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Polizeiliche Nachrichten.

52. Hanau, den 28. Dezember 1839

Bekanntmachungen.

2062. Hanau. Durch Beschluß Kurfürst!. Ministe­riums des Innern vom 2. d. M. ist die Erneue­rung des von der Polizeidirektion unterm 22. Sep- «mbtr 1829 erlassenen Verbots des TabakrauchenS in hiesiger Stadt verfügt worden; es wird bem» nach, das Rauchen aus Pfeifen sowie von Cigar­ren in den Straßen und auf den öffentlichen Pläz- zen hiesiger Stadt, bei Meldung angemessener Po­lizeistrafe, hiermit untersagt untTnur den Bauhand­werkern und anderen im Freien arbeitenden Ge- werbsleuten das Tabakrauchen aus gedeckelten Pfei­fen an dem Bau - oder Arbeitsplätze, sofern da. selbst oder in der Nähe leicht entzündliche Gegen­stände sich nicht befinden, nachgelassen.

Hanau am 13. Dezember 1839.

Kurfürstl. Polizeivircktisn.

H e p p e.

vt. Reuß.

Vergehen und Verbrechen.

2063. Hanau. In der hiesigen Judenstraße wurden aus einer Kammer am 3. l. M. mittelst Einbruchs folgende Gegenstände entwendet:

ein Paar, schon getragene, hirschlederne Hosen; sechs Handtücher, von Flächsenleinen, ohne Zei­chen und

zwei Pfund Flächsengarn.

Es wird hiermit vor deren Ankauf gewarnt und, da die seitherige Untersuchung kein günstiges Re­sultat ergeben, um Mittheilung etwaiger Anzeigen ersucht.

Hanau den 18. Dezember 1839.

Kurf. Hess. Landgericht das.

Schneider.

vt. Todt.

Steckbriefe.

2064. Rosentbal. Der Schäfer Christoph Krie­ger von Allendors an der Lumbde (im Darmstäd- tischen), befindet sich dahier wegen Schaafdiebstahls in Untersuchung und hat sich derselben durch die Flucht entzogen.

Es werden daher alle betreffenden Behörden er­sucht, auf den rc. Krieger achten und ihn im

Betretungsfalle verhaften und anher abliefern zu lassen.

Rosenthal den 20. Dezember 1839.

Kurfürst!. Justizamt.

Gunckel.

2065. Kirchhain. Die Taglöhnerin Elisabeth Weihe! von Allendorf hat sich seit dem 2. d.

M. aus ihrer Heimath entfernt, ist bis jetzt dahin nicht zurückgekehrt, und ihr Aufenthalt unbekannt geblieben.

Da sie keine Reiselegitimation besitzt, ein statt­hafter Zweck ihrer Entfernung nicht zum Grunde liegt, sie zudem auch hin und wieder an Geistes­krankheit leidet; so sieht man sich veranlaßt, ihr diesen Steckbrief nachzusenden und die resp. Po­lizeibehörden zu ersuchen, ihr nachforschen zu lassen, »nd im Betretungsfall sie zu verhaften und unter sicherer Begleitung hierher abzuliefern.

Das Signalement derselben ist hierunter be­merkt.

Kirchhain am 16. Dezember 1839.

Der Landrath Cranz.

Signalement:

Alter 34 Jahre, Größe 5 Fuß, Haare dunkel­blond , Stirn hoch, Augen blaugrau, Nase dick, Zähne gut, Kinn rund, Farbe gesund, Gesicht breit, Statur stark.

Kleidung:

Trug Mütze, weiß mit blauer Einfassung, Hals­tuch, Kragen von Kattun, Jacke Leinen blau mit weißen Punkten, Rock blau und weißgestreift von Leinwand, Schürze blau gefärbt von Leinen, Strümpfe von weißer Wolle, Schuhe gewöhnlich, Hemd etwas geflickt.

2066. Treysa. Der unten näher signalisirte übel berüchtigte Wilhelm Schulz aus Frankenhain be­findet sich bei dem unterzeichneten Justizamte we­gen verschiedener Diebstähle in Untersuchung.

Da nun dessen Aufenthaltsort unbekannt ist, so werden alle Justiz- und Polizeibehörden dicnst- ergebenst ersucht, denselben im Betretungsfalle zu verhaften und unter-Bewachung an das unterzeich­nete Justizamt abliefern zu lassen- Treyfa den 18. Dezember 1839.

Kurfürstl. Justizamt. Gehren.

vt. Becker.

Personen-Beschreibung:

Alter ungefähr 1819 Jahre, Größe ungefähr 5 Fuß 2 Zoll, Statur schlank, GefichtSgestalt ma- -.