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Vermischte Anzeigen.

i. Ganselebern, irisch, welche nicht roth unb ge- wässert sind, kauft Wittwe Schweickhardt am Wilhelmsbad.

2. Das bisher unter t>em Namen meiner Mutter betriebene Geschäft ist nunmehr durch Abtheilung getrennt. Indem ich dieses dem verehrten Publi­kum crgebenst anzeige, bemerke ich, daß ich dassel­be für eigene Rechnung fortbetreibe, und es mir angelegen seyn lassen werde, sowohl im Verkauf als im Verleihen meiner Möbeln jedem geehrten Zuspruch vollkommen zu entsprechen. Auch in Ge­genständen, welche sich zu ländlichen Bedürfnissen dieser Art eignen, bin ich assortirt.

Karl Haas, wohnt in der Altstadt, neben Herrn Glänzer.

3. Fertige Sekretärs, Kommoden, Thee - und Vier­ecktische, ein- und zweithürige Kleiderschränke und Stühle sind um billige Preise zu verkaufen' oder zu verleihen, bei Weinranck, am Paradeplatz.

4. Sechs sbis acht noch brauchbare schwarze Lei- chenmäntel werden zu kaufen gesucht, in Nr. 772 der Laimengasse.

5. Günselebern kauft Karl Toussaint.

6. Bekanntmachung. Das in mehreren anderen Städten gefühlte dringende Bedürfniß hat daselbst bereits die Errichtung von Verdinganstalten für die dienende Klasse veranlaßt, um dem großen Miß­stande abzuhelfen, theils, daß Familien, welche Dienstboten suchen, bei mangelnder unmittelbarer Bekanntschaft, sich nicht lediglich aus die Vermit­telung oft unzuverlässiger Personen, die sich bisher mit dem Verdingen der Dienstboten abgegeben haben, verlassen müssen, wobei die Dienstherrschaf­ten nicht selten die ausbedungene oft übermäßige Belohnung vergebens ausgeben, sondern sich auch durch falsche Empfehlungen oder sonst vielfältig ge­täuscht sehen, theils aber auch, daß der redliche unverdorbene Dienstbote, der in die Stadt kommt, um ein Unterkommen zu suchen, nicht aus Unbe- kanntschast durch jene Personen übernommen oder sonst geprellt, oder, was bei weiblichen Dienstboten noch schlimmer und häufiger ist, durch Kuppelei verführt und so gänzlich ins Verderben gestürzt werden.

Nicht allein aus diesen wichtigen Gründen, son­dern auch, um sowohl Dienstherrschaften, als Dienst­boten ein Mittel zu verschaffen, auf die möglichst leichteste Weise das wechselseitige Begehren zu er­fahren, habe ich mit Genehmigung kurfürstl. Poli- zeikommiffion dahier eine solche Verdinganstalt hier- selbik errichtet, die neben den obigen Zwecken auch besonders darauf gerichtet seyn soll, durch Einzie­hung möglichst genauer Erkundigungen über die moralischen und sonstigen Eigenschaften der dienst-

suchenden Personen, den Herrschaften zuverlässige Auskunft hierüber ertheilen zu können.

3u dem Ende sind von mir die Register zum Einschreiben der offenen Dienststellen, sowie der dienstsuchenden Personen beiderlei Geschlechts be­reits eingerichtet, und ich ersuche daher diejenigen Familien, welche Dienstboten begehren, solches mit Bezeichnung der von denselben gefordert werdenden Dienstleistungen, oder in welcher Eigenschaft solche überhaupt verlangt werden, bei mir anzuzeigen. Ebensowerben Bediente, Knechte, Mägde u. s. w., welche in hiesiger Stadt Dienste suchen, aufgefor- dert, sich wo möglich persönlich, sonst aber auch, schriftlich zur Einzeichnung bei mir zu melden, vor allen, Dingen aber ihre obrigkeitliche Legitimation, so wie die sonstigen Atteste, welche über ihre Per­son Auskunft geben, wozu bei denjenigen, welche bereits gedient haben, vorzugsweise das Dienstbuch gehört, dabei vorzuzeigen oder einzusenden.

Die Gebühren des Einzeichnens habe ich mit Ge­nehmigung der Polizeikommission für Familien, welche Dienstboten begehren, auf 8 kr., sowie für einen männlichen oder weiblichen Dienstboten, welche Dienste suchen, auf 4 kr. festgesetzt, wozu, wenn das Verdingen zu Stande kommt, seitens der Dienst­herrschaft noch 12 kr., sowie des Dienstboten eben­falls noch 6 kr. für meine übrige Mühewaltung und das Einzeichnen in ein drittes Register über die zu Stande gekommenen Dienstkontrakte gezahlt werden. Hanau den 2. Dezember 1835.

B. T. Bischofs, wohnhaft bei Schreinermeister Herrn Jean Escher in der Kirchgape Nr. 655.

7. Kurhessische allgemeine Militärver­tretungsanstalt.

Die Statuten für die zur bevorstehenden Aus­hebung anfgerufenen Kantonisten der Altersklasse 1815 und sdie Zurückgesetzten der Altersklassen 1813 und 1814, haben nunmehr den Druck ver. lassen und können für die Provinz Hanau, in Hanau bei dem Herrn Obergerichtsanwalt Michael, in Gelnhausen bei dem Herrn Gasthalter Schäf- fer und in Steinau bei dem Herrn Steuerschrei­ber Lotz in Empfang genommen werden. Cassel am 15. Dezember 1835.

Galland.

8. Mainlust zu Klel'nsteinheim.

(Wintervergnügen.)

Der gegenwärtig zugefrorne Main, der, nach der Probe sachverständiger Männer, ohne die ge­ringste Gefahr, bei Kleinsteinheim passirt werden kann, bietet meinen Hanauer Gönnern ein, in der Regel seltenes Wintervergnügen, dem ich in der Art bereitwillig entgegen komme, daß je- / den Tag, ohne Unterschied, geheitzte Zimmer bei mir anzutreffen sind, und am 2. Weihnachtsfeier­tag, Harmonie- und Tanzmusik bei mir anzutref-