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Dette. Er hat noch sieben Geschwister, als: a) Dorothee, einige 20 Jahre alt, aus Hoßbach bei Bischhausen geboren; b) Elisabeth, aus Gospen- rode bei Berka a. W.; c) Kath. Elis., aus Kreuzburg; d) Sophie, aus Eckardtshausen bei Eisenach; e) Georg Heinrich, aus Psitzenrode, Amts Gerstungen; 1) Friedrich, aus Unterelle bei Eisenach, u. g) Christian, aus Großensee, Amts Gerstungen, geboren.
Dessen Vater, Paul Krätzner, angcbl. aus Bertcrode im Eisenachischen geboren, war früher an mehreren Orten Feldhüter; jetzt treibt er sich als Korbmacher mit seinen vielen Kindern, die ganz roh und ohne allen Schulunterricht ausgewachsen, und sich bei ihrer Unflaten Lebensweise zu gefährlichen Gaunern leicht ausbilden können, im Eisenachischen umher, die ©einigen aufs Betteln ausschickend.
Falsche Münzen.
757. Kahla Bei unterzeichneter Stelle ist eine Untersuchung wegen Falschmünzerei anhängig und im Laufe derselben hat es sich zur Gewißheit erhoben, daß aus der Ossicin dieser Falschmünzer folgende Münzsorten, als: Meiningiscke Gulden vom Jahre 1838, lüneburger Gulden, deren Jahrszahl nicht genau angegeben werden kann; Preußische Viergroschenstücke vom Jahre 1823, Sächsische Zweigroschenstücke von den Jahren 1819 und 1832, Meiningische Scchskreuzcrstücke von den Jahren 1832, 1834 und 1836; Königl. Würtembergiiche Sechskreuzerstücke vom Jahre 1830 und Koburg - Golhaiscke Dieikreuzerstücke vom Jahre 1838; vielleicht auch Kurf. Hess. Viergroschenstücke vom Jahre 1830 oder 1836, hervvrgegangen und wahrscheinlich in der Zeit von dem Ausgange des vorigen Jahres an in das Publikum verdienet worden sind. Ob nun schon der Klang dieser Geldstücke sofort deren Unächiheit darthut und auf Zinn oder Blei schließen läßt, so haben dieselben sich doch durch ihr scharfes und guteS Gepräge bei Manchem Eingang verschaff.
ES wird dies zum Behuf der Warnung vor Annahme jener Münzen und zugleich mit der Aufforderung bekannt gemacht, zur Einhüllung dieses Verbrechens möglichst beantragen und bezügliche Notizen hierher gelangen zu lassen.
Kabln den 5^ April 1839.
Herzogl. S. Kreisamt Leuchtenburg und
Orlamünde das.
Karl Pieren
758. F u l d a. In hiesiger Stadr ist in jüngster Zeit ein falsches Kurhess. Sechskreuzerstück ausgc- geben worden.
Damit das Publikum diese falsche Münze leicht erkenne, und sich vor deren Annahme hüte, werden
ihre Merkmale andurch zur allgemeinen Kenntniß gebracht.
Beschreibung des falschen Kurhess. Sechskreuzerstücks :
In der Umschrift der Vorderseite steht das U höher wie das K und R, das N ist kleiner, die Buchstaben sind von ungleicher Höhe u. Stellung.
Am Wappen ist die Krone bedeutend größer, wie auf den ächten. Die unter derselben hergehende obere Schildlinie ist nickt gerad, sondern nach der Mitte gebogen, die im Schild befindlichen horizontalen Striche sind ungleich und die Krone des Löwen berührt die obere Schildlinie. Das Ganze, besonders die Krone, ist sehr flach gravirt. Auf der Rückseite ist die 6 höher, breiter und von unregelmäßiger Form, die Grundstriche sind weit stärker und ungleich.
Die beiden R im Worte Kreuzer sind verschieden in Höhe und Form. An der Jahreszahl ist der untere Querstrich der 1 mehr als doppelt stärker, die übrigen Zahlen stehen unregelmäßig.
Fulda den 11. April 1839.
Kurfürstl. Polizeidirektion.
Go eßma n in
vt. Runckel.
Gefundene Gegenstände.
759. Ein klein schwarzlederner Kinderschuh.
Der Eigenthümer dieses wolle sich baldmöglichst zur Empfangnahme desselben melden. |
Hanau den 24. April 1839.
Aus Kurf. Polizeidirektion.__
Verlorne Gegenstände.
760. Ein rosaskidener Beutel, im welchem sich s ü weiß Baumwollengarn, ein französischer Stuben- schNissel, ein paar modelarbige baumwollene Handschuhe und ein batistenes Taschentuch mit breitem Steppsaum
761. Eine Tabakspfeife mit Silber beschlagen, der Kopf von Porzellan, das Rohr und Abguß von Horn. Auf bem Kopf befinde! sich ein Gemälde einen Bauer mit einem Ackerpflug darstellend.
Die redlichen Finder dieser Gegenstände werden zu deren Abgabe anher ersucht.
Hanau den 24. Avril 1839.
Kurfürst!. Polizeidirektion hiers.
Erledigungen.
762. (Stckbr. Nr. 1718 de 1838), Schuhmacher Christian Samuel Buttstädt aus Tanna ist mit dem am 4. Jan c. in Budigasser Start unfern der Leipziger Straße im freien Felde gefundenen männlichen Leichnam unzweisekhafl idemisch. (Stckbr. Nr. 663), Wilhelm M o h n auS Langenselbold (Stckbr. Nr. 1761 de 1838), Philipp Ernst Keinpf aus Wenings sind verhaftet,