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211- Steinheim. In der NHL vom 29. auf den 30 März d. I. sind, mittelst EinsteigenS, in der Behausung des Jakob Kiel IV. zu Frosch, Hausen, folgende Gegenstände entwendet worden:
1) ein Fäßchen mit 4 MaaS Oel;
2) 12 Pfund Tabak in | und | Pfund, theils sogenannten Thorbeck AB., theils aus der Fabrik von J. P. Müller in länglichen, mit dem Bildnisse des Kaisers Friedrich Barbarossa gezierten Packeten, und theils in runden, mit den englischen Wappen versehenen Packeten;
3) 9 Pfund Zucker und 5 Pfund Kaffee;
4) drei Dutzend Stiefeleisen;
5) 11 Pfund blau und weiße Strick, und ein Pfund Nähbaumwolle;
6) 2 Pfund weißer, blauer und grauer Zwirn;
7) 4 Loth Seide von verschiedenen Farben;
8) 2 Pfund deutscher Kaffee;
9) eine Partie Schnur, von verschiedenen Farben;
10) eine Partie gelbe Westenknöpfe;
11) ein Schinken.
Man bringt diesen Diebstahl zur öffentlichen Kenntniß, und ersucht alle öffentliche Behörden, etwaige zu ihrer Kenntniß kommende, auf die Spur des Thäters führende Indizien dem unterzeichneten Gerichts anzeigen zu wollen. Steinheim, den 12. April 1834.
Großh. Hess. Landgericht das. (Unleserl. Name.)
Vorstehende Bekanntmachung wird im Interesse der öffentlichen Sicherheit in das hiesige Wochenblatt eingerückt, mit der Weisung an sämmtliche Polizeibehörden der Provinz der darin enthaltenen Requisition nachzukommen. Hanau, am 44, April 1834.
Kurfürst!. Polizeidirektion der Provinz Hanau.
Dr. HUpfeld.
212. Im Seckbacher Gemeindswalde, Distrikts Ro- thenbusch, eine halbe Stunde von Seckbach, und in gleicher Entfernung von Bornheim, wurden heute die Ucberreste eines wahrscheinlich neuge- bornen Kindes, aus dem Kopfe, den Armen und der Brust bestehend, welche bereits in Fäulniß übergegangen waren, aufgefunden. Dieselben befanden sich in einem Söckchen von weißgestreiftem Zwillich ohne Zeichen, das theilweise zerfetzt und durch dessen Oeffnung der fehlende Theil des Leichnams wahrscheinlich von Raubthieren aufge- freffen war. — Dem Anscheine nach kann der Kadaver bereits schon 2 bis 3. Monate an bezeichneter Stelle gelegen haben
Man ersticht alle Justiz- und Polizeibehörden genaue Nachforschungen dieserhalben anstellen zu lassen, und alles dasjenige, was zur Entdeckung deS Thäters führen kann, der hiesigen Gerichts
stelle sofort mitzutheilen. Bergen, am 13. April 1834.
Kurfürstl. Justizamt. N e u h o f.
213. Mit Bezug auf daö Ministerialausschreibe» vom 12. September 1826 wird hierdurch verord, net, daß von jetzt an bis zum 10. kommenden MonatS Mai, bei Meidung der bestimmten Stra, fe, die Taubenschläge in der hiesigen Stadt geschlossen, und die Tauben in den Schlägen zurückgehalten werden. Hanau, am 10. April 1834.
AuS kurfürstl. Polizeidirektion.
214. In Bezug auf die bereits unterm 1. v. M., hinsichtlich der am 23. Februar d. J. dahier ermordet gefundenen Zerline ' Grünebaum aus Dreieichenhain, erlassene Bekanntmachung und Auf- forderung, wird demjenigen, welcher den Mörder auf eine solche Weise namhaft macht, daß die Angabe bei der Untersuchung bewahrheitet gefunden wird, oder welcher solche Umstände dahier zur Anzeige bringt, die zür Entdeckung des Thäters führen, eine Belohnung von dreihundert Gulden hiermit zugesichert. Frankfurt a. M., den 7. April 1834.
Peinliches Verhöramt.
21'5. Beigebrachter Bescheinigungen zufolge, hat der Mineralwasserhändler Wilhelm Neu! von hier, seit dem 24. d. v. M., folgendes Mineralwasser cingebracht, als: 1) 152 Stück ganze und 198 Stück halbe Krüge Schwalheimerwaffer; 2) 259 Stück ganze und 50 Stück halbe Niederselterser, Wasser. Hanau, den 12. April 1834.
AuS kurf. Polizeidirektion.
216- Der Kaufmann Karl Schröter dahier hat nach beigebrachter Bescheinigung am 13. d. M. 450 Stück Krüge Niederselterser Mineralwasser dahier eingebracht. Hanau, den 16. April 1834.
Aus kurf. Polizeidirektion.
Vergehen und Verbrechen.
217. Cassel. Folgende Gegenstände sind dahier entwendet worden:
sechs silberne Eßlöffel mit der Casseler Probe, jeder drei biö vier Loth schwer und 9^ Zoll lang; ein goldener Ring mit einem Goldblättchen! und zwei Silberstreifen.
Aus kurf. Residenzpolizeidirektwn.
Steckbriefe.
218. Der Militärreservist Joseph Ebert von dahier hat sich ohn« erhaltenen Reisepaß um der ihm