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P. Ein Ladenmädchen wird in eine Spezereihand- lung gesucht. Bei der Erpedition das Nähere.

6. Ein Mädchen, das schon gedient hat, und mit Kindern umgehen kann, wird gesucht. Bei der Erpedition das Nähere.

7. Unterzeichneter sucht für ein solides Gasthaus in Frankfurt ein braves sittliches Mädchen, von or­dentlichen Herkommen, welches auch ein gefälli­ges Aeußere besitzt, zum Aufwarten, aber im fei« neu Stopfen und Nähen erfahren seyn muß, um das Tischzeug in ordentlichen Stand zu halten. Das Nähere ist bei mir zu erfragen.

Friedr Kratzsch.

L. Ein noch rüstiger Mann, der schreiben und rechnen kann, und beim Militär als Unteroffizier gedient haben muß, auch wegen seiner guten Auf­führung Zeugnisse hat, kann in einem Handlungs- geschäft eine ihm angemessene Beschäftigung fin­den Bei der Erpedition das Nähere.

Dienstsuchende Personen.

1, Ein Mädchen, das schön nähen, ausbeffern, waschen und bügeln kann, auch alle Hausarbeit versteht, als Haus- oder Kindermädchen. Sie , sieht mehr auf gute Behandlung als großen Lohn.

Auszulerhende Kapitalien.

1. 100 fl. Kuratelgeld liegen zum Ausleihen bereit bei Vormund Adam Lenz 2r in Großauheim.

2- Ein Kapital von 400 fl. ist in die benachbarten kurhessischen Aemter zu verleihen. Bei der Er» peditiou das Nähere.

3. 200 fl. Kuratelgelder gegen guten Versatz bei Joh. Chr. Brandt. H. Kellner.

Todesanzeigen.

1. Freunden, welche an unserm Schicksal liebe­voll Antheil nehmen, machen wir den Verlust un­serer Tochter und Gattin, Louise Lipsius, geborne Stamm, bekannt. Sie verschied sanft gestern, den 25. April, am fünften Tage nach ihrer Niederkunft mit einem gesunden Mädchen, alt 29 Jahre, und eben feit 15 Monaten verhei- rathet. Sie war eine gute Tochter, treuliebende Gattin und thätige Hausfrau. Ach! und welch' eine treffliche Mutter würde sie geworden seyn. Bitten Sie, Freunde, Gott für uns um Muth und Kraft, diese schwere Prüfung zu ertragen! Die Eltern: C. W. Kraus, Pfarrer zu Lohrhaupte».

L. W. Kraus, gewesene Stamm, geborne Köhler.

Der Wittwer: Friedrich Lipsius, Förster zu Flörsbach.

2. Meinen Freunden und Bekannten mache ich hier­mit die traurige Anzeige, daß meine Ehegattin, M. Sophie, am 29. April, nach einem fünfmo­natlichen Krankenlager, in einem Alter von 47 Jahren, an einer Brustkrankheit gestorben ist. An ihr verlor ich eine zärtliche Ehegattin, und meine 6 noch unerzogenen Kinder eine liebevolle Mutter. Alle, die sie kannten, werden diesen für mich und meine Kinder so harten Verlust er­kennen. Zugleich statte ich allen denjenigen meinen verbindlichsten Dank ab, welche ihr Bei­stand geleistet baden, und bitte auch um ihre fernere Wohlgewogenheit. Hanau den 30. April 1833 Ad olph Heinr. Helm,

Schuhmachermeister.

Vermischte Anzeigen.

1. Ein gebrauchtes Klavier von 5; 6 Oktaven wird für einen Anfänger zu leihen oder zu kaufen gesucht. Bei der Erpedition das Nähere.

2. Sollte Jemand noch Forderungen an mich oder meinen verstorbenen Ehemann zu machen haben, so ersuche ich, diese binnen 4 Wochen bei mir nachzuweisen, und die Zahlung in Empfang zu nehmen, da ich später für nichts mehr einstehe« werde. Gleichzeitig ersuche ich diejenigen, wel­che Zahlungen an mich zu leisten haben, dies binnen gleicher Frist zu thun, indem ich außer­dem zu deren gerichtlichen Einforderung genö- : thigt bin. Hanau den 14 April 1833.

Franz Link' s

Emailleurs und Graveurs Wittwe.

3. Kranken- und Sterbekasse.

Vor 12 Jahren haben mehrere hiesige Einwoh­ner eine Kasse errichtet, die zum Zweck hat, bei sich ereignenden Todesfällen unter den Mitglie­dern derselben, daraus Begräbnißkosten uud zu­gleich wöchentliche Unterstützungen denen zuflie­ßen zu lassen, welche krankheitshalber zum Bc< trieb ihrer Geschäfte unfähig werden sollten. Ungeachtet diese wohlthätige Anstalt erst so kurze Zeit ins Leben getreten ist, so hat dieselbe bis daher nicht nur aufs rühmlichste fortbestauden, sondern sie hat sich auch der wohlthätigsten Fol­gen zu erfreuen gehabt, indem seit ihrer Eristenz 700 800 fl. Kranken - und Begräbnißgel- der daraus entnommen worden sind. Diese An­stalt, welche aufs vortheilhafteste verwaltet wird, und auf jede 30 Mitglieder ein bleibendes baares Vermögen von fl. 500. besitzt, ist indessen noch zu unbekannt, und dicserwegen ist ihr Personal auch gering geblieben. Der derzeitige Vorstand hält es daher für Pflicht, solche hiermit zur Ocf- sentlichkeit zu bringen, und fordert jeden, noch unter 40 Jahren stehenden, an Wohlthätigkeit Freude findenden braven Mann ank, dieses In­stitut durch seinen Veitritt zu unterstützen.