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öffentlichen Blättern auszuschreiben , ihn rm Betre. tungäfaüe sogleich zu arretiren u. hierher einzuliefern, sowie ihm das noch bei sich habende Geld abzu- nehmen, und hierher zu übersenden. Hierbei wird bemerkt, daß demjenigen, welcher zur Ergreifung des Thäters und Herbeischaffung deS Geldes mit- wirkt, eine Belohnung von 10 Kronenthalern aus- gesetzt ist.

Maulbronn den 12. Sept. 1839.

Königl Würtembergisches Oberamtsgericht.

In legaler Abwesenheit des Gerichtsvorstandes:

Gabriel von Bechstein.

Personalbeschreibung:

Wilhelm Gößele ist 40 Jahre alt, 6' groß, kräftiger Statur, hat ein schwarzbraunes Gesicht, schwarze schon etwas graue lange Haare, welche er von hinten her zu Bedeckung eines Kahlkopfes über den Kopf hereingestrichen hat, einen schwar­zen ziemlich starken Backenbart, ist dem Trunke ergeben, frech und streitsüchtig in seinem Beneh­men, und hinkt im Gehen, indem der eine Fuß, (der rechte) kürzer ist, als der andere. Derselbe war bekleidet mit einem blauen Ueberhemd, blauer Tuchhose, einer grüntuchenen Schildkappe und einem blauen Mantel, auch führte derselbe einen vom Oberamte Maulbronn ausgestellten Heimach- schein zu einer Reise nach Jmmenstadt in Baiern, wo er Schaafe auf der Weide abholte, bei sich.

1715. Pfarrkirchen. In der verflossenen Nacht sind die nachbezeichneten 2 Kriminalarrestanten aus der hiesigen Frohnfeste ausgebrochen.

Alle Civil- und Polizeibehörden werden ersucht, auf selbe vigiliren, und sie im Betretungsfalle so­gleich arretiren und wohlverwahrt hierher liefern zu lassen.

Personalbeschreibung:

1) Joseph Har'tinger, lediger Bauerssohn von Landsburg, k. k. Pfleggerichts Ried im Jnn- Viertel, wegen Raubmordes angeschuldigt, 28 Jahre alt, ist von großer schlanker Statur, hat graue Augen, dunkelbraune Haare, einen etwas Wen Bart, stumpfe Nase, braune Gesichtsfarbe, und spricht den Dialekt der hiesigen Gegend.

Bei seiner Einweichung trug er einen Arrestan- ten- Zänker.und Hose von Gradl, und ein kupfer­nes Hemd. ri

T -^M Weinzierl, Ansiedler von Habes- brnnn,^ Landgerichts Landau, angeschuldigt wegen ".^bre alt, ist großer unter« Statur, hat ein bräunliches Gesicht , schwarze 6>auen vermischt, und trug bei seiner vcichung einen Janker, Hose und Hemd wie uberdieß einen abgenähten 58tustflecf von bräunlichem Kattun mit gelben

Dupfen, schwarzgestrickte baumwollene Schlafmütze und ein schwarzseidenes Halstuch.

Am 24. September 1839.

Königl. Landgericht Pfarrkirchen. Dir. leg. abs.

Ertl, Assessor.

1716. Wiesbaden. Der unten signalisirtc Tag- löhner Jakob Hohl aus Seelbach, im Herzogli­chen Amte Nassau, hat sich einer wegen fortgesetz­ter Diebstähle gegen ihn eingeleiteten Untersuchung durch die Flucht entzogen.

Wir ersuchen sämmtliche Justiz- und Polizeibe­hörden nach diesem Burschen fahnden, denselben im Betretungsfall verhaften und unter sicherer Eskorte an uns abliefern zu lassen.

Wiesbaden den 25. Sept. 1839.

Herzoglich Nassauisches Kriminalgericht.

N e i ch ma n n.

vt. Hendel.

Signalement:

Alter 29 Jahre, Größe 5' 7", Statur stark, Gesichtsfarbe gesund, Gesichtsform länglich, Haare und Augenbraunen blond, Stirne breit, Augen blau, Nase auf dem Rücken gebogen und nach unten spitz zulausend, Mund gewöhnlich, Zähne gesund, Kinn rund, Backenbart schwach und blond. Besondere Kennzeichen hat er nicht.

1717. Frankfurt. Alle respektive hochlöbliche Ju­stiz- und Polizeibehörden werden unter Erbieten zu gleicher Willfährigkeit ersucht, auf den hierun- ten signalisirlen Georg Malhes von Niedererlen- bach, einen höchst schlechten Burschen, fahnden, ihn betretenden Falles arretiren zu lassen und mit dem bei ihm befundenen Gelde und Effekten an- her abzuliefern.

Diese Maßregel wurde veranlaßt, weil derselbe mit dem Erlös eines ihm am 1. hujus zum Ver­kauf anvertrauten Kalbs und einem Schiebkarren nicht zurückgekehrt ist.

P. N. treibt sich höchst vermuthlich auf den Ort­schaften der Umgegend, vielleicht auch auf der Ei­senbahn umher.

Frankfurt a. M. den 4. Oktober 1839. Polizeiamt.

Dr. Reuß.

Personalbeschreibung:

Alter 40 Jahre, Größe 5 Schuh 6 Zoll, Haare hellbraun, Augen trüb, Nase stumpf, Mund und Stirn klein, Bart blond, stark, Kinn rund, Zähne gelblich, Gesicht rund, Gesichtsfarbe schwarzbraun, Statur schlank. Besondere Kennzeichen: Som- merflecken.

Kleidung: grüne Tuchkappe mit Schild, blauer Kittel, leinene Hosen, Stiefel.

1718. Karlsruhe. Leopold Schuhmacher von hier, dessen Signalement unten folgt, hat sich am 26. v. M- von Haus ohne Erlaubniß entfernt, und