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Hanau. Donnerstag, den 19. März 18 3 5.

Kurfürstliche Ernennungen.

Seine Hoheit der Kurprinz - Mitregent haben gnädigst geruhet, die Doktoren der Medizin, Au­gust Galland-und Robert Bunsen zu Cassel, zu Hosmedicis zu ernmnen.

Se. Hoheit der Kurpnnz und Mitregent haben gnädigst geruhet:

den Mainzollinspcktor Bechtel allhier, und

den Revierförster P a u l zu Ruhlkirchen in den Ru­hestand zu versetzen, auch

dem zum Postmeister in Schmalkalden vvrgeschla« genen bisherigen Postmeister Bachmann in Hom- verg die höchste Bestätigung zu ertheilen.

Se. Hoheit der Kurprisiz und Mitregent haben gnädigst gerühet:

den provisorischen Polizeidirektor für die Provinz' Hanau, Landgerichtsrath Dr. Gustav Adolph Hup- feld, zum Regierungsrathe bei der hiesigen Regie­rung zu ernennen;

den Justi.amtmann Dosch zu Meerholz und den Sekretar Kircher zu Hailer, als Mitglieder des stan- desherrüchen Unterkonsistoriums zu Meerholz zu be- stattgen; ° "

M Bestellung des Pfarrers Melchior Handschuh r ^Kaun s^m Lanodechanten des Landkapitels Hunfeld^dte landesherrliche Genehmigung zu erthei- den Straßenbaukommissar Friedrich Sus zu Fran- kenberg tn den Ruhestand zu versetzen.

Se. Hoheit der Kurprinz und Mitregent haben den Professor, Hoftath Dr. Georg Friedrich Puchta, zu München, zum ordentlichen Professor der Rechtswis­senschaften an der Landesuniversität Marburg zu er­nennen gnädigst geruhet.

Se. Hoheit der Kurprinz-Mitregent haben gnädigst geruhet:

den aus Wartegeld stehenden Premierlieutenant Philipp Braun bei der Garnisonskompagnie anzu- stellen.

Allgemeine Verfügungen und Bekanntma« chungm der Oberbehörden.

1. In Gemäßheit eines Beschlusses kurfürstlichen Mi­nisteriums des Innern vom 13. v. M. bringen wir einen Auszug aus der amerikanischen Zeitung Alte und neue Welt" und aus einem Berichte des kurfürstlichen Konsuls in den vereingten Staa­ten von Nordamerika hierdurch zur öffentlichen Kennt­niß, damit Unterthanen, welche ohne einige sichere Aussicht auf Unterkunft und Erwerb in Amerika, in diesen Welttheil auswandern wollen, von ih­rem durch die in jenen Auszügen geschilderten und nur zu häufig eintretenden traurigen Folgen eines solchen leichtfertigen Vorhabens sich warnen und von ihrem Entschlüsse abbringen lassen. Hanau den 2. März 1835. . /

Kurfürstliche Regierung der Provinz Hanau. Hanstein.

Vt. Schunck.