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35. Horbach. In Sachen der Wittwe des Rentners Franz Nickel, Marie, geb. Beck, zu Hanau, Klägerin, gegen den minderjährigen Heinrich Klein zu Horbach, unter Vormundschaft seiner Mutter, der Wittwe des Johannes Klein jun. daselbst, Verklagten, Hypothekforderung betreffend, ist durch Bescheid vom heutigen Tage der öffentliche Verkauf der nachgenannten, in der Gemarkung Horbach gelegenen Unterpfandsstücke, als:
Jun k e r n b e r g s f e l d:
1) Pag. 34- 1 V- 15 R. 1 S. auf dem großen Acker, an Peter Klein.
Bastenfeld:
2) Pag. 221. 1 V. 20 N. unter dem Springacker, an Christ. Müller,
erkannt, und dazu erster Termin auf
den 13. Nove m b e r !- I., eventuell zweiter auf
den 11. Dezember l. J., jedesmal Vormittags von 1t — 12 Uhr, in das Amtslokal dahier, und dritter auf den 8- Januar k. I.,
Vormittags von 10 — 12 Uhr, nach Horbach anberaumt worden, welches mit dem Anfügen hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird, daß etwaige sonstige Pfandgläubiger ihre Rechte, bei Meidung des gemeinrechtlichen Nachtheils, bezüglich der speziellen Ladung auf ihre Kosten, im ersten Verkaufötermin dahier anzuzeigen und urkundlich zu begründen haben.
Gelnhausen am 18. September 1848. Kurfürstliches Justizamt.
H e u s e r.
vt Busch.
36. Kilianstädten- In Sachen des Privatskri- benten Joseph Dörr zu Hanau, Klägers, gegen die Erben der Johannes Kailing's Wittwe, als: 1) die Ehefrau des Georg Schleich, Juliane, geb- Kailing und 2) den Philipp Kailing, beide zu Kilianstädten, Verklagte, wegen Forderung, sollen die nachgenannten, den Verklagten zugehörigen Realitäten , als:
1) Pmb.. 18. 74 R. ein halbes Wohnhaus vorm Oberthor, an der Straße nach Hanau, das Theil an Georg Weisenstein, und 2) Pmb. 18- 7j R- ein halbes Wohnhaus vorm Oberthor, an der Straße nach Hanau, das Theil nach dem Ge- meindswege in Kilianstädten, öffentlich zwangsweise verkauft werden, und ist anderer dritter Steigerungstermin auf
den 11. Oktober d. I.,
Vormittags 10 Uhr, nach Kilianstädten bestimmt worden, was Kaufliebhabern zur Nachricht bekannt gemacht wird.
Hanau am 13. September 1848- Kurfürstliches Landgericht. Zinck.
vt. Kahler-
37. Schenklengsfeld. Durch Erkenntniß des KriminalsenatS Kurfürstlichen ObergerichtS zuFul- da vom 1. September d. J. sind nachstehende Personen:
1) Nikolaus Thiel aus Schenklengsfeld,
2) Peter Nuppel aus Oberlengsfeld,
3) Georg W i e g a n d aus Schenklengsfeld,
4) Martin Wiegand aus Conrode,
5) Oswald H eyro ck aus Malkomeö,
6) Peter SchelhaaS aus Ransbach, ,7) Johannes Führer aus Philippsthal, für ausgetretene ^Miluairpflichtige erklärt und deshalb ein jeder von ihnen in die gesetzliche Strafe von Einhundert Thalern, bzw. im Falle des Unvermögens in eine sechsmonatliche Gefängnißstrafe verurtheilt worden. Dieses Erkenntniß wird hierdurch mit dem Bemerken öffentlich bekannt gemacht, daß die Verurtheilten, im Falle sie Revision einlegen wollen, solche vom 20. Oktober d. J. an binnen 3 Tagen bei dem unterzeichneten Gerichte anzuzeigen haben, widrigenfalls die Vollstreckung des Urtheils verfügt werden wird.
Schenklengsfeld am 20. September 1848. Kurfürstliches Justizamt- Wolf.
vt. Schwarzkopf.
Verzeichn iß
der bei Kurfürstl. Oberappellationsgerichte erfolgten Entscheidungen in Civilsachen.
Zuruckw eisen d e De krete:
Hagelsieb'sche Erben g. Staatsanwalt, w.Forderung; am 2. September.
Landeskreditkasse gegen StaatSanwalt und Kons., Priorität im Strübberg'schen Konkurse betreffend; am 5. September.
Vorbescheid:
Gde. Rothenbergen g. Heßler, Forderung aus einem aufgenommenen Darlehn betreffend; am 26. August.
E n d s b e s ch e i d e.
a. bestätigende:
Hertz g- Kaiser, w-Kontraktserfüllung; am 1. September.
Otto g. Heßdörfer's Wittwe, w. Zurückgabe über- schickter Wolle, bez. Vertragserfüllung; am 2. September.
Wenzel und dessen Ehefrau g. Andre u. dessen Ehefrau, w. nachbarlicher Streitigkeiten; eod.
Flörsheim g. EliaS, w. Manifestation; am 7. September.
Händler und Staatsanwalt g. Möller, w. Beeinträchtigung der Wirthschaftsgerechtigkeit; am 9- September.
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