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Gestorbene.

In der evangel. Gemeinde der Marienkirche.

Den 14. Januar 1848. Jakob Liel, Taglöhner, aus Rückingen, alt 28 J.

Den 15. Januar 1848- Des Bürgers und Handels­manns Wilhelm Fauerbach, todcgeb. S-

Den 15. Januar 1848. Susanne Henriette Katha- rine", des Beisitzers und Seikenweberö Johannes Merck, T-, alt 8 M. 25 T.

Den 18. Januar 1848. Frau Henriette Marie, deS Bürgers, Buchbinders und Etuimachers Friedrich Christoph Anton Reichardt Ehefrau, geb. Kylbe, alt 45 I. 8 M- 17 5. .

Den 20. Januar 1848. Franz August, unehel- S-, alt 4 M. 8 T.

Den 20. Januar 1848. Frau Susanne Elisabeth, des Bürgers und Schreinermeisters Franz Fabri- zius Ehefrau, geb. Koch, alt 40 Jahr 1 M- 19

Den 21. Januar 1848- Gabriel Ludwig Wilhelm, des Bürgers und Schneidermeisters Johann Hein­rich Gieser, S, alt 9 I. 10 M. 4 T.

Den 21- Januar 1848. Frau Johanne, des verleb­ten Bürgers und Handelsmanns Johannes Stick, nachgel. Wittwe, geb. Grau, alt 65 I. I M 9 T-

In der evangel. Gemeinde der Johanneskirche.

Den 21. Januar 1848- Michael Melchior, Bürger und Handelsmann, alt 76 I. I M.2 T.

Gemeinnützige Nachrichten.

Anleitung zum Anbau der Saatrüben.

(Fortsetzung u Schluß aus Nr. 3 d. Blattes.)

Die Saatrüben sind viel wässeriger, wie alle Arten der Steckrüben und werden deshalb auch Wasserrüben genannt. In ihrer Gestalt und Farbe sind sie sehr verschieden. Einige haben eine breite runde, mehr oder minder zusammengedrückte, zwiebelförmige Form, die unten eine dünne Pfahlwurzel hat (man nennt sie auch Tellerrübe), andere eine spindelförmige, die unten spitz zulauft, in die Pfahlwurzel aümahlig übergeht und Guckelrübe genannt wird. Beide sind bald gelber, bald weißer, auch öfters oben röthlich oder grünlich. Sie wachsen zuweilen mehr aus der Erde heraus, zuweilen vergrößern sie sich unter der Oberfläche derselben. Ihre Größe ist sehr verschieden und scheint hauptsächlich von der Kultur abzuhängen. Die Rüben, welche in England die Schwere von 60 70 Pfund erhalten, scheinen ganz dieselben zu sein, die bei unS gemeinlich nur | Pfund wiegen, jedoch auch wohl bis zu 14 Pfund Gewicht gebracht werden. Sie leiden häufig von Erdflöhen und Rau­pen.

Man hat schon langst bei uns in der Brache und in der Stoppel gebaute Rüben unterschieden, und wußte, daß jene ungleich größer wurden. Plan hat aber nicht die Sorgfalt wie in England auf die Brachrüben verwendet, wo sie eins der Hauptfütte­rungsmittel ausmachen. Sie sind dort noch immer die gewöhnlichste Hackfrucht statt der Brache*)»

In Deutschland werden die Rüben zu Ende des Juni oder Anfangs Juli in die gedüngte Brache gesaet, nachdem schon dreimal dazu gepflügt worden. Sie werden von solchen, die es einigermaßen zwingen können, gejätet aber selten behackt und vereinzelt. Wenn sie geraDeu, geben sie aus diese Weise behandelt einen bettachtlicheN Ertrag, wenn gleich nicht einen solchen, wie die behackten Rüben der Engländer; und wenn sie nicht gerathen, so achtet man den Verlust deS SaznenS nicht. Da man aber doch die Brache, wenn man sie überhaupt nutzen will, mit andern Gewachsen »ertheil!)aftn benutzen kann, so kommen sie nicht häufig vor.

Mehr werden in Deutsch and die Stoppelrüben gebaut**). 'Allgemein ist dieser Bau in den westlichen Gegenden Deutschlands, seit alten Zeiten nach dem Rheine zu. Von da an nimmt er immer mehr ab, und verschwindet fast gänzlich diesseuö der Elbe. wenn gleich das Klima nicht Schuld ist, die Ernte hier nicht merklich später wie dort ist, auch der Winter nicht früher ein tritt. Und dennoch ist jener Bau höchst vortheilhaft, und eine Hauptstütze der Wirth­schafren in jenen Gegenden, wo solche Start findet- Warum baut man sie also bei unS nicht mehr? Die Hauptursache ist wohl die, daß in den hiesigen gro­ßen Wirthschaften das Gedränge der Geschäfte in der Ernte zu stark ist, um gleich nach der ersten Roggenernte an die Umbrechung der Stoppel denken zu können, was freilich eine nothwendige Bedingung dieses Baues ist, und Überbein fehlt es an Beispielen dieses für kleine Wirthschaften mehr angemessenen BarwS. Die Rüben verlangen einen lehmigen Sand­boden, der nicht zu trocken, aber auch der Nässe nicht ausgesetzt ist.

Zu den Stoppelrüben wird der Acker, sobald der Roggen vom Halme ist, flach umgebrochen. Man wartet oft nicht, bis er eingefahren, sondern pflügt zwischen den Haufen durch. Es wird dann scharf geegget, und die auSgeeggete Stoppel zusammenge­harkt und verbrannt. Kann man irgend eine Dün­gung geben, so thut man eS, und wenn der Roggen nicht in Dünger gesaet worden wäre, so ist es un­umgänglich nöthig. Dann wird bald darauf zum zweicenmale tiefer gepflügt, mit der Egge vorgezogen, der Samen zu 1 bis 14 Ä. pr. Morgen vorsichtig auögesaet, wieder scharf geegget und gewalzt. Zu-

*) S- Englische Landwirthschaft von AlbrechtThaer, den iten und 3ten Band.

**) Bei uns besonders im Hanaustchen.