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Polizeiliche Nachrichten.

Hanau, am 7. Mai 1835. Nk. 19»

Vergehen und Verbrechen.

290. Schw arzenfel s. Es sind theils aus dem Hofe des Johannes Fuß von Altengronau, theils aus der in demselben sich befindlichen Schnei­de. und Schlagmühle des Wilhelm Fuß nachfol­gende Gegenstände, dem Letzteren angeblich ent­wendet worden, nämlich:

1) in der Nacht vom 19. auf den 20. Januar d. J. vier eichene, 13 bis 14 Zoll breite und 14 Schuh lange Dielen;

2) ungefähr eine Woche vorher acht Stück Die­len von derselben Beschaffenheit, auch zwei unge­fähr 1 Fuß breite und 12 Fuß lange;

3) im Laufe deS vorigen Sommers 8 Stuck, ungefähr 15 Fuß lange und 10 Zoll .breite Die­len von Eichenholz;

4) kurz nach derselben Zeit 3 bis 4 Stuck, un­gefähr 12 Fuß lange und 14 Zoll breite, eichene Dielen, und

5) im Laufe vorigen Jahres beiläufig 5 Maa- Leinsaamenöl.

Da nun die bisherige Untersuchung kein Re­sultat geliefert hat, so bringt man diese Diebstähle mit dem Ersuchen zur öffentlichen Kunde, Sper­ren der Thäter oder der entwendeten Gegenstände, alsbald dahier zur Anzeige zu bringen. Schwar- zenfels, am 16. April 1835.

Kurfürstl. Justizamt Hiers. Scheffer.

vt. Lambert.

291 Hanau. In der Nacht vom 24. aus den 25. des v. M. wurde mittelst EinsteigenS auS ei­nem Privathause zwei Reste Wergenleinen | breit, ^8 — 9 und resp. 11 — 12 Ellen lang, 'nebst einer Holzform (ein Modell) -init Messing be­arbeitet, gestohlen. X

Bor dem Ankäufe dieser Gegenstände wird ge, warnt- und etwaige Spuren bei der unterzeichne­ten Behörde zur Anzeige zu bringen. Hanau, ’ den 1. Mai 1835.

Aus kurfürstl. Polizeidirek'livn.

$92. Hanau. Am 28. des v. M. wurde in der Krone zu Offenbach 1 Ballen Tuch, circa 13 Pfd. schwer, und mit einem Zeichen nebst den Buch­staben F. D. 8. 207 gezeichnet, gestohlen. Die darin befindlich gewesenen Tücher sind nachv.er- zeichnete, als :

1) Nr. 8513 ein Stück Indigo wollblau 161 brab. Ellen lang und s breit;

2) Nr. 8512 ein St. ditto ditto 201 brab. El­len lang und § breit;

3) Nr. 8592 ein St. ditto ditto 231 brab. Ellen lang und ? breit;

4) Nr. 8594 ein Stück veilchenblau 201 brab. Ellen lang und £ breit;

5) Nr. 8533 ein Stück Modefarben (bläulich) 231 Ellen lang und 5 breit;

6) Nr. 4877 ein Stück schwarz 36 z brab. El­len lang;

und mittelfeiner Qualität, die 5 ersten sind mit den mit gelber Wolle am Mantelstreifen kinge« webten Buchstaben: F. D. Scb., das letzte aber mit den Buchstaben W. K. mit weißer Baum­wolle gezeichnet.

Spuren, welche hierauf Bezug haben, sind so­fort dahier oder bei der nächsten Polizei- oder Ge­richtsbehörde anzuzeigen. Hanau, ben 1. Mai 1835.

Aus kurf. Polizeidirektion der Provinz Hanau.

293. Cassel. Entwendete Gegenstände.

Aus dem Komptoir eines hiesigen Hauses nach­stehend verzeichnete Gelder und Papiere: 1) ein Sack mit 1000 Thalern preuß. i Stücken; 2) Sack mit 1500 seinen 1 Stücken; 3) zwei Päck­chen , jedes mit 100 Thalern; 4) drei Dutten, jede zu 50 Thalern; 5) 170 Thaler größtentheilS an DoppellouiSd'oren und etwas in preußischem Gelde bestehend; 6) 10 St. prcuß. Tresorschcine, je­der zu 50 Thlr.

Alle zur Entdeckung führende Spuren sind hier anzuzeigen. Cassel, am 25. April 1835.

Aus kurfürstl. Residenzpolizeidirektion.

294 Melsungen. Am 20. d. M., Mittags gegen 1 Uhr, ist der Bursche Konrad Neyer von Rengshausen auf einer Reise nach Cassel, zwischen Körke und Albshausen, nicht weit von dem letzteren Orte und dicht an der Landstraße, von einem ihm unbekannten Menschen, welcher nach seiner Angabe von großer starker Statur ge­wesen , ein dunkelfarbiges, schwärzliches, dickes, rundes Gesicht, schwarze glatte Haare, aber kei­nen Schnurr- und Backenbart, dicke Nase und dicken Mund gehabt, und mit einem abgetragenen hellblauen Kittel, alten schwarzgrauen, weiten Ho­sen, schwarzen Kamaschen und Schuhen, einer schwarzen, auf dem runden breiten Deckel gesalte-