Einzelbild herunterladen
 

Hanan, DoRmerstag den I. NngNst L8ZA.

^B8S!m?Wji^?^^» @ EWWSMW^SLZS^

Kurfürstliche ErneMungen.

Seine Hoheit der Kurprinz und Mittegent haben gnädigst geruht:

HÄstihrem Generaladjutanten, Generalmajor von gfyet die erbetene Erlaubniß zur Annahme und Tragen des demselben von Sr. Mast dem- __ ssi,^von Hannover verliehenen Milttärkommandeur- kreuzes des GuelphenordenS zu ertheilen.

Allgemeine Vcrfügunam und Bekanntma­chungen^ der Oberbehörden.

1. In Gemäßheit eines Beschlusses Kurs. Minifle- riumL des Innern vom 5. d. M., bringen wir fol­genden Bericht deS Kurfürstlichen Konsuls in, den vereinigten Staaten von Nordamerika hierdurch zur Warnung solcher Unterthanen, welche ohne sichere Aussicht auf Unterkommen und Erwerb dorthin auswandern wollen, zur öffentlichen Kenntniß.

Hanau am 13. Juli 1837.

Kurfürstl. Regierung das.

Lotz.

vi. Schunck.

Der unterzeichnete Kurhcssische Konsul der ver­einigten Staaten von Amerika findet sich veran­laßt, seinen Landsseuten, die ihr Vaterland mit Amerika zu vertauschen beabsichtign, von neuem anzuempfehlen, daß sie diesen Schritt doch wohl erwägen mögen, ehe sie sich dazu entschließen.

Es sind ihm so viele Beispiele des Elends vor­

gekommen, worin sich die hier- ankommenden Ein­wanderer oft gestürzt finden, daß er es bedauert, sehen zu müssen, wie wenig man zu Hause die Folgen einer unüberlegten Auswanderung bebenft. Viele der im letzten Jahr hier angekommenen Leute haben sich an Unterzeichneten gewendet und ihre Reue bezeigt, über die Bethörung, in der siss hin­sichtlich ber^hiesigen Verhältnisse gestanden. Man­cher ist ärmer nach Deutschland 'zurückgereist, als er hier ankam. Andere, verzweifelnd an besserm Unterkommen, haben sich als Soldaten anwerben lassen, und in den ungesunden Sümpfen von Flo­rida ihr Grab gefunden. Selbst die, welche glück­lich genug waren, als Handwerker ihr Unterkom­men zu finden, klagen über die großen Ausgaben, welche-das Leben hier erfordert, und wovon man ihnen nichts gesagt hatte, während man den hohen Arbeitslohn ihnen vorspiegelte, den sie hier verdie« neu würden.

Die Verhältnisse, in denen sich die vereinigten Staaten gegenwärtig befinden, sind leider höchst traurig, indem durch die herrscrende Geldnoth alle Gewerbe stille stehen, und sehr viele Menschen au­ßer Brod sind. Unter solchen Umständen werden die dieses Jahr hier ankommenden Einwanderer mit großer Roth zu sümpfen haben, und nur die­jenigen, welche hinlängliche Mittel mitbringen, um ins Innere gehen zu können, und sich daselbst Grundstücke, anzukaufen, dürfen erwarten, diestm Schicksale zu entgehen.

Der Unterzeichnete wünscht niemanden abzuhal- ten, sondern beabsichtigt lediglich,- den fasschenVor­stellungen entgegen zu wirken, die so oft selbst den