom 29. August 1848 von Haus entfernt hat, und dessen dermaliger Aufenthaltsort unbe­kannt.ist, wird in einer dahier wegen Diebstahls und Unterschlagung anhängigen Untersuchung von dem Angeklagten der intellektuellen Urheberschaft beschuldigt-

Wir ersuchen alle Justiz- und Polizeibehörden, nach diesem Individuum zu fahnden, ihm im Be- tretungsfalle seine Sicherheitskarte abzunehmen, solche hierher mitzutheilen, den Christian Schäfer selber aber mit einem Zwangspasse in seine Hei­mat!) zu dirigiren.

Wiesbaden am 14. März 1849.

Herzogl. NassamscheS Kriminalgericht

Signalement: Alter 30 Jahre, Größt 5' 4", Stirn hoch, Haare schwarz, Muno und Nase gewöhnlich, Kinn länglich, Statur schmal, Ge­sichtsfarbe gesund, Gesichtöform oval; Kleidung: brauner Tuchoberrock, blaue Tuchhosen.

Verlorne Retfelegkrimatlon.

233- Schlächtern. Der Schuhmachergeselle Franz Joseph Schell von Salmünster hat sein am 27-

Februar 1847 vom vorhinnigen Kreisamte Schläch­tern ausgestelltes Wanderbuch zwischen Aufenau und Salmünster am 19. d. M. verloren, welches zur Verhütung eines etwaigen Mißbrauchs und mit der Aufforderung an den Finder des erwähn­ten Wanderbuches bekannt gemacht wird, dasselbe dahier oder an die nächste Polizeibehörde abzuliefern.

Schlüchtern am 24. März 1849.

Kurfürstliches Verwaltungsamt.

Schlott.

Gefundene Gegenstände.

1. Ein Schlüsselhaken.

2. Ein Farbzeichen.

3. Ein Schlüsselhaken mit 4 Schlüsseln.

4. Eilf Schlüssel.

5. Eine Mühe.

6- Ein Regenschirm.

7. Ein Geldbeutel mit Geld.

Die rechtmäßigen Eigenthümer werden aufgefor- dert, sich baldigst dahier zu melden.

Hanau am 28. März 1849.

Städtische Polizeiverwaltung.

8- In der Nähe von Bergen ist

a) eine Brieftasche, welche ein Attest für Jür­gens Stehling aus Flieden, im Kreise Fulda, enthält, und

b) ein Heimathschem für Katharine Weber aus Romöthal

gefunden worden. Beides kann von den recht­mäßigen Eigenthümern in Empfang genommen werden.

Hanau am 22. März 1849.

Kurfürstliches Verwaltungsamt.

Rauh.

Verlorne Gegenstände.

1, Ein goldner Ohrring-

2- Ein rothkarrirter baumwollener Regenschirm (stehen geblieben).

3. Ein lederner Geldbeutel mit 2 Einguldensiücken und 1 Eindrittelthalerstück-

4- Eine silberne Taschenuhr mit römischen Zahlen und messingenen Zeigern, sammt 2 messingenen Uhrschlüsseln.

5. Ein mit Stahlperlen gehäkelter Geldbeutel, etwas kleine Münze enthaltend-

Die redlichen Finder werden um deren Abliefe­rung anher ersucht.

Hanau am 28. März 1849.

Städtische Polizeiverwaltung.