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xrzebenst ersieht, auf biefdtxu achten und sie im BetretungSfalle gesanglich anher abliefcrn zu las# ' sen. Gaffel am 0 9kove»U>er 1834.

JUirfürpu Hess Landgericht hi-rs. Wepler.

800. JeS-r r g. Wilhelm B uck aus Bimmer&robe, wegen Bagabundirens im vierten BetretungSfalle Lahier in Untersuchung, hat sich von HauS entfernt, und treibt sich wahrscheinlich wieder vagirend um­her.

Man enucht deßhalb alle Justiz - und Polizei­behörden ergebenst, denselben im BetretungSfalle verhaften und anher abliefern zu lasten.

Jesberg am 28. Okt. 1834.

Lues. I usiizrmt. Silier.

Signalement d e s Wilhelm Buck: Alter: 52 Jahre; Größe: 5 Fuß 6 Zoll; Statur: mittel­mäßig ; Gefichtsform: länglich; Gesichtsfarbe: ge­sund ; Haare: schwarz; Augen: grau; Augenbrau- nen: blond-; Bart u. Backenbart: graulich; Mund und Nase: gewöhnlich; Lippen: geschlossen; Kinn: länglich; Stirn: hoch; Zähne: Mangel hast; Spra­che : nicderhcssisch

801. Wolfhagen. Der Müllerbursche Joseph Lauhof auS Bolkmarsen, dahier wegen verübter groben Exzessen in Untersuchung, hat der an ihn am tss. Juli d. J. erlassenen, Ladung, sich zur Vernehmung hierselbst zu ststiwn, keine Folge ge­leistet.

- Alle Behörden werden hiernach ersucht, den ^ge­nannten Lauhof im BetretungSfalle zu arretiren und an die unterzeichnete Stelle abliefcrn zu las, sen. Wolfhagen am 4. Nov. 1834.

Kurs. Hess. Justizamt das. Uth.

Bekülmtmachuugelr über aKZehaltene Perso­nen, deren Verhältnisse noch zu ermitteln sind.

802. Hamelu. Am gestrigen Tage ist in der Gegend von Großenberkel der unten signalisirte Mensch ohne alle LegitimationSpapicre und Sub- ststenzmittel aufgegripen worden. Derselbe kann zwar hören, giebt aber durch äußere Zeichen zu verstehen, daß er stumm wäre. Ob dieses Bor- geben auf Verstellung beruht oder nicht, hat bis jetzt nicht zur Gewißheit gebracht werden können. Das, was man durch Zeichen u. f. w. aus ihm hat herausbringen können, besteht im Folgenden: er ist 2t Jahre alt, aus dem Preußischen gebür­tig und dort wohnhaft. Sein Wohnort, den er j vor zehn Wochen verlassen hat, um hier zu bet­teln , liesst acht Meilen von hier entfernt, dies­seits der Weser. Seine Eltern sind seit langen

Jahren verstorben, und hat er seine Sprache seit etwa zehn Jahren verloren. Er kann weder schrei­ben noch lesen.

Signalement bc 6 a »geblichen Stum­me». Größe: 5 Fuß 5 ‘ Zoll; Alter: Obern An­scheine nach) etwa 28 Jahre; Haare: blond; Stirn : bedeckt und platt; AugenbrauNen: blond; Mast: klein und spitz; Mund: mittelmäßig, mit etwas aufgeworfenen Lippen; Zähne: gesund und vollzählig; Kinn: klein und rund; Gesichtsfarbe: ziemlich gesund; Bart: Spuren eines blonden Bartes; Statur: schlank. Besondere Kennzei­chen: einzelne Blatternarben im Gesicht.

Kleidung: dunkelblaue Tuchmütze Mit hellblauem Streifen und gepreßtem ledernen Schirme (an­scheinend eine preußische Militärmütze j, schwarzer zerrissener Frack, hellblaue leinene gestickte Hosen, Schulxe und ein paar schwarze Kamaschen, dun- feignute Weste mit schlichten Metällknöpfen, vio- let und weiMmteS banmnwllrnes Halstuch. Ha­nteln, den 18. September 1834.

Königl. Hannover. Amt.

803. Hsmel n. In Bezugnahme auf unsere Be­kanntmachung vom 18. d. M., den unweit Gro­ßenberkel ausgegriffenen angeblichen Stummen betreffend, bringen wir noch folgendes zur allge- . meinen Kenntniß: bei einer weiteren Nachfor­schung über die angebliche Stummheit fanden sich am Halse des Arrestate» zwei bedeutende Schnitt­wunden, die er bisher verheimlicht hatte. Dir ane sitzt eben an der rechten Seite des Halses, ist etwa 14 Zoll lang und schon völlig vernarbt; " die zweite ab r lauft quer unter dem Schildknor- pel des Halses her, ist tief in die Luftröhre ein# gedrungen und noch nicht zugeheilt, so daß bei dem Achcmholen noch Luft auS der Wunde bringt. Der Arrestat, der durch die Entdeckung der Wunden sehr überrascht zu seyn schien, räum­te nunmehro ein, daß er einzelne Buchstaben kenne, worauf man durch Zusammenlegung der­selben , und durch andere Versuche, auS ihm her- ausbrachte: er heiße mit dem Vornamen Kaspar, der Zuname konnte, da der Arrestat nicht richtig buchstabiren kann, nicht gehörig ermittelt werden, doch legte er das Wort Pfüistcher zusammen. Derselbe will ferner in Neu rode bei Eschwege ge­boren seyn, das Schcerenschleifen bei verschiede­nen Meistern in Eschwege, Neurode unb der Ge­gend von Gaffel erlernt, vor zehn Wochen seinen Geburtsort verlassen haben, und vor etwa sechs Wochen auf dem Wege von dort her, als er im Felde geschlafen, von einem Manne überfallen seyn, der ihm mit einem Taschenmesser jene Wun­den beigebracht, wodurch er seine Sprache verlo­ren habe. Hameln, am 30. September 1834.

Königl. Hannover. Amt.