— 363
7. Meinen verehrten Abnehmern widme ich die er- 'gebenste Anzeige, daß ich alle Sorten seidene und baumwollene Str-ämpfe, Mützen und Handschuhe fabrizire und stets reelle und billige Bedienung zusichere. Jean Geh,
wohnhaft gegenüber dem Gelnhäuserbau.
8- Elise Schommer, wohnhaft bei Hrn.Metzgermeister Schäfer an der Aepfelpumpe/ empfiehl sich- im Ueberziehen, Wenden, Waschen und allen Reparaturen von Sonnen - und Regenschirmen, und bittet um geneigten Zuspruch.
9. Nächsten Sonntag, den 1; Mai, findet nach der Nachmittagskirche im Gasthause „zum Freischützen" die Ausspielung der neuen Kugelflinte nebst Zubehör Statt. Hanau den 25. April 1836.
Justus Heinrich Cöster, Büchsenmachermeister.
10. Es wird ein Kinderwagen zu kaufen gesucht. Wittwe Schäffler.
11. Daß ich nun mein Geschäft für eigene Rechnung angefangen habe, zeige ich allen meinen Freunden und Bkannten hiermit an. Ich werde durch gute Arbeit und reelle Bedienung mir stets Zutrauen zu erwerben suchen J. S. Aumann, Schneidermeister, wohnhaft bei Feilenhauer Hrn. Kißling, am Steinheimerthor.
12. Einem geehrten Publikum zeige hiermit an, daß ich meine Wohnung verändert, und jetzt bei Herrn Bäckermeister, Horst, eine Stiege hoch, auf dem Heumarkt, wohne; auch empfehle zugleich mein Niederländer Luchlager, sowohl seiner als mittelfeiner Tücher, zur geneigten Abnahme bestens.
Hanau den 25. April 1836.
J. A. Bechtel.
13. Mainlust.
Sonntag', den 1. Mai, wird das Kreuzerfindungsfest gefeiert. Hierzu ladet ergebenst ein
F. A. Boller.
14. Die Veränderung meiner Wohnung mache ich hiermit ergebenst bekannt, indem ich mich geneigtem Wohlwollen empfehle.
Hebamme Wittwe Witzenrath, bei Hrn. Schneidermeister Pfälzer, hinter dem Rathhause wohnend.
u n g l ü ck s f a l l.
Am 15. April d. I., des Morgens früh, gingen der Taglöhner Johannes Friedrich und dessen Ehefrau auf dem Güntershofe bei Schwarzenfels von Hause weg, in den Wald zum Holzmachen, und hießen ihre beiden Kinder, ein Mädchen von 4 Jahren und einem Knaben von 1| Jahren, in dem in der Wohnstube stehenden Bette schlafend zurück, einer in demselben Hause wohnenden Frau den Auftrag ertheilend, von Zeit zu Zeit nach den Kindern zu sehen.
, Als diese Frau nach Verlauf einiger Stunden sich dieses Auftrags entledigen und sich von dem Wohlseyn der Friederichschen Kinder überzeugen will, findet sie dieselbe entseelt in ihrem Bette liegen. — Die auf und über dem geheizten Stuben- ofen auf der s. g. Spahnedei ! fei zum Dörren aufgeschichteten Spähne hatten sich entzündet, und der dadurch entstandene Dampf und Rauch hatte die beiden Kinder erstickt. — Wiederbelebungsversuche wurden vergebens angestellt. Mögte dieser traurige Fall, welcher hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird, zur Warnung dienen.
Schlächtern am 17. April 1836.
Kurfürstliches Kreisamt. W a ch s.
Verehelichte, Geborne und Gestorbene in hiesiger Stadt.
Verehelichte.
In der evangelischen Gemeinde der Marienkirche.
Den 22. April. Friedrich Georg Kuhl, kurh. Obergerichtsanwalt dahier, mit Jungfrau Justine Marie Katharine Deines.
Den 24. April. Wilhelm Metzler, Lakai und Sattler in Diensten Sr. hochf. Durchl. des Landgrafen Friedrich v. Hessen, mit Jungfrau Ehristine Eleonore Brühl.
Geborne.
In der evangelischen Gemeinde der Marienkirche.
Den 6. April. Mathilde Elise Friederike Wilhelmi- ne, des Bürgers und Apothekers Johann Reinhard Crepon, T.
Den 14. April. Susanne Marie, des Bürgers und Schuhmachermeisters wie auch Stadtthurmmanns Bernhard Schmidt, T.
Den 15. April. Heinrich, des Sergeanten im kurh. Linieninfanterieregiment Landgraf Karl, Heinrich Claus, S.
In der evangelischen Gemeinde der Johanneskirche.
Den 6. März Johanne Margarethe, des Schutz- verwandten und Musikus Johannes Seelig, T.
Den 2. April. Friederike Jakobine, des Bürgers und Metzgermeisters Johann Friedrich Grünewald, L.
Den 3. April. Johannes Friedrich, des Bürgers und Bäckermeisters Johann Friedrich Martini, S.
Den 4. April. Peter, des Bürgers und Essigfabrikanten Vinzenz Henrich, S.
Den 5. April. Johann Friedrich Emil Karl, des Hofküchenschreibers Sr. königl. Hoheit des Kur-