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s Anzeige.

Wir beehren uns, hierdurch ergebenst anzuzei- gen, daß wir unserer feit vielen Jahren hier be­standenen Söcbteischule eine bessere und zweckmä­ßigere, den Wünschen der verehrten Eltern, wie den Fortschritten der Zeit, mehr entsprecbende Ein­richtung geben wollen. Wir beabsichtigen nämlich, unsere Anstalt, die seit unserer Mutter Tode nur von der jüngern von uns beiden als kleine Kin­derschule fortgeführt wurde, jetzt, da die ältere wiedergekehrl ist, welche während sechs Jahren zu ihrer Vervollkommnung im Lehrfach in andern An­stalten als Lehrerin mitwiifte, eine angemessene Erweiterung zu geben; durch die erforderliche Aus­wahl der Unterrichtsgegenstände, wie durch die Be­folgung einer Erfolg" versprechenden Lehrweise den Eltern zu genügen, und unter Mitwirkung aner­kannt trefficber Lehrer gemeinschaftlich ein das Ver­trauen unserer Mitbürger rechtfertigendes Ziel zu erstreben. Unser beiderseitiger Wunsch durch die Ansichten mehrerer geschätzten Personen unterstützt, und durch die Anforderungen einer, das was Noth thut, besser erkennenden Zeit bestimmt, ist zunächst auf gemüthliche und häusliche Entwicklung gerich­tet, mit welcher die geistige und gesellige Bildung so verbunden werden dürfte, daß die ächt weibli­chen Eigenschaften in Sinn und That gehoben und geläutert, nicht aber durch öfter schon beklagte Aeußerlichkeit und Vorbildung ihren inneren Ge­halt und ihre thätige Wirksamkeit cinbüßen In­dem wir vorzüglich die Bildung von Mädchen vom fünften oder sechsten bis zum zwölften oder vier­zehnten Lebensjahr und zwar mehr der mittleren Stände vor Augen haben, bezwecken wir die Er­ziehung zur Sitcsamkeit und Häuslichkeit, zu Fleiß und Ordnung, zu religiöser und geselliger Pflicht­erfüllung , als Hauptsache, wobei Unterricht und Uebung wohl Mittel, aber nie einziger Zweck seyn kann. Wir wollen darnach streben, tie uns anver­trauten Töchter für das Haus wie für.das Leben, zu bilden, damit sie jeder Fügung der Vorsehung ruhig entgegen sehen und für alle Lagen des Le­bens »orbereitet, in jeder sich würdig zu benehmen wissen.

Erweckung und Befestigung religiöser und sittli­cher Grundsätze, Uebung im Nachdenken und Ur­theilen , Belehrung über wissenswürdige Gegen­stände . naturgeschichtlichen , erdoeschreibenden, ge­schichtlichen Inhalts, so weit solche in den engern Kreis weiblicher Bildung gehören, wird sich dem Unterricht in der deutschen und französischen Spra- che, im Rechnen und Zeichnen, so wie dem übrigen Unterriwe, den wir, um den Wünschen der ver- ehrten Litern zu entsprechen, etwa später noch er» theilen konnten, schicklich anschließen Der Unters richt in der französischen und deutschen Sprache, svwte in weiblichen Handarbeiten, wird unsere vor­zügliche Aufmerksamkeit in Anspruch nehmen, und?

wir werden in diesem, wie in allem Uebrig.cn, uns des Vertrauens der geehrten Eltern würdig zu ma­chen suchen.

Mit dem vierten September d. J. wird unsere neucingerichtete Anstalt in Wirksamkeit treten, welche wir der gütigen Beachtung unserer bisherigen Gön­ner und Freunde, sowie allen geschätzten Eltern, die uns mit ihrem gütigen Zutrauen beehren wol­len , ehrerbietig empfehlen.

Hanau im August 1837.

S. und E. M u tz b a u e r;

9. Karl Laubach in der Sterngasse macht erge­bene Anzeige von seinem so eben eröffneten Spe- zereiwaarenladen, und bittet um geneigten Zuspruch.

10. Der Mineralwasserhändler Wilhelm Reul da- hier hat laut beigebrachter Bescheinigungen

a. 367 Stück Kruge Schwalheimer -,

h. 325 - - Selterser - und

c. 150 - - Fachinger Mineralwasser eingebracht.

Hanau den 18. August 1837.

Aus Kurfürst!. Polizeidirektion^

zur Hülse für die Abgebranntem zu Schleiz-

Am 3. d. M. entstand in einem Hause auf der oberen Serie des hiesigen Marktes, wodurch, konnte bis jetzt noch nicht ermittelt werden, eine fürchter­liche Feuersbrunst und griff mit so unbezähmba­rer und verheerender Gewalt um sich, dass es den hiesigen Rettüngsänstalten und der angestrengte­sten Hülfe der aus der Umgegend herbergeeiltem mit edler Selbstaufopferung rettenden Menschen­freunde nur den kleinsten Theil der Stadt zu er­halten gelang.

Gegen Zweihundert Dreißig Privathau- fer und eine noch weit größere, Anzahl Hinterge­bäude, von denen nur die kleinere Hälfte gegen. Feuerschaden versichert ist, das große und schöne- Fürstliche Residenzschloß, die Fürstl. Kammerguts- gebäube, der Wülwensitz der Durchlauchtigstem Fürstin, das Amthaus, die Louisenburg, das Rath­haus, die Stadtkirche, das Lrceum, dir Mädchen­schule, die Wohnungen der Geistlichen, zwei Brau­häuser, überhaupt fast alle Fürstlichen und öffent­lichen Gebäude, mit wenig Worten: die ganze Stadt innerhalb der Ringmauer, wurden binnen drei Stunden ein Raub der Flammen und gegew 450 Familien ihres Obdaches und des größtem Theiles ihrer beweglichere Habe,. deren RettuvM die sich mit überraschender Schnelligkeit verbreiten­den Flammen vereitelten,. beraubet.

A^ti'ülöv''-fictjfrt einige ^dHcntJlnßiudiL-0i? tbränenvolleu Augen vor dem Aichenhaujeu !.)-e^ vernichteten Glückes, einer traurigen Zukunft ent­gegensetzend,. und richten ihre jammervollen- MAL 7