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1848.
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Wochenblatt
für die Provinz Ha
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Hanau, Donnerstag den S8. September 1848«.
An das deutsche Volk!
Deutsche! Die verbrecherischen Vorfälle in Frankfurt, der beabsichtigte Angriff auf die Nationalversammlung, Aufruhr in den Straßen, der durch Waffengewalt unterdrückt werden mußte, empörender Meuchelmord und lebensgefährliche Bedrohung und Mißhandlung an einzelnen Abgeordneten verübt; sie haben die Pläne und Mittel einer Partei deutlich gezeigt, die unserm Vaterlande die Schrecknisse der Anarchie und eines Bürgerskrieges bringen will.
Deutsche! Eure Freiheit ist mir heilig. Sie soll durch das Verfassungswerk, zu welchem Eure Vertreter hier versammelt sind, dauernd und fest begründet werden. Aber sie würde Euch entrissen sein, wenn die Gesetzlosigkeit mit ihrem Gefolge über Deutschland sich verbreitete.
Deutsche! Durch das Gesetz vom 28. Juni 1848 ist mir die vollziehende Gewalt gegeben in Angelegenheiten, welche die allgemeine Sicherheit und Wohlfahrt Deutschlands betreffen. Ich habe unser Vaterland zu schützen, möge es durch Feinde von Außen, möge es durch verbrecherische Thaten im Innern gefährdet werden.
Ich kenne meine Pflicht, ich werde sie erfüllen; ich werde sie erfüllen, fest und vollständig. Und Ihr, deutsche Männer! die Ihr Euer Vaterland und Eure Freiheit liebt, Ihr werdet mir, dessen bin ich gewiß, thätig zur Seite stehen.
Frankfurt am 20. September 1848.
Wer Neichsverweser
Johann.
Die Reichsminister
Schmerling. Peucker. Duckwitz. Mohl.
Ernennungen und Beförderungen.
Seine Königliche Hoheit der Kurfürst haben aller- gnädigst geruhet:
den Hauptmann von Dr ach vom dritten Jnfan- terieregiment mit Pension ausscheiden zu lassen.
Seine Königliche Hoheit der Kurfürst haben aller- gnadigst geruhet:
den provisorischen Vorstand des Ministeriums des Innern, Regierungsrath Bernhard Eberhard, so- wie den provisorischen Vorstand des Finanzministeriums, Regierungsrath Karl Wilhelm Wipp ermann, zu Staatsrathen zu ernennen.