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d. zwei Weibshemden von Flächsentuch, wovon eins R. H. roth gezeichnet war;
e) drei Mannshemden von Flächsentuch, wovon eins R. H. roth gezeichnet war;
f) eine Unterhose, von weißem Barchent;
g) ein schwarz seidenes Halstuch, schon getragen,
h) ein blau und weiß gestreiftes Halstuch von Baumwollenzeug;
i) ein flachsen es gestreiftes Handtuch;
k) ein flächftnes gewürfeltes Tischtuch;
1) zwei paar wollene Strümpfe, wovon eins graue Füße hatte und M. D. roth gezeichnet, das andere aber ganz grau war;
m) eine Küchenschürze, von grauem Chanchantuche.
Da die eingeleitete Untersuchung bis jetzt ein Resultat nicht geliefert hat, so wird Jedermann aufgefordert, Spuren, sey es in Beziehung auf die Effekten, oder den Thäter, dahier oder der nächsten Polizeibehörde anzuzeigen.
Gelnhausen den ü. April 1839.
Kurfürstl. Justizamt.
3 i n ck.
S t e ck b r i c f e.
663. Ha na u. Alle Polizeibehörden werden ersucht, den sich durch heimliche Entfernung aus seiner Heimath der polizeilichen Aussicht entzogenen Wilhelm Mohn aus Langenselbold im Betreiungs- falle zu verhaften und an die unterzeichnete Poli- zeidirektion durch die Verbindungspatrouille der Gendarmen oder unter sonstiger sicherer Begleitung abliefern zu lassen.
Hanau den 9. April 1839.
Kurs. Polizeidirektion der Provinz Hanau. Heppe.
Allgemeine Bezeichnung:
Alter 48 Zähre, Größe 5' 3", Haare grau, Stirne gewölbt, Augenbr blond, Augen blau, Nase lang, Mund gewöhnlich, Zähne gut, Kinn rund, Bart grau, Gesichtsfarbe gesund, Gesicht oval, Statur' miltel. Besondere Kennzeichen: Ueber dem linken Handgelenke eine Narbe.
664. Gemünden. Peter Schmätt, sogenannter Krugpeter, von Steinan, wird wiederholt vorgeladen, innerhalb 3 Monaten vor dem unterzeichneten Königl. Landgerichte zu erscheinen und sich wegen der fwider ton vorhandenen Anschuldigung des fortgesetzten Diebstahlsverbrechens zu verantworten ,'widrigenfalls gegen ihn als gegen einen Ungehorsamen, der Gesetze gemäß, verfahren werden wird.
Gemünden den 3. April 1839.
Königl. Baierisches Landgericht im Regierungsbezirke von Unterfranken und Aschaffenburg.
Ran ng, Landrichter.
Zu demSteckbriefZiffer 626 derpv lizeil. ^Nachrichten Nr. 13 am 28. März 1839 wird nachträglich bekannt gemacht.
665. Innsbruck. Mit Beziehung auf die dies- amtlichen gedruckten Ausschreibungen vom 8, 12, 14 und 23 l. M. sub Zahlen ^ ?, s.^, ss.^, und , den in der Leopoldstadt Nr. 330. am 27. v. M. verübten Raubmord betreffend, findet man zur leichtern Entdeckung des Thäters nachfolgendes bekannt zu geben.
Derselbe gab durch sein Benehmen zur Vermuthung Anlaß, er habe früher dem Militärstande angehört, und dürfte etwa ein entlassener Offizier, Kader, Primaplanist, ein feldarztliches, oder überhaupt ein dem Fache der Medizin oder Chirurgie «angehöriges Individuum seyn, oder gewesen seyn, und nunmehr ohne fixen Standpunkt' in der bürgerlichen Gesellschaft ein bestimmungsloses und äbentbeuerliches Leben führen. Er soll erst .kürzlich von einer Reise in Wien angekommen, und wie er selbst fallen ließ, durch Tvrol passirt seyn, übrigens hätte er sich früher mit Sprach - oder Musikunterricht befaßt.
Zur nähern Bezeichnung seiner Person muß man noch beifügen, daß er, ungeachtet er sein Alter gelegenheitlich auf 33 Jahre ansetzte, das Aussehen eines Mannes von 28 höchstens 30 Jahren hatte; ferner, daß er sein Haupthaar mit besonderer Sorgfalt zu pflegen schien, im Anzüge Nettigkeit, im Benehmen gefällige Manieren, und in der Konversation einen lebhaften Geist vcrrieih.
Da weit mehr, als die Gräuelthat selbst, die dieselbe begleitenden Umstände allgemein Abscheu und Erbitterung erwecken, und daher" ein gesteigertes Jnreressc an die Entdeckung des Thäters geknüpft ist, so sieht man sich veranlaßt, dringend zur ausgedehntesten Mitwirkung diesfalls auszyfor- dcrn, und insbesondere zu ersuchen, sowohl auf das Verkaufsanbieten der geraubten Effekten, als auch auf alle jene Individuen, gegen welche nach Maßgabe der angezogenen Perionsbeschreibung und der oben angeführten Umstände, ein Bedenken sich ergeben sollte, das gespannteste Augenmerk fortan zu richten, und jede sich etwa ergebende zweckdienliche Wahrnehmung in Dienstesfreundschaft unvcr- weilt der k. k. Polizeidirektion mitzutheilen.
Innsbruck am 5. April 1839.
K. K. Polizeidirektion.
666. Schlitz. Baumwollenfabrikant Heinrich Schäfer, 1. von Görtz.
Alter 50 Jahre, Große 6', Haare schwarz mit grauen untermischt, Stirne hoch, frei, Augenbr. schwarz und stark, Nase stark, Mund gewöhnlich, Zähne gut, Backenbart schwarz. Besondere Zeichen : Blatternarben im Gesicht und geht mit dem Oberkörper etwas vorwärts gebogen.
Ursache der Verfolgung: Er war wegen Mord-