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2) ein mit Arabesken verzierter, grautuchener Tischteppich;

3) zwei vielfarbige wollene Vorhangquasten;

4) ein siiberplatclrteö Theebrett, 2 Fuß lang und 1| Fuß breit, viereckig mit gebogenem Ranke und auf vier runden Füßen ruhend, mit ziselirten Zeichnungen;

5) ein Fußteppich von Wollplüsch, hellbraun mit bunten BouqueiS, Arabesken und mit schwarzen wollenen Franzen verziert, 5 Ellen lang und 3| Ellen breit;

6) drei Paar Fenstervoehange von gesticktem weißem Moll mit kleinen weißen Franzen, nebf^ sechs dazu gehörigen Bronze-Rosetten in Stiften;

7) eine weiße einfache Piquebettdecke;

8) ein Kästchen von schwarzem Holze mit Schloß, 3 bis 9 Zoll lang und 5 bis 6 Zoll breit, auf dem Deckel war eine bunte Ltramindecke, Bachus auf einem Fasse vorstellend;

9) ein Kästchen von Onyr in Bronze-Fassung, an dem Deckel waren Charniere und Schloß, die Hauptfarbe ist braun, mit verschiedenfar­bigen Adern;

10) sechs bis sieben Stück große geschliffene Cry- stallgläser, in verschiedenen Formen und Farben;

11) zwölf Tassen von Meißner Porzellan, in Rosa und Gold, blau und Gold, und grau und Gold;

12) eine große Porzellanschaale mit farbigen und Goldverzierungen in Relief;

13) acht Schaalen, für Desert bestimmt, von Meißner Porzellan, mit Goldverzierungen in Relief;

14) ein viereckiges gläsernes Seifennäpschen;

13) eine Tafeluhr von Goldbronze, zwei Fuß hoch, die Figur dieser Uhr stellt Judith mit dem Schwerte vor, die Figur hat einen grünen Flecken am Halse;

16) zwei Bronze-Leuchter mit vergoldetem Fuße und Aufsätze.

Wir bringen dies unter dem Ersuchen zur öf­fentlichen Kenntniß, nach den Gegenständen fahn­den zu lassen, in deren Auffindungsfalle die Be­sitzer über den Erwerb zu vernehmen und uns von einem etwaigen Resultate in Kenntniß zu setzen.

Wiesbaden am 26. Januar 1849.

Herzogl. Nassauisches Kriminalgericht.

Alle zur Ermittelung der Diebe und der ge­stohlenen Gegenstände — vor deren Ankauf ge- warnt wird — führende Spuren sind alsbald bei bet nächste« Gerichtsbehörde anzuzeigen.

Fahndungsschreibm und Steckbriefe.

137. Hanau. Alle Polizeibehörden werden ersucht, den unten signalisirten Heinrich Jakob Seif von

Biebrich, welcher wegen Diebstahls und Unter­schlagung in Untersuchung steht, sich gegen aus­drückliche Weisung, feine Heimath nicht zu ver­lassen, dennoch aus derselben entfernt und somit der Untersuchung entzogen hat, im BetretungS- falle zu verhaften und an das Herzoglich Nassauische Kriminalgericht zu Wiesbaden durch die Berbin- dungspalrouille der Gendarmen oder unter son­stiger sicherer Begleitung abliefern zu lassen.

Hanau am 19. Februar i8i9.

Die Kurfürstliche Bezukskirekcion zu Hanau. R o t h e.

Signalement: Alter 28 Jahre, Größe ä^ 5", Haare blond, Stirn niedrig, Augenbraunen blond, Augen graublau, Rase und Mund groß, Zöhne gut, Bart dunkelröchlich, Gesichtsfarbe ge­sund, ®efldf. länglich, Statur gesetzt; besondere Kennzeichen: hinkt mit dem rechten Bein.

138. Hanau. Alle Polizeibehörden werden ersucht, den unten signalisirten Christian Gras von Brau­bach, welcher sich zuweilen für Wilhelm Wieg- har 0 t von da au^ibt, und sich einer Fälschung und verschiedener Prellereien schuldig gemacht, sich auch seiner Vernehmung durch die Flucht entzogen hat, im Berretungsfalle zu verhaften und an das Herzoglich Nassauische Kriminalgericht zu Wies­baden durch die Verbinkungsparrouille der Gen­darmen oder unter sonstiger sicherer Begleitung abliefern zu lassen.

Hanau am 19. Februar 1849. Die Kurfürstliche Bezuksdirektion zu Hanau? * Rothe. 5

Signalement: Alter 26 Jahre, Größe 5' 5", Haare hellblond, Stirn breit, Augenbraunen hellblond, Augen blau, Nase spitz, Mund klein, Zähne gesund, Kinn breit, Bari hellblond, Ge­sichtsfarbe gesund, Gesicht voll, Statur untersetzt.

139- Hunau. Alle Polizeibehörden werden ersucht, den unten signalisirten Melchior Eckert aus Zeilsheim, Herzoglich Nassauischen AmtS Höchst, welcher wegen verschiedener Vergehen bei dem Her­zoglich Nassauischen Kriminalgericht zu Wiesbaden in Untersuchung ist und sich auf flüchtigen Fuß beheben hat, im Betretungssalle zu verhaften und an das genannte Kriminalgericht durch die Ber­bindungspatrouille der Gendarmen oder unter sonstiger sicherer Begleitung abliefern zu lassen.

Hanau am 19. Februar 1849.

Die Kurfürstliche Bezirksdirektion zu Hanau. Roth e.

Signalement: Alter 33 Jahre, Größe 6', Haare blond, Stirn breit, Augenbraunen blond, Augen blau, Nase groß, Mund klein, Zähne fehlerhaft, Kinn rund, Bart blond Gesichtsfarbe gesund, Gesicht länglich, Statur schlank.