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Gestorbene.

In der evangel. Gemeinde der Marienkirche.

Den 27. Juli. Johann Georg Friedrich, des Bür­gers und Goldarbeiters Johann Georg Ihm, S-, alt 4 M. 5 T-

Den 28- Juli. Wilhelmine Henriette, unehel. T., alt 3 M. 1 T-

Den 28- 3uk Johann Balthasar Nosenberger, Tag- löhncr, alt 41 I. 4 M. 5 T-

Den 29. Juli. Johann Friedrich Laboure, Bürger und Hutstafsirer, alt 58 I. 2 M- 1 5.

Den 30- Juli. Margarethe, unehel. T-, alt 7 J. 3 M. 8 T-

Den 30- Juli. Susanne Katharine Luise, des Bür­gers und Schuhmachermeisters Georg Gerlach, T-, alt 2 M- 22 T.

In der evangel. Gemeinde der Johanneskirche.

Den 24. Juli- Karl Ludwig Ferdinand Maria, des Regimentsschreibers im dritten Infanterieregiment Hermann Ferdinand Christian Wilhelm Sprengel, S-, alt 4 M- 15 2-

Den 28. Juli- Dorothee Henriette, des Beisitzers und Schneiders zu Betzicsdorf, Langerichtö Mar­burg, und Temporalfchutzverwandten dahicr Johann Georg Hamel, T-, alt 3 M. 9 T-

In der katholischen Gemeinde.

Den 27. Juli. Bernhard Louis, unehel. S-, alt 6 M. 29 3.

In der deutschkatholischen Gemeinde.

Den 30. Juli. Wilhelm Christian, des TabakSar- beiters Christian Müller, S-, alt 1 I. 6 M. 15

In der israelitischen Gemeinde.

Den 28. Juli. Lenchen Lob, aus Fischborn, alt 93

Berichtig» ng: In Nummer 30 des Wochen­blattes lese man unter den Gestorbenen der ka­tholischen Gemeinde statt „Nachtwächter" „Wol- lenkämmerer" und statt „S-" „T-", alt 8 J. 3 M. 8 T.

Gemeinnützige Nachrichten.

Ueber den Tabaksbau in Kurhessen und dessen zeitgemäße Verbesserung.

(Fortsetzung aus Nr. 28 d- Bl.)

Nur früher, in kurz auseinander folgender Zeit ssuSgepflanzter Tabak wird, vermöge unserer klima.

tischen Verhältnisse, in gewöhnlichen nicht sehr hei­ßen Jahrgange» eine vollkommene, gleiche und reife Waare liefern. — Es läßt sich noch vieleS für den frühen Satz anführen, und nur alte Vorurtheile sprechen dagegen. — Die handgreiflichsten und au­genfälligsten dafür sind, daß beim frühen Aussetzen noch Feuchtigkeit im Boden ist und folglich die jun­ge Pflanze sogleich anwächst und bei etwa später eintretender Trockenheit dennoch üppig fortwächst. Ist die Tabaköpflanze nur einmal angewachsen, so kann dieselbe den trockensten Boden und die stärkste Hitze ertragen, ja letztere ist ihrem Gedeihen noch sehr förderlich. Ein früh gesetzter Tabak ist natür­licherweise auch früher reif und genießt noch des gu­ten Wetters am Dache. Um gute Waare zu erzie­len, ist das eine so nothwendig als das andere, voll­kommenes Reifwerden und gute Trocknenzeit.

Die nach holländischer Manier gefertigten TabakS- pflanzenbeete (Kutschen), welche ich hier näher be­schreiben werde, entsprechen vollkommen dem End­zwecke des frühen Pflanzensatzes. Bei Anlegung sol­cher Beete wählt man wo möglich einen Platz, der von der Nordseite geschützt und von der Morgenson­ne beschienen wird. Dann ist hierzu vor allen Din­gen gute Erde erforderlich, z. B- Walderde oder sehr fette Gartenerde, welche man schon im Spätjahre aufhauft, kurzen Dünger darunter bringt, wahrend des Winters oft umhacket, und von Zeit zu Zeit mit Jauche begießet. Die Beete verfertigt man sich auf die gewöhnliche Art; doch müssen deren Wände etwas erhaben sein. Wenn die Beete unten hohl sind, so ist es sehr gut, weil dadurch die gefährlich­sten Feinde der jungen Tabakspflanzen, die Würmer, abgehalten werden, in die Beete einzudringen. Nach­dem nun die gut zubereitete Erde in die Kutschen eingebracht ist*), d. h. zuerst eine Lage Erde, nachher eine dünne Lage Dung, dann noch einige Zoll hoch Erde, verfertigt man sich zum Bedecken derselben genau darauf passende Rahmen, welche mit in Oel getränktem Papiere überpappt werden^).

Der Tabakösamen wird nach altem Herkommen auf den Tag Mariä Verkündigung (den 25. März) eingeweicht, in einem wollenen Säckchen an einen

*). Ich lasse dieselbe immer durch einen Kieswurf werfen.

**) Herr C. Gräff, Tabaksfabrikant in Kreuznach, war so gütig, mir einige Notizen über holländische Pflanzenbeete mitzutheilen, und sagt unter Anderin: Die Holländer be­decken in neuerer Zeit ihre Beete mit Rahmen, die anstatt früher mit geöltem Papiere, jetzt mit geringem Baum- wollcnzeug überzogen werden^ und mit Folgendem einen Anstrich erhalten: 4 Unzen getrockneter weißer Käse, wie derselbe eon den Molken. abgslaufen, pulverisirt; 2 Unzen gelöschter Kalk; 4 Unzen gekochtes Leinöl. Dieses zusaw- mengerieben.

Zusatz. 4 Unzen Eiweiß und 4 Unzen Eigelb zusam­men zu Schaum geschlagen, mit Obigem vermischt und damit angestrichen. Ich werde dieses Jahr eine Probe da­mit anstelle» und das Resultat seiner Zeit mittheilen.

D. B erf.

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