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183. Heiland, Hugo, SchauspielerS>ohn, auS Hof- städteN, diesseirigen AmtS.

älter 24 Jahre, Statur schlank, 5' 3", Haare braun, Stirn gewölbt, Augen braun, Nase spur, Mund schmal, Zahne gut, Kinn rund, Gesicht oval, Farbe gesund.

Ursache der Verfolgung: Entziehung der Polizei, liehen Aufsicht erster Klaffe durch verbotswidrige Entfernung aus seinem Wohnor e.

Versolaende Behörde: perz. S. Koburg. Ju- stizamt Sonnefeld, am 8. Februar 1818. G r o ß.

P. N. Heiland befindet sich wahrscheinlich bei seiner Mutter, der Schauspielerin Luise Heiland von Hofstadten, welche am 3. De­zember v- I. über Kronach in das Innere von Bayern abgereist ist. Sie besitzt für sich und ihre 3 Kinder, Marie, Rudolf und Franz, einen Paß der Herz Landesregierung zu Koburg. 184. Ott, Valentin, vormaliger Scribenc von hier. Alter 35| Jahre, Statur schwächlich, best. 5' Bayer. M., Haare auffallend hellgelbröthlich, ge­lockt, Augen schielend, Nase stumpf, Mund etwas aufgeworfen, Gesicht bleich.

Ursache der Verfolgung: Betrug, verschiedene Unterschlagungen und heimliche Entfernung von hier am 18. v. M.

Verfolgende Behörde: Fürstl Leining. Herr­schaftsgericht Amorbach, am 7. Februar 1848.

185. Sturm, Anton, gewesener Buchhändler, aus Bayern geb.

Alter ungefähr 28 Jahre, Stand verheirathet, Statur mittler, Haare braun, Gesicht schwarz­braun, fast bartlos, und

186- Sturm, Anna, angeblich aus München geb. Alter 23 Jahre, Stand verheirathet, Statur mittler und etwas größer als ihr Mann, Haare schwarz, lockig, Gesicht blaß.

Ursache der Verfolgung: Verbrechen des Betrugs. Verfolgende Behörde: K. K- Oesterreich. Poli- zeidirekttörr in Wien, am 24. Januar 1848.

187. Riemer, Karl Wilhelm, Tischlergeselle und höchst gefährlicher Gauner, aus Sabor im Preu­ßischen Niederschlesien geb. und in Böhmisch-Chem- nig heimalhsberechtigt. z

Alter 46 Jahre, Statur mittler, schlank, Haare blond, Stirn stark gefaltet, Augen grau, Gesicht blaß; besondere Kennzeichen: einige Blatternarben- Er wurde im Monat Dezember 1847, nachdem er die ihm wegen mehrerer Diebstahle zuerkannte Zuchthausstrafe überstanden hatte, von dem Kön. S- Justizamte Lauterstem zu Söhlig über die K. S- Pr- Grenze gebracht- Er ist im Bstretungs- falle gehörig gefesselt unter sicherer Begleitung an die K. K. Stadthauptmannschaft und Polizeidirek- tion in Prag abzuliefern.

(Bek. der K. K. Polizeidirektion in Innsbruck, am 17. Januar 1848).

188. Dörr, Ludwig, Maurergeselle, aus Rembach im Großherzogthum Hessen-Darmstadt.

älter 18 Jahre, Haare schwarz, Gesicht rund, voll; Kleidung: blauer Tuchrock, lichte Sommer- hosen.

Ursache der Versolgung: Verdacht der Ent­wendung einer silbernen Repetwuhr und einer Baar schaff von 5| Tylr.

Verfolgende Behörde: daS Stadtgericht in Pirna, am 8. Februar 1848.

P. N. © ö r r besitzt ein Wanderbuch d. d. Heggenhain am 11. Dezember 1846.

189. Müller, Philipp, aus Jostem.

Alter 38 Jahre, Statur kiem, 5Z 4", Haare blond, Stirn hoch, Augen grau, Nase stumpf, Mund gewöhnlich, Kinn rund, Bart blond.

Ursache der Verfolgung: Diebstahl, Fälschung und Flucht.

Verfolgende Behörde: Herz. Nassauisches Krimi­nalgericht Wiesbaden, am 3. Februar 1848-

Erledigung en.

190. (Steckbr. Nr. 1411 dc 1847) Heinrich Kalb auS Blankenau; (112) Konrad Schmidt auS Oberkalbach; (92)Georg Gerlach's Ehefrau auS Heenes; (1281 de 1847) Johannes Gottschalk aus Alböhausen; (119) Friedrich Preßler au» Holstein; (69) Christoph Siebert aus Jpping- hausen; (117) Friedrich Bindemann aus El- lenberg; (1214 de 1847) Heinrich Roß, auch Heinrich Groß und Perzenberger genannt, aus Eckardtö; (113) Theodor Sollmann aus Hetschbach — sind verhaftet.

Gefundene Gegenstände.

1. Eine Kaputze.

2- Ein Halstuch.

3. Ein Taschentuch.

Die rechtmäßigen Eigenthümer werden aufgefor­dert, sich baldigst dahier zu melden.

Hanau am 16. Februar 1848.

Aus Kurfürstlicher Polizeidirektion.

4. Dem Bürgermeister zu Seckbach ist ein Jagd­hund zugelaufen, welcher von dem rechtmäßigen Eigenthümer gegen Vergütung der FütterungS- kosten bei demselben wieder abgeholc werden sann.

Verlorne Gegenstände-

1 Ein Schwanzriemen von einem Pferdegeschirr.

, 2- Ein baumwollener Geldbeutel mit drei Eingul« denstücken-

Die redlichen Finder werden um deren Abliefe­rung anher ersucht.

Hanau am 16. Februar 1848.

Aus Kurfürstlicher Polizeidirektion.