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in diesem Lande nicht durch Arbeit nützlich machen kann, den stößt die fremde Welt kalt zurück, und eS erwartet ihn eine traurige, oft verzweiflungSvolle Lage. Oft aber geschieht es, baß der Vater und Ernährer einer armen Familie durch Kummer und das ungewohnte Klima aufs Krankenbett oder gar ins Grab sinkt, und dann ist das Leos der ohne Mittel hinterlassenen Wittwe und unmündigen Kinder in einem ihnen ganz fremden Welttheile warlich schrecklich.
'Allen Einwanderern rathen wir, mit dem Schiffskapitän, mit welchem sie herüber kommen, jede Familie für sich, einen bündigen schriftlichen Kontrakt abzuschließen, worin der Kapitän sich verpflichtet, ihnen hinreichende Feuerung und Wasser zum Kochen ihrer Speisen, und dann auch hinreichendes Wasser zum Trinken zu geben. , Sie sollten sich für jede Person einen Gallon süßes Wasser für jeden Tag ausbedingen. Sie sollten ferner ihre Passage mit Inbegriff des hier zu zahlenden Hospitalgeldes oder sonstiger hiesiger Stadtabgaben bedingen und dieses mit in den Kontrakt setzen lassen. Endlich sollten sie ihre Abreise so einrichten, daß sie wahrend der bessern Jahreszeit hier ankommen, weßwegen sie sich nicht früher als Anfangs März und nicht später als Ende Juli auf der andern Seite einschiffen müssen. Kommen sie kurz vor oder während des Winters hier an, so ist ihre Lage immer und in jeder Hinsicht schlimmer.
Wir warnen dieselben auch noch gegen alle Streitigkeiten an Bord der Schiffe untereinander und besonders mit dem Schiffsvolke, oder gar mit dem Kapitän oder Steuermann. Gegen die Letztem sollten sie stets mit der größten Artigkeit und mit dem größten Respekt zu Werke gehen. Wenn sie glauben, bedeutende Ursache zur Klage zu haben, so sollten sie eö mit Bescheidenheit bei dem Kapitän anbringen. Sollten sie sich vom Kapitän selbst während der Reise beeinträchtigt glauben, so thun sie am besten, sich darüber erst nach Ankunft im Hafen ihrer Bestimmung zu beklagen, und Recht zu suchen;^ denn an Bord des Schiffs hat ein Kapitän vermöge des Gesetzes die ausübende Gewalt; für den Mißbrauch derselben ist er jedoch nach vollendeter Reise verantwortlich.
Wir schließen diese an unsere; Landsleute gerichteten Worte mit der innigen Bitte, daß doch ja Keiner von ihnen zur Einwanderung hierher schreiten möge, der nicht entschlossen und fähig ist, sich durch Thätigkeit und einen ordentlichen Lebenswandel die Liebe und Achtung der Bürger dieses Landes zu erwerben. Ohne dies darf ersich mit keiner zufriedenen Zukunft schmeicheln. Der Müßiggänger und Schweiger giebt es hier nur schon zu viele. Ihr Loos ist, wie überall, Verachtung und Elend. Die schlechte Aufführung eines Fremden aber erregt immer noch mehr Aufmerksamkeit, und bereitet nicht nur ihm selbst eine sichere Strafe, sondern bringt
auch noch überdies Schmach und Schande auf das Volk, dem er angehört.
Unterzeichnet:
Philipp Hone, Präsident.
KaSpar Meier, Vicepräsident, auch Konsul der freien Hanscestadt Bremern 6. W. Faber, Kaffenverwalter, auch kurhesflicher Konsul. George Meyer, Sekretär.
G c o r g e A r c u l a r i u S, V David Lydig, 1 Jakob Lorillard, I. W. Schmidt, ko'nigl. prcuß.l ^ auch der freien Hanscestadt Ham-/ bürg Konsul. ( O
D. B. Dash, Charles Gräbe, 1
F. S. Schlesinger, J
New - Dork am 1. Januar 1833.
Ueberschlag der Reisekosten rc.
Nach mehrseitig eingezogenen Erkundigungen glauben wir als Richtschnur zur Berechnung der Reisekosten folgende Anleitung empfehlen zu können.
Reisekosten in Deutschland, zu Fuß oder Frachtwagen, incl. Berzehrung;
Für Erwachsene, Jeder i Thlr. pr. Ct. für die Meile.
- Kinder, Jedes | — - - - - —
Von der französischen Grenze bis nach Havre, incl.Verzchrung, für Erwachsene 50 Franks, für Kinder 35 Franks.
Für Passage von Havre bezahlen Erwachsene ohne Beköstigung 80 bis 150 Franks die Person, Kinder unter 10 Jahren die Hälfte.
Die Packetschiffe nehmen gewöhnlich den höchsten Preis, sind aber auch die besten, und die Passagiere werden gewöhnlich dort am besten behandelt.
Der Einkauf von Lebensmitteln erfordert ungefähr für jede Person 40 Franks, sowohl für Kinder als für Erwachsene.
Die Passage von Bremen oder Hamburg wird gewöhnlich inci. Proviant rc. bedungen und kostet ungefähr 30 biö 40 spanische Thaler.
Wir empfehlen in diesen Häfen den Emigranten die regelmäßig nach hier fahrenden deutschen Fahrzeuge, und sich bei diesen in der Uebereinkunft die Matrosenkost auszubedingen.
Liste mitzunehmender Gegenstände.
Die Einwanderer werden wohl thun, sich zu versehen, mit: W o l l k l e i d u n g ö st ü ck e n für ein Jahr;
Leinenzeug und Wasche, je nachdem eS ihre Mittel erlauben, eine volle Aussteuer. Frau- enkleider, nur für die Reise und einige Monate Aufenthalt hier, da die hiesige Kleidungsweise von der dortigen ganz verschieden ist.