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Den 5. Oktober- Ludwig Demuth, Cigarrenmacher, aus Hainchen, im Großherzozthum Hessen, alt 16 J.
Den 5- Oktober- Johanne Marie Katharine, des Bürgers und MühlenverwalrerS auf derFarbholz- mühle dahier Friedrich Wilhelm Traut, T- , alt 5 I. 7 M.
Den 7. Oktober. Anne Katharine Christine, des Beisitzers und Taglöhners Karl Schulz, T-, alt 2 I- 14 T.
In der katholischen Gemeinde.
Den 4. Oktober. Frau Marie, des Beisitzers und Schlossers Johann Peter Jakob Prior Ehefrau, geb. Leopold, alt 43 J.
Gemeinnützige Nachrichten.
Ueber einige, vorzüglich in jetziger Zeit empfehlungswerthe Feld-, namentlich Hackfrüchte.
(Fortsetzung aus Nr. 38 d- Bl.)
Die D urch win terung — Das Ausmachen wird entweder kurz vor oder kurz nach der Kartoffelernte verrichtet.
DaS Aufbewahren geschieht, nachdem das Kraut dicht an der Rübe abgeschnitten, am Vortheilhaftesten in i| — 2 Fuß breiten und 2 *— 3 Fuß tiefen Gruben, welche auf etwas erhabenen Stellen, jedoch so gemacht werden, daß eine neben der andern mit einem dazwischen liegenden Damm von ungefähr t^ Fuß Breite kommt; dadurch wird dieArbeit sehr erleichtert, denn wenn man ein neues Loch macht, bedeckt sich gleichzeitig daS nebenliegende durchdie Ausgrabung des letzter»; bevor jedoch das zweite Loch angefangen wird, muß daS erste bis zur Oberfläche der Erde auch einige Zolle darüber mit abgeschnittenen Rüben angefüllt sein, worauf eine Lage Stroh von 1 — 2 Zoll Dicke gelegt wird; die Länge der Gruben kann man nach Willkür machen, die gewöhnliche ist 10 — 12 Fuß-
Die Hauptsache bei dem Aufbewahren ist, daß die Rüben in kleine Quantitäten kommen, widrigenfalls
sich dieselben leicht erhitzen und in Fäulniß übergehen. Nach dieser Aufbewahrungömethode wird die Erdlage, 'welche auf die Rüben zu liegen kommt, Manchem zu dünn erscheinen; dieses ist abernichtder Fall, vielmehr ebnet man die Hügel so viel möglich und zieht hauptsächlich die Erde nach den Kopftheilen der Gruben hin, damit dieselbe nicht zu schwer auf den Rüben laste; später, bei eintretendem Froste, wenn die Erde bereits 1 bis 2 Zoll tief gefroren ist, deckt man dieselbe 5 — 8 Zoll hoch mit strohigem Pferdemist.
Der Ertrag von 1 Morgen Gelberüben ist gewöhnlich zwischen 250 — 400 Simmer — 80 — 120 Zentner. Für den Ertrag des Gelberübenkrautes ist wenig zu rechnen; dasselbe wird, von Sand oder Erde gereinigt, dem Aiehe gegeben.
Das W e l s ch k o r n oder der Mais
(Zea Mays Lin
Anweisung zum Welschkornbau.
Der Mais erfordert im Allgemeinen ein mildes Klima, einen aufgelockerten Boden und frische Düngung. Die letztere geschieht gewöhnlich so frühzeitig als möglich, damit dieselbe desto besser durch mehrmaliges Ackern vertheilt und wirksamer wird; jedoch kann man auch durch bloße Beibringung recht schönes Welschkorn erzielen, wozu 2 Wagen voll Dünger hinreichend sind, um einen Morgen Land damit auszufüllen.
Die Pflanzung desselben geschieht, nachdem die Witterung ist, von Mitte April bis gegen Ende Mai.
Bevor das Feld, nach ein- auch zweimaligem Pflügen, zum letzten Male, um daö Welschkorn zu legen, geackert wird, wird dasselbe erst tüchtig geeggt, und sollte dennoch beim Ackern die Erde nicht zerfallen, so müssen die groben Schollen mit der Harke (Karst) zerschlagen und der etwa sich auf die Oberfläche ackernde Mist in die Furche gezogen, und nach dem Ackern mit der Rückseite der Egge zugeschleift werden. Am besten geschieht das letzte Ackern bei heiterem Wetter, eben so das Legen des Welschkorns, was insbesondere wohl zu beobachten ist.
(Fortsetzung folgt.)
Gedruckt und verlegt in der Buchdruckerei des vereinigten evangel. Waisenhauses.