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26) Heinrich Fingerling, 27) Konrad Fröhlich, 28) Johannes Heckeroth, 29) Ludwig Hellwig, 30) Franz Karl Herke, 31) August Hofbauer, 32) Johann Heinrich Schmidt, 33) Johann Konrad Koch.
K. Aus N iederzweren.
Bartel Manns.
€. Aus VolmarShausen.
Johann Wilhelm Biermann.
„ 0. Aus Wahlershausen.
* Heinrich Müller.
1034. Gotha. Friedrich, Joseph, Kammerjäger, aus Halle a. d. S., hat sich zweimal wegen Brandstiftung und Vagabundirens bei dem normal. Königl. Westphäl. Tribunal zu Halle und im Jahre 1826 wegen Verdachts der Theilnahme an einem am 23. März 1824 in der Pfarrwoh- nung zu Nelben mittelst Einbruchs verübten bedeutenden Diebstahl bei dem K. Preuß. Juquisi- toriat zu Halle in Haft und Untersuchung befunden, wurde aber jedesmal freigesprochen. Nach einem so eben eingegangenen Schreiben des Magistrats von Halle a. d. S. <1. d. 5. Juni 1839 ist übrigens Friedrich, welcher am 21. Mai d. I von hier nach Erfurt transportirt, dort aber entlassen und mit Reiseroute nach Halle gewiesen worden, an dem Orte seiner Bestimmung nicht eingetroffen, als weßhalb um so mehr auf denselben zu invigi- liren seyn dürfte, da er sich der speziellen Polizeiaufsicht entzogen hat und für die öffentliche Sicherheit gefährlich erscheint.
Gotha den 8. Juni 1839.
1035. Kaufholz *), Heinrich, aus Hardegsen, im Hannoverschen.
Alter 21 Jahre, Statur gedrungen, 5' 7" han- nov. M., Haare braun, Stirn frei, Augen blau, Nase dick, Mund klein, Kinn kurz, Bart wenig, Gesicht oval, Farbe gesund und
1036. Ilse *), Heinrich, auch Schreiber und De- tert genannt, aus Hardegsen.
Alter 28 Jahre, Statur robust, 5' 8", Haare schwarz, Augen braun , Nase gewöhnlich, Mund groß, Zähne gesund, Gesicht rund, gelblich.
Ursache der Verfolgung: Diebstahl und Entfernung aus ihrem Heimathsorte.
Verfolgende Behörde: K. Hannover. Amt Mo- ringen- Hardegsen, den 27. Mai 1839.
1037. giern V), Johanne Marie Friederike, ledige Dlcnstmagd, aus Gotha.
Alter 28 Jahre, Statur mittler, untersetzt, Haare braun, Stirn schmal, Augen graublau, Nase pro*
*) Kaufholz und Ilse sollen mit hegitlmationsfcheinm vom hardegser Magistrat versehen seyn, und sich in der na$ Frankfurt a. M. begebeu haben.
L um ist eine lüderliche Dirne und deßhalb schon mehrere Male auf den Schub in Gotha angekommen, sowie auch vom 25. Sept. bis 25. Dez. 1888 in der Korrek- tionsanstalt zu Gotha detinirt worden.
port., etwas gestümpft, Mund proport., Zähne gesund, Kinn rund Besondere Kennzeichen: am linken Backen ein Leberfleck.
Ursache der Verfolgung: Entlaufen aus dem Dienst und Entziehung der Polizeiaufsicht.
Verfolgende Behörde: der Stadtrath in Gotha, d. d. 7. Juni 1839.
1038. Schmalkalden. Da die Eva Elisabeth Wi n- ges aus Hergesvogtei der an sie ergangenen öffentlichen Ladung vom 15. April d. I. keine Folge geleistet hat, so werden alle Gerichts - und Polizeibehörden ersucht, auf dieselbe invigiliren und sieimBe- tretungsfalle arretiren und uns zuführen zu lassen.
Schmalkalden den 31. Mai 1839.
Kurf. Hess. Landgericht. Ewald.
_____________________________ vt Geisse.
Personen, deren Verhältnisse zu ermitteln sind. 1039. Lippstadt. Es ist hier gestern ein fremder etwa 12jähnger Knabe aufgegriffen worden, welcher vergibt, aus Jnnhausen bei Zürich in der Sckweiz gebürtig, und vor etwa 12 Wochen von seiner Mut, ler, welche ihn in einem fremden Orte zum Betteln ausgesandt, verlassen worden zu seyn. Er will Heinrich heißen, seinen Familiennamen Nichtwissen und gibt vor, sein Vater sey vor etwa vier Jahren gestorben. Er spricht deutsch in schweizerischem Dialekt und der Umstand, daß er geläufig lesen und schreiben kann, läßt vermuthen, daß er seine wahren Verhältnisse verheimlicht. Er ist gut gekleidet, trägt ein noch fast neues Kamisol, schwarze Tuchhosen, schwarze Tuchrveste, ein paar gute, noch kürzlich besohlte Stiefeln, und eine blaue Mütze. DasKa, misol trug er umgewendet. Der Knabe hat braune Haar/, braune Augen, ovales Gesicht und gesunde Gesichtsfarbe, und ist gut gebaut. Wer über diesen Knaben Auskunft ertheilen kann, wird ersucht, uns dieselbe mitzutheilen. Lippstadt in Westphalen den 29. Mai 1839. Der Magistrat.
Aufgefundener Leichnam.
1040. Leipzig. Am 21. d. M. ist im Parthen- flusse, unterhalb des hiesigen Gerberchores, der schon in hohem Grade verweste Leichnam eines neu« gebornen Kindes, männlichen Geschlechts, ausgefunden worden. Derselbe war in einer Schachtel enthalten. Die fragliche Schachtel ist dunkelgrün gefärbt. Auf dem Deckel derselben befinden sich 5 Abdrücke eines Pettscbafts in Siegellakz auf einem ovalrunden , mattgereiften Schilde eine Schlange über einer Schale und über dem Schilde einen offenen Helm mit zackiger Krone, aus welchem ein Adler hervorsteigt, in der linken Klaue^einen Zweig haltend, nebst der Umschrift linker Veits: „E0- RENTZ,“ und rechter Seit»: „STEIN “ In obiger Schachtel war befindlich: ein Modelltuch, wo-