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welche zur Entdeckung des Thäters führen könn­ten , alsbald dahier anzuzeigen.

Steinau am 6- Oktober 1848.

Kurfürstliches Justizamt.

Mülhause. vt, Keitz.

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Ermordung des Fürsten Lichnowsky und des Ge­nerals v. Auerswald dringend verdächtig. Man ersucht daher unter dem Bemerken, daß das Kurf. Hess Justizamt Bockenheim den am 30- v. M. gegen Buchsweiler erlassenen Steckbrief zurückge­zogen hat, alle Justiz- und Polizeibehörden des In- und Auslandes aufgedachcen Buchsweiler fahnden, denselben im Betretungsfalle arretiren und wohlverwahrt an die unterzeichnete Behörde abliefern zu lassen.

Frankfurt a. M. am 6. Oktober 1848.

Untersuchungskommission des peinlichen Berhöramts.

Signalement: Alter 30—40 Jahre, Größe wenig unter 5', Haare blond, stark wie mit Mehl bestreut, starker blonder Rundbart, Gesicht auf­gedunsen, bleich, Augen grau oder blau, hell, Nase breite gedrückte Flügel, gebogene Spitze, Mund breit, Hals kurz, sehr starker Nacken, Statur kurz, dick, Gang nach einer Seite ge­bogen.

P. N. Treibt sich, unter den verschiedensten Vor, wänden bettelnd, hauptsächlich bei Glaubens­genossen und demokrarischen Vereinen herum.

968. Fra nkfurt. Wir ersuchen sämmtliche in- und ausländische Polizeibehörden, aus die nachbenann, teil Personen, welche beschuldigr sind, eine Ein­gabe verbrecherischen Inhalts an die Nationalver­sammlung unterschrieben und bei deren Abfassung mitgewirkt zu haben, zu fahnden, und sie im Be- tretungsfalle zu verhaften und hierher abzuliefern.

1) Friedrich Schütz, Zeitungsredakteur, von Mainz.

2) G- Hörfel (aus Prag'). Derselbe soll groß von Statur und mager sein, ein längliches eingefallenes Gesicht und einen rothblonden Bart und Schnurrbart haben.

3) Friedrich Kapp (wahrscheinlich aus Heidel­berg). Derselbe soll groß und schlank sein, und einen röthlichen Bart haben.

4) Diepen brock, angeblich K. Preuß. Offs* zier a. D.

5) Karl Brühn aus Holstein.

DaS Signalement der obigen kann zur Zeit nicht näher angegeben werden.

Frankfurt am 30. September 1848.

Die Untersuchungskommission des peinlichen VerhöramtS.

Das Signalement des G. Hocrfel und Fried­rich Kapp ist soeben näher eingelaufen und als» dahin zu vervollständigen, resp, zu berichtigen.

Signalement des G. Hörfel:

Alter 38—40 Jahre, Größe 6', Haare blond, etwas schwach, Stirn flach, Aurenbraunen blond, Nase spitz, gebogen. Mund Mittel, Zähne gut, rothblonder Schnurrbart, Kinn etwas spitz, Gesicht

Fahndungsschreiben und Steckbriefe.

965. Hanau. Alle Polizeibehörden werden etsucht, auf Requisition des Großherz. Hess. Landgerichts Büdingen den Adam Bergheimer aus Usen- born, welcher eine ihm wegen wiederholter Land­streicherei und Unterschlagung zuerkannte Korrek- tionsstrafe von 10 Monaten zu verbüßen hat, wegen Diebstahls in Untersuchung steht und auS dem Gefängnisse zu Büdingen entsprungen ist, im Betretungösalle zu verhaften und an die unter­zeichnete Polizeidirektion oder an die requirirende Behörde durch die Verbindungspatrouille der Gen­darmen oder unter sonstiger sicherer Begleitung abliefern zu lassen.

Hanau am 3. Oktober 1848.

Kurfürstliche Polizeidirektion der Provinz Hanau.

Signalement:

Alter 38Jahre, Größe 7' Großh. Hess. Maßes, Haare schwarz, Stirn nieder, Augenbraunen schwarz, Nase spitz, Mund propvrnonirt, Kinn rund, schwarzer Schnurrbart, Gesichtsfarbe frisch, Gesicht oval, Profession Wagner.

966. Frankfurt. Der unten näher beschriebene Dr. jur. Wilhelmi von Langenschwalbach, ge­wesener Postpraktikat dahier, hat sich der Theil­nahme an den aufrührerischen Excessen dahier und namentlich in Sachsenhausen am 7. und 8. Juli d- J. so dringend verdächtig gemacht, daß bei seiner Entfernung von hier Steckbriefe gegen ihn erkannt worden sind. Wir ersuchen sub oblatione reciproci alle Behörden, auf ihn fahnden, auch im Betretungsfalle ihn arretiren lassen zu wollen und uns, wenn dessen Verhaftung vollzogen sein wird, davon zu benachrichtigen.

Frankfurt a. M. am 5- Oktober 1848. Peinliches B erhöramt.

Signalement

des Dr. jur. Karl Adolph Wilhelmi, gewesenen Postpraktikanten, aus Langenschwalbach:

Alter 32 Jahre, Größe 5 bis 5|' rhein., Haare dunkelblond, Augen blau, Nase und Mund ge­wöhnlich, Stirn hoch und offen, Gesicht oval, ^Gesichtsfarbe gesund, Statur untersetzt; besondere Kennzeichen: hat mehrere Hiebnarben im Gesicht.

P. ^ Derselbe trug am 7- Juli eine ganz helle Sommerkleidung.

967. §rahfsurft Der unten signalisirte chemalide Judenlehrer Saul Buchs weil er von Friedberg ist der Theilnahme an der am 18. v. M- verübten