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Kleidung.

Ein weißer Bauernstrohhut, ein hellblauer Mili- tärspenser, jedoch ohne rothe Aufschläge, weißlei- nene Hosen, Halbstiefel.

1569 Erlangen. Ein gewisser Leonhard Wening aus Groshaslach gebürtig, hat sich des Verbrechens der Tödtung sehr verdächtig gemacht, er ist Müllergefelle und arbeitete in der letzten Zeit seines Aufenthaltes dahier beim Kanal.

Dieser Wening hat sich am 12. d. M. von hier heimlich entfernt.

Sämmtliche Polizeibehörden werden hiemit dienst- freundlichst ersucht, denselben im Betretungsialle^zu arreliren und hieher liefern zu lassen, wobei dessen Signalement beigefügt wird.

Erlangen am 24. August 1839.

Königl. Baier. Kreis- und Stadtgericht- G a r c i s, Direktor.

Signalement.

Der Wening ist 29 Jahre alt, 5 Schuh 9 Zoll groß, hat hohe Stirne, dunkelblonde Haare, graue Augen, starke Nase, großen Mund, gesunde Ge­sichtsfarbe.

Derselbe hat auf dem Kopfe hinten im Nacken eine Narbe in Folge einer Wunde.

1570. Babenhausen. Der Tagwerkerssohn Martin Köhler von Herretshofen, wegen Ver­brechens des ausgezeichneten Diebstahls bei der unterzeichneten Gerichtsbehörde in Untersuchung,— ist in der letzt verflossenen Nacht au- dem Gefäng­nisse entwichen, und wird daher unter Mittheilung eines Personalbeschriebes des flüchtig gegangenen Verbrechers um fachgemäße Spähe und im Betre­tensfalle desselben um sichere Einlieferung ersucht.

P e r s o n a l b c s ch r i c b.

Köhler ist 17—18 Jahre alt, mittlerer Grö­ße, schlanker Statur, hat braune Haare, braune Augenbraunen, braune Augen, erwas stumpfe Nase, aufgeworfenen, meist offen stehenden Mund, gute Zähne, gesunde, jedoch etwas blasse Gesichtsfarbe und Sommersprossen im Gesichte.

Seine Kleidung bestand bei der Entweichung aus einem Spenser von schwarzem Manchester, ei­nem abgetragenen seidenen Halslucbe, einem abge­tragenen Gilet, einem bunMblauen langen Bein- kleid von Tuch, s. g. Possenschuhen, und als Kopf­bedeckung diente ihm eine Zipfelhaube mit bunt« farbigen Verzierungen.

Babenhausen den 26. August 1839.

Fürstl. Fugger. Herrschaftsgericht.

->. p.

; Wolf.

A m in e r b a ch. Der berüchtigte Strävner Joh. Gregor Hcrrmann von hier, wetcper im Wigen Monate erst aus dem Zwangsarbeitshause Plaljenburg entlassen wurde, in welches er bereits zum achtenmale eingeschafft war, bat sich abermals der über ihn verhängten besondern Polizeiaufsicht

entzogen, und auf die Flucht begeben. Derselbe wird seiner alten Gewohnheit nach auf dem Bet­tel herumziehen, sofern sich ihm nicht eine Gele­genheit ergibt, dem fremden Eigenlhume gefähr­lich zu werden.

Sämmtliche Polizeibehörden werden ersucht, auf dieses der öffentlichen Sicherheit als gefährlich be- kannte Individuum ein wachsames Auge halten, solches im Betretungsfalle arretiren und wohlver­wahrt anher obliefern zu lassen.

Ammerbach am 20. August 1839.

Fürstl. Leining'schcS Herrschaftsgericht.

Weber.

Signalement.

Alter 35 Jahre, Größe 5 Schuh 8 Zoll, Kör­perbau untersetzt, Haare braun, Augenbraunen braun, Bart braun, Stirne breit, Augen blau, Nase klein, Mund gewöhnlich, Zähne gut, Kinn rund, Gesichtsfarbe gesund, Gesicblsform länglich, Besondere Kennzeichen: rechts unterm Munde eine Warze.

Bei seiner Entweichung trug derselbe ein altes Hemd, einen braunen Oberrock, dunkelblaue Tuch­hosen, eine geblümte Weste, eine grüne Schild- kappe und ein paar Halbstiesel.

1572. Burghaun. Alle Polizeibehörden werden ersucht, den Scbreiner Kraft Hammer von hier, welcher sich zur Eröffnung eines von Kurfürstlichem Obergerichte zu Fulda wegen Diebstahls gegen ihn ergangenen Urtheils nicht gestellt hat, im Betre­tungsfalle zu verhaften nnd anher abzuliefern.

Burghaun am 9. August 1839.

Kurfürst!. Justizamt.

Sunkel.

1573. Ziegenhain. Der Sohn des Gendarmen Milchsak von der hiesigen Sektion, Heinrich Wil­helm Milchsak, 13 Jahre alt, hat sich vor etwa 5 Wochen, während der Abwesenheit seines Va­ters von hier heimlich entfernt und ist bis jetzt nicht wieder zurückgekehrt.

Derselbe ist kleiner und gesetzter Statur mit einem blauen Oberrocke oder blauem Kamisol, grauen Tuchhosen und einer blauen Mütze mit rothen Streifen bekleidet.

Alle Polizeibehörden werden ersucht, nach dem Milchsak forschen und über dessen etwa bekannt werdenden Aufenthaltsort Nachricht anher gelan­gen zu lassen.

Ziegenhain den 6. September 1839.

Für den Landrath: Der Kreissekretar

B r e l l.

1574. Oberau la. ZZer hierunter fignalisirte Wil­helm Viehmann aus Weißenborn, ist nach der hier vorliegenden Untersuchung — wegen Un­terschlagung einiger dem Konrad Zimmer daselbst