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Den 6. Juli- Anne Marie Linck, alt 57 I. 9 M.

21 T.

In der französischen Gemeinde.

Den 22. Juni. Des Bürgers und Hutmachers Franxois Pierre Martin Gaze, (todtgeb.) S. Den 3. Juli. Jean Ferdinand, des Bürgers und Goldarbeicers Chratien Vial, S., alt 2 M. 11 T-

In der niederländischen Gemeinde.

Den 28. Juni. Susanne Marie, des Bürgers und Schuhmachermeisters Johann Martin Wilhelm Schäfer, T-, alt 21 I. 6 M. 6 T. (war in vori­ger Nummer irrthümlich von der französischen Gemeinde aufgeführt).

In der katholischen Gemeinde.

Den 2. Juli. Margarethe Odenwald, aus Rommerz, Kreises Fulda, alt 58 I.

Den 5. Juli. Johannes Schwab, Musketier im dritten Infanterieregiment, alt 21 I. 8 M.

Gemeinnützige Nachrichten.

Ueber den Tabaksban in Kurhessen und dessen zeitgemäße Verbesserung.

(Fortsetzung aus Nr. 23 d- Bl.)

e) Der weißrippige virginische Hänge- tabak bezeichnet durch die aufsitzenden, schiefste­henden, hängenden Blätter, die am Grund geöhrt und mehr oder weniger am Stengel herablaufend sind. Diese Spielart ist beständiger als andere, sie wechselt in der Form selten; gedeiht im leichten, wie in schwerem Boden, liefert im Durchschnitt bis 10 Zentner Blätter aus einem Acker Land und ist nur in nassen Jahren dem Roste ausgesetzt. Die Farbe bleibt aber gewöhnlich sehr dunkel und wird nur in leichtem Boden etwas gelblich, weshalb sie sich als Pfeifengut nicht empfiehlt; dient dagegen aber als Karotten oder Schwergut ausgezeichnet und eignet sich vorzugsweise für schweren Boden; sonst ist der dicklippige Tabak dem weißrjppigen vorzuziehen.

II. Maryland-Tabak.

(Nieotiana maerophylla Sprengel.)

a) Der länglich-blätterige Maryland (auch Schaufel -, Dutten - und Straßburger Tabak genannt). Diese Spielart gehört unstreitig zu den besten Tabaken, die allgemeiner kultivirt zu werden verdient, und hierortiger Erfahrung zu Folge so gut wie die virginischen Sorten bei uns gedeiht, und sich dabei als ziemlich beständig beweist. Die Blätter find dünn und wiegen etwas leicht, bekommen eine

schöne gelbe Farbe und werden ausschließlich nur zu Rauchtabak verwendet.

Die Pflanze liebt einen lehmigen und mergelarti- gen Boden, gedeiht jedoch auch in Sandboden, nur daß sie in jenem ein größeres und schöneres Blatt erreicht, als in diesem. Im Elsaß und in der Rheinpfalz baut man diese Tabaksorte gern am Fu­ße der Gebirge und auf den an diese anstoßenden Ebenen. Sie ist dem Roste nicht so sehr auögesetzt, als die virginischen Sorten und läßt sich auf 12 Blätter köpfen. Am Dache müssen diese weitläufig und luftig hängen, damit sie keinen Dachbrand be­kommen. Werden sie feucht aufgehängt, so gehen sie in der Fermentation zu Grunde. Hat man Raum dazu, so ist es gerathen, die Stengel mit den Blät­tern unter leichtlufcigen Schoppen oder auch an den Gebäuden aufzuhängen und abwelken zu lassen. Sehr vortheilhaft ist es, die Blätter zu sortiren, die größern, nach Art der Amerikaner zu docken^), wodurch sie zu Cigarrendeckblatt geeignet gemacht, sehr gesucht und gut bezahlt werden. Der Schaufeltabak ist stets leicht von Gewicht, rentirt aber dennoch besser, als die schweren Sorcen, indem er verhälrnißmäßig zu bessern Preisen verkauft wird.

b) Der ungarische und

c) der griechische Tabak.

Beide unterscheiden sich von der ersteren Sorte durch kleinere rundliche Blätter. Sie verlangen warmes Klima und leichten, guten Tabaksboden, und geben ein leichtes, knellerfreieS, ohne weitere Vorbe­reitung zum Rauchen taugliches Gut. Der griechi­sche Tabak hat von allen Maryland-Tabaken den feinsten Geruch, ist sehr leicht, angenehm, von man­chen Tabaksrauchern sehr gesucht und daher auch nicht selten noch einmal so theuer, als die gewöhn­lichen Sorten (der griechische und ungarische Tabak), erheischen aber eine sehr sorgfältige Behandlung, so­wohl hinsichtlich der Kultur, als der Trocknung rc- Vorzüglich gehört dazu die richtige Auswahl des Bodens, und dann das Aufhängen der Blatter nebst den Stengeln, die man so lange hängen läßt, bis die Blätter trocken genug sind; sollen die Blätter aber auf dem Felde gebrochen werden, so darf dieses nur allmählig, wie sie die Reife erlangen, von un­ten herauf geschehen.

d) Breitblätteriger Marylan d - Tabak (AmerSforter, Magdeburger Abart).

Ein ausgezeichneter Tabak, der bei Magdeburg gebaut wird und einen schweren, gut zubereiteten Boden verlangt. Er wird über 5 Fuß hoch, die Blätter sind länglich, sehr groß, dicht und aufrecht stehend, glatt, dick und fett anzufühlen; die Blüthen groß, röthlich mit sehr kurzen Blüthengipfeln. Dieser Tabak wiegt schwer und liefert ein herrliches,

*) d. h. eine Partie Blätter zusammen in eine Puppe legen und mit einem starken Blatte umwickeln. D. R.

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