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mutterknöpfen, grauen Sommerzeughosen, schwarz- seivenem Halstuch, schwarzledernen Stieseln, ho­her brauner Tuckkappe mit Schild und 2 Quasten auf der rechten Seite.

Rastalt den 29. Zan. 1839.

Gr Oberamt.

271- Hornberg. Der ledige Mathias Schwarz- wälder von Buchenberg ist eines am 24. Juni v. I. bei Georg Summ in Brigach begangenen Klei­derdiebstahls angeschuldigt, und eines in der Nacht vom 29. auf den 30. beff. Monats mittelst Einstei- gens verübten Kleiderdiebstahls dringend verdäch­tig. Derselbe hat sich jedoch der Untersuchung durch die Flucht entzogen, und wir ersuchen daher die resp. Behörden, auf diesen Burschen zu fahn­den und denselben, im Falle des Ergreifens, an­der transportiren zn lassen. Zu diesem Behufe fügen wir sein Signalement, so gut es ausgenom­men werden konnte, bei

Signalement.

Alter 34 Jahre, Größe 5' 5", Statur besetzt, Gesichtsfarbe gesund, Gesichtsform länglich, Haare blond, Stirne hoch, Augenbraunen blond, Augen blau, Nase etwas gebogen, Mund breit, Bart schwach, Kinn spitzig, Zähne gut, stehen etwas von einander.

Hornberg den 27. Jan. 1839.

Gr. Bezirksamt.

272. Löbau. Schubert, Christiane Auguste, aus Löbau.

Alter 22 Jahre, Statur mittler, Haare und Augenbraunen, kastanienbraun, Gesicht rund.

Ursache der Verfolgung: Verübung eines Dieb- stahls und Betrugs zu Teplitz im Sommer 1838. Verfolgende Behörde K. Sächs. Justizamt. Löbau den 22. Jan. 1839, gez. von Scheibner.

Anm. Die Schubert ist mit einem bis zum 29. April 1839 gültigen Paß des Stadtrathes zu Löbau versehen Sie befand sich im Okt. 1838 zu Frankfurt a. M- und soll damals Willens ge­wesen seyn, wahrscheinlich als Zuhälterin nach Pa­ris und London, von wo sie ohne Zweifel zurück­kehren wird, zu reisen.

273- Breslau. Hecht, Johann, Tischlergeselle, aus Allersberg, ichBaiern gebürtig.

Alter 30 Jahre, Größe 5', Haare blond, Nase länglich, Mund Mittel, Zähne mangelhaft, Kinn rund, Bart blond.

Ursache der Verfolgung: Diebstahlsverdacht. Verfolgende Behörde: Königl. Preuß. Jnqui« siloriat zu Breslau, den 27. Dez. 1838.

Anm. Hecht hat sein Wanderbuch in BreSlau zurückgelassen, und dagegen das Wanderbuch des bcstohlencn Tischlerges. Karl Schwarz aus Dan- zig mitgenommen. Luch steht er nach einer Be­kanntmachung des K. Pr. landräthl. Amtes zu Wünsch vom 14. Jan. 1839 in Verdacht, dem Glaserges. Jeh. Friede. Reinboth aus Hamburg,

am 8. Jan. sein Felleisen mit mehreren gutett Kleidern und andern Gegenständen und sein am 5. Juli 1838 von dem Senate in Hamburg ausge­stelltes Wanderbuch entwendet zu haben.

Gefährliche Umtreiber.

274. Mecke. Heinrich, angeblich aus Petersdorf. Alter in den 40ger Jahren, Gesicht freundlich, Be­nehmen sehr munter.

Unter obigem Namen treibt sich ein Mann als Hochstappler unstät umher. Er ist mit einem Paß des Königl. Hannöv. Hoheitskommissariats der Grafschaft Hohenstein d. d. Jlefeld 2. Mai 1838 versehen, besitzt außerdem als Verwalter, Hausleh­rer und Kandidat der Theologie verschiedene Atteste, legt sich auch zuweilen den Namen Selle bei, und brandschatzt hauptsächlich die Oekonomiebcsitzcr und Landgeistlichen. Im November 1838 wurde er in Jena wegen Hochstappelei bestraft. Jetzt zieht er in der Harzgegend und an der Grenze deS anhalt., hannöv. und braunschweigischen Gebiets, in Gesell­schaft seiner angeblichen Ehefrau, Henriette, ge- borne Engelhardt, umher. Letztere führt in einem viereckigen Tragkorbe ihre geringe Habe und einige selbst gestrickte Strümpfe zum Schcinver- kauf bei sich.'

275 Johanne Karoline von Rhein, Dienstmagd, aus Leutenberg, im Schwarzburgischrn. Alter 20 Jahre, Statur mittler, 5 Fuß 3 Zoll, Haare und Augenbraunen schwarzbraun, Augen graublau, et­was kleinNase etwas stark, Mund proportionirt, etwas voll« und zugespitzte Lippen, Zähne gut, Kinn rund, Farbe gesund. Besondere Kennzei­chen: etwas dicken Hals und an der rechten Seile desselben ein braunes Pünktchen.

Sie ist im Monat Okt. v. J. wegen Vagabun» direns von Erfurt aus über die Kön. Preußische Grenze geschafft, zuvor aber bei demdasigen Königl. Preuß. Jnquisitoriat wegen kleinen gemeinen Dieb­stahls mit achttägigem Arrest bestraft und dann ge­warnt worden, die Königl. Preuß. Staaten, bei Vermeidung einer zweijährigen Zuchthausstrafe, nicht wieder zu betreten. Uebrigens wurde sie am 9» Ja­nuar d. J. von Gotha aus, wegen Umherziehens, in ihre Heimalh gewiesen.

Land esverweisung.

276. Cassel. Der unten näher signalisirte Daniel Gottlob Louis Wilhelm Weiß aus Göttingen ist durch Erkenntniß Kurfürst!. Obergerichts dahier we- gen Diebstahls in eine zweijährige Zuchthausstrafe verurtheilt, und ihm der Wiedereintritt in die Kur- hessischen Lande untersagt worden.

Cassel am 26. Jan. 1839.

Kurfürstl. Residenzpolizeidirektion. GieSler.