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154. Bonn. In der Nacht auf den 10. Januar d- I- ist aus der Kirche zu Urfeld mitrelst Enw bruchs ein Ziborium sowie eine Monstranz von Neustider encwenbet worden. Der ' erbaut des Diebstahls ruhr zunächst auf einem fremden Men­schen von größer Statur, mit schwarzem Haar, bekwioet mit1 einem blauen, Ziemlich abgetragenen Biberrock und karrirter Hose, weicher sich zu fragli­cher Zeit zu Urseid und Hersei herumgemeben, und sich bald für den Glaser Albrecht aus Bonn, bald für einen gewissen Klein aus Brühl, wel­cher beim 28- Regiment oder der Garde zu Ber­lin gedient, ausgegeben hat Ich ersuche, mir über den Verbleib der gestohlenen Sachen oder über den Dieb, oder über das oben beschriebene Individuum Auskunft zu geben.

Bonn am 12. Januar 1848-

Der Staats-Prokurator WeyerS- .

155. D ü s s e l d o r f. Der unterm 14. August v. I. steckbrieflich von uns verfolgte, unter lebens­länglicher Polizeiaufsicht stehende Wilhelm K ü h - neu aus Bsmcum hat sich, nachdem er in Mainz wegen wissentlichen Gebrauchs eines verfälschten Passes eine 14tägige Gefangnißstrafe verbüßt hatte, uno hierauf an die Provinzial-Arbeitsanstalt zu Brauweiwr abgeliefert werden sollte, der Vollstrek- kung dieser Maßregel auf dem Transport, durch Einweichung aus Dem Gefängnisse zu Bendorf, neuerdings zu entziehen gewußt. Wir ersuchen, ihn zu verhaften und an die Gerichtsbehörde zu Bendorf abliefern zu lassen, wo er wegen eines neuen Vergehens zur Untersuchung gezogen wer­den soll. Geburtsort Helpenstein, Wohnort Va- nicum, Stand Schlosser, Religion katholisch, Alter 28 Jahre, Größe 5 Fuß 4 Zoll, Haare und Au- genbraunen blond, Augen blau, Nase spitz, Mund klein, Zahne gut, Bart blond, Kinn und Gesicht oval, Gesichtsfarbe gesund, Statur schlank.

Düsseldorf am 14. Januar 1848-

-Kön. Preuß. Regierung-

156- Fritsch e, Wilhelm, Müllergeselle, aus Schöne- beck-

Alter 25 Jahre, Größe 5' 8", Haare blond, Augen graugrün, Zähne gut, Bart schwarz. Be­sondere Kennzeichen: der linke Daumen ist kürzer und hat einen unvollständigen Nagel.

Ursache der Verfolgung: Gefährlichkeit für die öffentliche Sicherheit und Einweichung aus hiesi­ger Anstalt am 9. b. M.

Verfolgende Bohörde: die Direktion debZwangS- arbeitsanstalt Burg-Schadeleben in Groß-Salza, am 13. Januar 1848.

P. N. Fritsche sollte nach erlittener Zuchthaus­strafe bis zum Nachweise des ehrlichen Erwerbes und der Besserung vorläufig L Jahre detinirt werden.

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157. Basel. Johann Heinrich Schar er, Bürger und Schneidermeister von hier, welcher sich letzten Montag Abend von hier entfernt hat, wird eines betrügerischen Bankerorts angeschuldigt,

Derselbe ist ca. 35 Jahre alt, ca. 5' 4" schweiz. Maß. hoch, von schlankem Wüchse, hat braune Haare, dunkle Augen, eine etwas gebogene Nase, mittlern Mund, spitzes Kinn und längliches Ge­sicht; trug gewöhnlich einen starken Schnurr- und Kinnbart. Hat einen ziemlich schnellen und gra- vitätifcheiOGang. Spricht schnell.

Man ersucht, auf den Beschriebenen genaue Fahndung zu bestellen, ihn betretenden Falles zu verhaften und sammt der bei ihm gefundenen Baarschaft und Effekten behufs richterlicher Unter­suchung anher zu liefern.

Basel am 26. Januar 1848.

_____________________Polizeidirektion.

Erledigungen.

158. (Steckbr. Nr. 121) Julius Thiel aus Ziegen- hain; (72) Ferdinand Reiß aus Gelnhausen; (629 de 1845) Michael Becker aus Romsthal; (97) Karoline Kluche aus Gottöbüren; (1448. de 1847) Elisabeth Weitzel aus Allendorf sind verhaftet. .

Berichtig un g.

Bei dem in Nr. 52 der polizeilichen Nachrichten vom 30. Dezember 1847 (ZP 1438) erlassenen Steckbrief ist der Name Merg in Merz zu be­richtigen.

Gefundene Gegenstände.

1. Eine Tasche mit einer Brieftasche.

2. Ein Taschenmesser.

3. Ein Pünscherhund (zugelaufen).

4. Ein Mantelärmel.

5. Ein Halstuch.

6. Eine Pferde-Bauchgurte.

Die rechtmäßigen Eigenthümer werden aufgefor­dert, sich baldigst dahier zu melden.

Hanau am 9- Februar 1848.

Aus Kurfürstlicher Poliz e i d i r e k t i o n.

Verlorne Gegenstände.

1- Ein länglich runder, goldner Ohrring mit Dia­mant.

2. Ein weißleinenes Taschentuch, gez. P. G. 6-

3. Zwanzig Stück Kareoinen von blassem Golde-

4. Eine Brille in dünner Stahleinfassung.

5- Ein goldnes Petschaft, glatt, und ein desgl. mit Siegel und Den Buchstaben J. K.

Die redlichen Finder werden um deren Abliefe­rung anher ersucht.

Hanau am 9. Februar 1848.

Aus Kurfürstlicher Polizeidirektion«