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lieb in Folge eines Bruches, lahm und unbrauchbar; mehrere Narben daran; daS obere Glied des Zeige- sinaers der linsen Hand ohne Knochen; auf der in- nern Seite des rechten Vorderarms die Buchstaben A. K. roth eingeätzt, jedoch theilweise verwischt; auf der innern Seite des linken Unterarms ein Herz oder eine andere derartige Figur,roth eingeätzt, welche aber kaum noch zu erkennen ist.
Leipzig am 13. Mai 1839;
Die Sicherheitsbehörde der Stadt Leipzig.
969 Wolmirstädt. Bei dem K. Preuß. Land - u. Stadtgericht in Wolmirstädt befindet sich ein unbekannter Mensch in Untersuchung. Er nennt sich Karl Müller, gibt sich für den Sohn eines im russischen Feldzug gebliebenen sächs. Dragoners, aus Roswein geb., aus, und will mehrerer? Jahre mit den Orgel - und Puppenspielern Blasteck u Klöfer, im Oesterrekchischen umbergereist fern, in einer Zwl- schenzekt zu Ofen die Bäckerprofession erlernt und sich späterhin mit einem von einem Buchblnderge- feilen gekauften und nachher mit einem auf einen Bäckergcs. lautenden Wanderbuch in Süddeutsch- tand bettelnd umhergetrieben haben. In Wolmirstädt traf er mit einem von dem Magistrate zu Bern- durg am 27. Jun. 1831 ausgestellten und auf Joh. N,csc ndeck aus Wiedeshausen laut. Wanderbuch ein. Letzterer ist ein Bötcbergeselle. Da der derma- lige Besitzer verdächtig erscheint, so wird seine Personalbeschreibung hiermit bekannt gemacht, damit die- jenigen Behörden, welche über den sogen. Müller nähere Auskunft zu geben im Stande sind, solche schleunigst an das Laich - und Stadtgericht in Wol- mirstädt gelangen lassen mögen.
Signalement.
Alter 37 Jahre, Größe 5' 3“, Haare schwarz, gekräuselt, Stirn hock, Augenbraunen dunkelblond, Augen hellblau, Nase und Mund gewöhnlich, Zähne gesund, Backenbart dunkelblond, Gesicht länglich, schwärzlich, Sprache österr., böhmisch. Dialekt. Besondere Kennzeichen: feine Pocken gruben auf der linken Backe, (den 5. Mai 1839.)
Kön. Preuß. Land- und Stadtgericht.
970. Marburg. Der Name und die Heimath des nachstehend signalisirten, dermalen dahier verhafteten angeblichen Olander Andersen aus Wiborg in Jütland haben bisher nicht festgestellt werden können, weßhalb die Behörden des In-, und Auslandes, denen etwas darüber bekannt ist, ersucht werden, eS anher mitzut,heilen.
Marburg den 30. Mai 1839.
Kurs. Polizeidirektion das.
U n g e wi t t e r.
Signalement
des angeblichen Olander Andersen aus Wiburg. Alter etwa 36 Jahre, Größe 5 Fuß 5 Zoll rheinisch, Haare braun, Stirn rund, Augen braunen
NB. Nach der Fleischtaxe vom 5. Juni ------ lll^■llrffll § ■
braun , Augen blau, Nase etwas breit, Mund dick, Zähne gut, Bart braun, Kinn oval, Gesicht oval, Gesichtsfarbe gesund, Statur mittlere
Besondere Kennzeichen: Spricht in Folge einer wunden Oeffnung in der weichen Gaumenhaut durch die Nase, deren rechtes Nasenbein eingedrückt ist, und hat an feinem Körper die nachbemerkren Narben; auch finden sich auf dem rechten Vorderarm ein Ochsenkopf und darunter zwei kreuzweise übereinander liegende Metzgerbcile, roth und blau eingeätzt. Auf dem linken Schultergelenke die handgroße Narbe einer Wunde, welche sehr bedeutend gewesen senn muß, da der Knochen mitverletzr ist. In der Mitte der rechten Brustseile eine Narbe von der Größe eines 8 gGroschenstückes. Am rechten Knie auf der innern Seite eine Narbe von der Größe einer Hand.
Falsche Münzen.
971. Büdi n g e n. Es sollen verfälschte Braban- ter und Oesterreichische Kronemhaler im Umläufe und Fälschung dadurch begangen sevn, daß ächte Kronenthaler der Breite nach burebfehnitten und ausgehöhlt worden, worauf die Höhlung mit geringem Metall ausgefüllt und die weggenonimene Platte so künstlich wieder aufgenietet wird, daß es oft eines Vergrößerungsglases bedarf, um die Vernietung zu entdecken; auch an Klang und Gewicht stimmen die verfälschten mit den ächten Stücken oft übcrein. Büdingen den 29. Mai 1839.
Großh. Hess. Kreisrath.
H o f f m a n n.
Verlorne Gegenstände.
972. Ein Knabe hat irgendwo einen grünbaumwollenen Regenschirm aus Versehen stehen gelassen. Der gegenwärtige Besitzer wird um dessen Zurückgabe aufgefordert.
973. Am 30 Mai d. J. ist unfern der Kinzigbrücke ein mit Blumen ähnlichen Arabesken verziertes, gelb- seidenes, schon gewaschenes Taschentuch verloren worden.
974. Eine Tasche von Teppich, gewebt, grün der Grund, mit verschiedenen Farben, die Hänge von schwarzem Saffian und schwarzem Sarsenett gefüttert. Die redlichen Finder dieser Gegenstände werden zu deren Abgabe anher ersucht.
Hanau den 5. Juni 1839.
______________________Kurfürst!. Polizeidirektion hierf.
Erledigungen.
975. Johann Baptist Stegmaier aus Zizenhausen (Stckbr. Nr.860), Friedrich Giesinger aus Söl- lingen (Stckbr. Nr. 1012 de 1838) , find verhaftet, und Sind. jur. Herrmann Moppert aus Offenburg (Stckbr. Nr. 576) , ist todt aufgefunden worden.
kostet das Pfund Schweinefleisch 10 kr.