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6. Die jährliche öffentliche Rechnungsabhör der 100 Thlr. Sterbkasse wird Montag den 29. Mai d. J., Nachmittags 6 Uhr, im Karlsberg, bei Herrn Emmel, vorgenommen. Sämmtliche Mitglieder werden ersucht, sich dabei einzufinden, um sich sowohl von dem gegenwärti­gen Stand der Kasse zu überzeugen, als auch sich gemeinschaftlich mit dem Vorstand über das In­teresse dieser Anstalt zu berathen. Diejenigen, wel­che noch mit schuldigen Beiträgen im Rückstände find, es sey für sie selbst, oder für die als Pfand in Händen habende Scheine,, müssen solche jetzt berichtigen, im Nichtzahlungsfalle werden diesel­ben ihres Benesizii für verlustig erklärt und deren Nummern für Rechnung der Kasse fortgeführt, indem nach dem 13. Artikel der Statuten nicht mehr als 6 Beiträge kreditirt werden dürfen. Noch wirb bemerkt, ohne Vorwissen der Direktion Sterb­kassenscheine nicht zu kaufen oder als Versatz an- zunehmen.

Hanau den 12. Mai 1837.

Sterbkassendirektion.

Besondere Bekanntmachungen der Verwal- tungs- und Finanzbebördell.

1. Die diesjährige allergnädigst verordnete öffentli­che Impfung der Schutzpocken wird Mittwoch den 24. Mai angefangen, den 31. damit fortgefahren und den 7. Juni geschlossen werden.

An den hier bemerkten Tagen müssen alle Kin­der, welche über 4 Wochen alt sind und bisher noch nicht, oder mit zweifelhaftem Erfolge geimpft worden sind, Nachmittags-2 Uhr, in das Neustäd« ter Nathhaus gebracht,' oder durch ärztliche Be­scheinigung nachgewiesen werden, daß solche frü- hcrhin mir Erfolg geimpft worden sind, oder we­gen jetzt. Statt findender Krankheit nicht erscheinen können.

In der letzten Zeit haben die Blattern hier meh­rere Menschen getöotet, und nur durch die strengste medizinisch-polizeiliche Aufsicht und Vorsorge war eS möglich, sie jedesmal gleich zu unterdrücken und das Publikum gegen den seuchenartigen Ausbruch derselben, zu schützen.

Die Schutzpocken haben sich auch bei dieser Gele­genheit wiederholt aufs Beste bewährt, indem nicht eine einzige, gehörig geimpfte, Person als Opfer gefallen ist. Es wäre daher durchaus nicht zu ver­antworten, wenn Eltern, durch Vorurtheile und falsche Ansichten geblendet, den, ihren Kindern, gegen eine der gefährlichsten und die Schönheit am meisten beeinträchtigende -Krankheit, dargebotenen Wchutz leichtsinnig zurückweisen und dadurch gewis­senlos, bei Gelegenheit zur Ansteckung, unabwend­bares Unglück nicht nur über die Ihrigen, sondern auch über andere Nebenmenschen verbreiten würden. Hanau den 15. Mai 1837.

Dr. Osius, StadtphysikuS.

Gedruckt und verlegt in der Buchdruckern

Verehelichte, Gebornc und Gestorbene in hiesiger Stadt.

Verehelichte.

In der evangelischen Gemeinde der M a r i e n k i r ch e.

Den 12. Mai. Ernst Ludwig Jekel, Bürger und Kaufmann in Bedingen, mit Marie Wilhelmine Eckhard dahier.

In der evangelischen Gemeinde der Johanneskirche.

Den 10- Mai. Johann Seitlich Bernhard Kogler, Bürger und Tapczircr, mit Jungfrau Marie Margarethe Glaser.

In der französischen Gemeinde.

Den 16. Mai. Charles Frederic Kiesselbach, Doetor medicinae, mit Jungfrau Auguste Charlotte Snil» laumine Arnd.

Geborene.

In der evangelischen Gemeinde der Marienkirche.

Den 16. April. Johanne Karoline, des Bürgers und Goldarbeiters Franz Adolph Kind, T.

Den 3. Mai. Christine, unehel. T.

In der evangelischen Gemeinde der I o h a n n e s k i r ch e.

Den 1. Mai. Katharina Elisabeth, des Würgers und Schneidermeisters Johann Samuel Aumann, T.

Den 4. Mai. Karl Ferdinand, des Bürgers und Bäckermeisters Maihäus Horst, S- Gestorben e.

In der evangelischen Gemeinde der M a r i e n k i r ch e.

Den 8. Mai. Dorothee, unehel. T., alt 3J. 8 M. 19 T.

Den 9. Mai. Frau Apoline, des verlebten Bürgers und Strumpfwebers Heinrich Rothcimcr, nachgel. Wittwe, geb. Eberhard, alt 73 I. 1 T.

Den 10. Mai. Johannes Heß, Bürger und Schuh­machermeister, alt 62 J.

Den 11. Mai. Johann Heinrich, unehel. S., alt 2 I. 7 M. 7 T.

Den 11. Mai. Karl Christian, unehel. S., alt 2 M. 19 T.

Den 13. Mai. Ernst Steinmacher, Bürger und Strumpfweber, alt 68 J.

Den 13. Mai. Frau Margarethe, des, verlebten Bürgers und Pflasterers Heinrich Grahling, nach­gel. Wittwe, geb. Geh, alt 77 J. In der evangelischen Gemeinde der, Johanneskirche.

Den 8. Mai. Frack Elisabeth, des verlebten Bürgers und Dieners der Harmoniegesellschaft Friedrich Dossier, nachgel. Wittwe, geb. Heß, alt 67 I. 2 M^ 26 T.

Berichtigung. In dem Provinzialwochenblatt Nr. 19, S. 392, Sp. 2, Ins. 12, Z. 5 v. o. lies, mitHin- zufügung eines Komma nach^omel, d e n statt und

des vereinigten evangelischen Waisenhauses