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vergraben gewesen zu seyn scheint und allem An­scheine nach gestohlen ist. — Wer Aufschluß über den wahren Eigenthümer dieses Geldes oder des­sen Entwendung zu geben vermag, wird ersucht, dieses baldtnöglichst zu thun. Hanau, am 27. November 1834.

Aus kurfürstl. Polizeidirektion.

Steckbriefe.

837. Neustadt. Die unten signalistrte Ehefrau des vorhinnigen Frucktmeffers Franz Weimar, Elisabeth, geborne Trüb, von hier, ist bei der un­terfertigten Stelle wegen Vagabundirens in Un­tersuchung gezogen, hat sich jedoch heimlich von hier entfernt, obwohl sie schon früher wegen lü- derlichen Lebenswandels unter besondere polizeili­che Aufsicht gestellt worden war.

Es ergehet daher an alle Justiz- und Polizei­behörden daS Ersuchen, auf die unten signali- sirte invigiliren, und dieselbe vorkommenden Fal­les anher abliefern zu lassen. Neustadt, am 18. November 1834.

Kurf. Hess. Justizamt.

B v d c.

Signalement. Name: Elisabeth. Weimar- geb. Trüb; Alter: 33 Jahre; Größe: 5 Fuß 4 Zoll; Haare: hellbr.; Stirn: hoch; Augen: dunkelbr.; Nase: Mittel; Mund: gewöhnlich; Zahne: gut; Kinn: oval; Gesicht: rund; Gesichtsfarbe:- ge­sund; Statur: kräftig.

Kleidung: wahrscheinlich Jacke und Nock von blauem baumwollenen Zeuge.

838. Ziegenhain. Der wegen Diebstahls und Vagabundirens unter polizeiliche Aufsicht gestellte hierunter signalistrte Konrad Haßenpflug aus Breitenbach, hat sich von da heimlicherweise ent­fernt.

Alle Zivil- und Militärbehörden werden daher hierdurch ersucht, genannten rc. Haßenpflug im Betretungsfalle zu arreriren und anher abzulie- fern. Ziegenhain, den 18. November 1834.

Kurfürstliches Kreisamt das. G. Hüpeden.

839. Melsunge n. Der hierunter signalistrte Hor­nist bei dem zweiten Schützenbataillon zü Casfel, Ernst Wittich aus Oberbeisheim, welcher wegen Desertion und Diebstahls nach Cassel transportirt werden sollte, ist am 10. d. M. aus dem hiesi­gen Amtsgefangnissc, worin er als Schubgefan- gener zum Weitertransport verwahrt wurde, entsprungen.

Es werden deßhalb alle Zivil - und Militär­behörden ersucht, ihn im Betretungsfalle verhaf­

ten und mit sicherer Begleitung anher abliefern zu lassen. Messungen, am 18. November 1834.

Kurfürstl. Justizamt. Scheu ch.

Signalement des erwähnten Ernst Wittich aus Oberbeisheim. Alter: 22 Jahre; Größe: 5 Fuß 3 Zoll; Statur: untersetzt; Haare: dun­kelblond; Augen: grau; Nase: klein; Mund: gewöhnlich; Zähne: gut; Bart: blond; Kinn und Gesicht: rund; Gesichtsfarbe: frisch. Beson­dere Kennzeichen: mehrere Narben an der linken Hand.

Kleidung : grüne Kappe mit rothem Streif und ledernem Schilde, blauer Kittel, graue Hosen mit Paffepoil, grüne Ermelweste mit rothem Kragen, Schuhe mit schwarzen Kamaschen. Der Entwiche­ne hatte eine kleine Trompete mit Mundstück und drei Krummbogen bei sich.

840. W ü rzbu rg. Der ledige TünchergeselleJo­hann Nepomuck Schwinn von hier, und der le­dige Schneidergeselle Sebastian Kaiser von hier haben sich des Verbrechens des ausgezeichneten Diebstahls sehr verdächtig gemachr, und der Un­tersuchung und Verhaftung durch die Flucht ent­zogen.

Sämmtliche Justiz- und 'Polizeibehörden werden daher ersucht, aus die obenbenanten Jnquisiten, deren Signalement unten folgt, genaue Spähe halten zu lassen / dieselben im Falle des Betretens zu ergreifen, und dem unterzeichneten Gerichte schleunigst auszuliefern. Würzburg am 21: Nov. 1834.

Königl. Kreis - und Stadtgericht. Wening.

Herrgott.

Signalement

A. des Johann Nepomuk Schwinn.

Derselbe ist 24 — 26 Jahre alt, hat eine ha­gere schlanke Statur, mittlere Größe, blonde Haa­re , blaue Augen, blonde AugenbramW, schmale Stirne, blasses länglichtes Angesicht, spitzige Nase, kleinen Mund, spitziges Kinn, ziemlich große Oh­ren, wenig oder gar keinen Bart. Gewöhnlich trug er eine dunkle Jacke oder einen schon abge­tragenen dunklen (dunkelblauen oder dunkelgrünen) Frack, sogenannten Stutzfrack, mit einer Reihe Mnöpfe, dunkle Hose oder auch graue leinene Ho- , se, gelbes und dunkles Halstuch oder auch eine schwarze Kravatte, gelbe Weste, Halbstiesel, und eine schon getragene kleine Schirmmütze von dunk­ler Farbe. "Er spricht etwas hastig, und den hie- i sigen Dialekt.

B. des Sebastian Kaiser.

Derselbe ist 22 — 24 Jahre alt, mittlerer schlanker Statur, hat dunkelbraune Haare; dunkle l Augen, volles rundes Gesicht, gesunde bräunliche I Gesichtsfarbe, etwas stumpfe Mast, proportiouirten