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901. Henrich Döring vvn Storndorf, im groß- herzogl. Hess. Kreise Alsfeld. Alter: 41 Jahre; Große: 5 F. 6 Z.; Haare: schwarz; Stirn: hoch; Augenbraunen: schwarz; Augen: braun; Nase: mittet; Mund: Mittel; Zähne: gut; Bart: schwarz; Kinn: breit; Gesicht: breit; Farbe: gesund; Sta­tur: gesetzt; ist im Kreise Kirchhain am 9. d. M., bettelnd betreten, verhaftet und hierauf dem §. 7 der Verordnung vom 29. November 1823 gemäß ausgewiesen worden. Kirchhain am 10. Dezember 1835. Der Landrath. Cran z. , 902. Buchdrucker Friedrich Wilh. Wrode aus Kö­nigsberg (in Preußen) durch Beschluß der Polizei- direktion vom 5. Dezember d. I.

Signalement.

Alter : 30 Jahre; Größe: 5 Fuß 5 Zoll; Haare: braun; Stirn: rund; Augenbraunen , Augen; grau; Nase: groß; Mund: mittet; Zähne: gut; Kinn: rund ; Bart: braun; Gesicht: oval; Farbe: gesund; Statur: mittet.

Personen, deren Verhältnisse zu ermitteln sind.

903 gaffet. Die unten näher bezeichnete Frauens­person, welche dahier sich umhertreibend und bet­telnd und ohne alle Legitimationspapiere betreten worden ist, hat über ihre Verhältnisse folgende Erklärung abgegeben. . _ _

Sie heiße Dorothee Wilhelmine Karoline Ernst, sey 30 Jahre alt, zu Kopenhägen geboren, bei ih­ren Eltern, welche- dortselbst vor 9, resp. 12 ren gestorben seyen, bis zu ihrem neunten Jahre erzogen dann einem umherziehenden Orgelspieler, Namens Johann Ludwig Heidel aus Altendorf, bei preuß. Minden , übergeben worden , und mit diesem bis vor ungefähr drei Monaten, hauptsäch­lich im Dänischen und Holsteinischen umhergezo- gen. Zu dieser Zeit will sie den :c. Hei d e l, weil derselbe sehr dem Trunke ergeben gewesen sey, verlassen und seitdem, ohne Legitimation, zu bestz- ren sich bettelnd umhergetrieben, auch in preuß. Minden dicserhalb 14 Tage in Untersuchung ge­sessen haben. ' / , . .,.

Die Angabe scheint der Wahrheit nicht ange­messen zu seyn, und es i|i nicht unwahrsbeuälss, oaß diese Person nub irgend einer Strafangaw ent- wichep ist, weßhalb alle betreffenden Beyorden ersucht werden, etwaige Auskrinft, die sie über die­selbe zu geben vermögen, schleunigst ge,aU!g hwr- Wr gelangen zu lassen. Gaffel am 5. Dez. 1835.

Kurs. Rcsidemzpollzeidirckikon. Siebter.

, . Signale in e n r.

Alter: 30 Jahre; Größe: 5 Fuß; Haare: dun-

kelblond; Stirn: breit; Augenbraunen: dunkel­blond ; Augen: blau; Rase: ordinär, gumps; Mund: d-ßgl.; Zähne: gut; Kinn,: ov«i; Gesiegt: länglich; Farbe: blaß; ß-ratur: klein, gesetzt; Klei­

dungsstücke: rothe bunte Kattunmütze, braunseide­nes Halstuch, violettbaumwollene Jacke, blauen, kattunenen Rock mit Blümchen. Barfuß.________

Verlorne Gegenstände.

904. Fritzlar Der Schneider-geselle Heinr. Christoph Lösekrug aus Wiershausen, im Haunov., hat angeblich am 22. d. M. zw. Jesberg und Gilser- bcrg sein, zu Dransseld am 11. April 1830 aus­gestelltes Wanderbuch verloren. Der Finder wird ersucht, dasselbe hierher abzugeben Zugleich wer­den alle Polizeibehörden hiervon, des etwa vorkom- menben Mißbrauchs wegen, in Kcnntnß gesetzt.

Fritzlar am 24. November 1835.

Der Landräth Nercharv.

905. Ein schwarzseidener Beutel mit Blumen, und an beiden Enden Quasten.

906. Ein kleiner rothbaumwollener Regenschirm. 907. Ein schwarzzeugener Damenschuh.

908. Ein goldener Ohrring mit 6 kleinen Amethyst- steinchen und einer Amethystglocke.

909. Ein Sporn.

910. Am 14. d. M. ein auf weißen Stramin gestick­ter Hosenträger. Hanau den 15. Dez. 1835.

Aus kürfürstl. Polizcidircktion.

Gefundene Gegenställde:

911. Ein Geldbeutelchen mit Geld.

912. Am 18. Nov. d. I. ein seidenes, Halstüchelchen.

913. Am 8. d.M. ein Tabacköbeutel, roth und schwarz mit goldner Eichelguirlande und Eichelquasten.

Erledignrfgen.

914. Schmalkalden. Der durch Steckb. vom 10. d. M. (Nr. 47) verfolgte Valentin Möller, vulgo Jichert, aus Floh, ist anetirt.

Vergehen und Verbrechen.

915. Hanau. Vor kurzem ist in Offenbach ein etwa einen Fuß langes und 3 Zoll dickes mit feinem chinesischen Papier, rothem Band und 3 schwar­zen Siegeln verschlossenes Paket entwendet worden, dessen Inhalt zwar nicht genau angegeben werden kann, der aber einen bedeutenden Werth hatte, u. außer zwei Schnüren seltener und kostbarer Perlen auch in englischen Ciaatspapieren u. Aktien der ostindischew Kompagnie, vielleicht auch in , ältern spanischen Staatspapieren bestand. Es wird die­ser Diebstahl hierdurch bekannt gemacht, und Je­der , welchem dergl. Sachen wie die gestohlenen et, - wa zum Verkauf angeboten werden, aufgefordert, davon dem nächsten Gericht oder Polizeibehörde Anzeige zu machen, damit der Inhaber zur Nach- weisung über den Erwerb angehalten, die Gegen­stände selbst aber in Beschlag genommen werden können. Hanau den 1S Dez. 1^35. #

Kurf. Polizeidirektion der Provinz Hanau. Dr. Hupfe ld.