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Signalement des Melchior Storch aus HergeS, (Vogtei), Amts Brottcrode: x
A. Perf o n b e sch reib u n g. Stand und Gewerbe: Ackerknecht und Kutscher; Alter: 3t Jahre ; Große: 5 Fuß 3 Zoll; «Statur:, unter» fest; Gesichtsfarbe: frisch; Gesichrssprm länglich; Haare: schwarz; Augen: blaugrau; Augenbrau- jien: schwarz; Bart und Backenbart: braunschwarz; Mund: gewöhnlich; Lippen: deßglei- chen; Stirn: hoch; Nase: lang und gerad; Kinn: rund; Zahne: weiß, her zweite Backenzahn von hinten her auf der linken Seite fehlt; Sprache: thüringer Dialekt.
Besondere Merkmale: hat am kleinen Finger der linken Hand eine schräg über demselben hinlaufende Narbe, der Finger ist etwas krumm geworden.
B. Kleidung: zur Zeit, wo er sich im hiesigen Amtsbezirke herumgetrieben hat:
1) eine hellblaue Tuchmütze, und mit schwarzledernem Schild;
2) ein buNdseideneS Halstuch;
3) einen Mantel von dunkelgrauem Tuch mit Oberkragen, welcher fast so lang, als der Rock war;
4) Beinkleider von Sommerzeug weißlich mit Streifen;
5) kurze kalblederne Stiefeln, über welche die Beinkleider gingen,
6) eine Weste von ganz ähnlichem Zeug, wie die Beinkleider, mit Knöpfen von demselben Zeug;
7) einen Kittel unterm Mantel von grünen Leinen.
C. Sonstige Effekten, welche derselbe bei sich trug: ,
1) Buchfenranzen, nicht mehr neu, unter dem Mantelkragen, worin unter andern ein langes Messer und mehrere, wahrscheinlich bei Falschmünzen zu gebrauchende Eisengerathschaften befindlich;
2) einen Stock mit ledernein Riemen;
3) eine Schnupftabaksdose mit Napoleons Bild- niß.
53. Cassel. Gegen Anne Marthe Franke aus Lohne, Amts GudenSberg, 27 Jahr alt, ist, wegen angeschuldigter Veruntreuung, eine Untersuchung hierselbst anhängig. Da ihr dermaliger Aufenthaltsort unbekannt ist, so werden alle betreffenden Behörden ersucht, auf dieselbe beson- ; berä achten, sie im Betretungssalle verhaften und der ^unterzeichneten Gerichtsstelle zuführen zu lassen. Cassel, am 10. Januar 1635.
Kurfürstl. Hess. Landgericht hiers. i Wepler. 1
54. Abterode. Alle öffentlichen Behörden werden ergcbenst ersucht, den ausgetretenen Militär- MichtigeN Johann Adam Steinbach aus Frankershausen, welcher sich auf die öffentliche Vorladung nicht gestellt hat, im Betretungssalle verhaften und anher abliefern zu lassen. Able- rode am 6. Januar 1835.
Kurf. Hess. Justizamt das. Uck ermann.
55. Homburg. Alle Justiz - und Polizeibehörden werden hierdurch ersucht, die Militärpflichtigen :
1) H enrich Follmar auS Falkenberg;
2) Martin Meister aus Mühlhausen;
3) Konrad Bölend er aus Homberg;
4) Martin Scheuer aus Homberg;
5) Chri st i a n A u g u st Ha r t u n g auS Homberg;
6) Hermann Braun aus Homberg; 7),George Trieschmann aus Remsfeld;
8) Gge. Friedrich Koch aus Homberg; deren jetziger Aufenthaltsort unbekannt ist, im Betretungssalle zu arretiren und gesanglich vorführen zu lassen, indem sie auf die an ihnen er- gangene öffentliche Vorladung nicht erschienen sind. Homberg, am 10. Januar 1835.
Kurf. Hess. Justizamt.
Pfeiffer.
Gefundene Gegenstände.
56. Hanau. Einem hiesigen Einwohner ist ein tiegerartiger Hühnerhund mit großen starken braunen Flecken über dem Rücken, braunen Ohren und einer kurzen braunen Ruthe zugelaufen. Der Eigenthümer hat sich baldigst zu melden. Hanau,, den 20. Januar 1835.
Aus kurf. Polizeidirektion..
Verlorne Gegenstände.
57. . H an a u Zwischen Frankfurt und Bocken» heim ist am 5., d. M. das auf den Schneidergesellen Georg Hoch aus Wansried sprechende Wanderbuch , d. d. Wansried den 17 April 1833; verloren worden.
Es wird dieses zur Verhütung etwaigen Mißbrauchs mit dem erwähnten Wanderbuche hier-, durch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, der Finder desselben, aber zur Abgabe an die nächste. Po-. lizeibehvrde aufgefordert. Hanau, am 13. Januar 1835.
Aus kurfurstl. Polizeidwektlon^